[Rezension] „Prinzessin undercover- Entscheidungen“ von Connie Glynn

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Fischer Verlag.

Zwei Jahre ist es nun her, dass Lottie auf das Internat Rosewood Hall gekommen ist. Um die echte Prinzessin von Maradova zu schützen, gibt sie sich als Prinzessin aus. Seitdem haben Lottie, die echte Prinzessin Ellie und ihr Leibwächter Jamie einiges erlebt, denn die Gemeinorganisation Leviathan hat es auf die Prinzessin von Maradova abgesehen. Doch bisher konnten sie alle Gefahren überstehen. Dennoch kann Lottie die Sommerferien nicht genießen, denn sie hat ihre Abschlussprüfungen nicht geschafft. So reisen die drei Freunde nach Japan, damit Lottie die Prüfungen doch noch schafft und nun heißt es lernen. Doch Leviathan gibt nicht auf und spürt die drei auch in Japan auf. Rücksichtslos versuchen sie Jamie auf ihre Seite zu ziehen und so stehen Lottie und Ellie alleine einem mächtigen Gegner gegenüber.

Da ich die Idee der Reihe unglaublich gerne mag und sich hinter den süßen Covern so viel mehr verbirgt als eine einfache Prinzessinnengeschichte, war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung. Dieser dritte Band beginnt direkt nach den Geschehnissen des Vorbandes und direkt war ich wieder mitten in der Geschichte drin. Dieses Mal verschlägt es den Leser nicht auf das Internat, sondern nach Japan. Diesen Wechsel fand ich unglaublich gelungen und erfrischend und da mich Japan schon immer fasziniert hat, fand ich das Setting wirklich grandios. Vor allem da es sehr gut dargestellt wurde und eine Abwechslung zu den vorherigen Bänden bietet.

Außerdem mochte ich Lotties Entwicklung. Denn sie wird selbstbewusst, wächst über sich hinaus und ist einfach eine starke Protagonistin, ganz anders als Ellie. Bisher mochte ich Ellie auch sehr, aber hier plagen sie Selbstzweifel und sie ist weinerlich und so ganz anders als ich sie bisher kannte. Mit Jamie werde ich wohl nie ganz warm werden, was ich hier einmal mehr erlebt habe. Er ist kühl, unnahbar und auch irgendwie unberechenbar, was mich sämtliche Nerven gekostet hat, aber vielleicht auch den Reiz ausmacht.

Der Schreibstil passt zum Setting und der gedachten Zielgruppe, ist leicht und locker zu lesen und sehr atmosphärisch. Der Plot wird anders als bei den Vorbänden nicht nur aus Lotties personaler Erzählperspektive erzählt, sondern auch aus der Perspektive von Jamie, Ellie und Lotties Freund Ollie, was mir sehr gut gefiel, weil das eine sehr gute Ergänzung zu Lotties Perspektive bietet und man so noch einen besseren Überblick über die Geschehnisse und die Gedanken- und Gefühlswelt der einzelnen Figuren erhält.

Wie auch bei den Vorbänden ist das Spannungsniveau sehr hoch, die Bedrohung durch Leviathan ist immer spürbar und es gibt lauter Rätsel und Geheimnisse, aber auch Freundschaft, Vertrauen, Mut, Liebe und Zusammenhalt sind weiterhin wichtige Themen, was ich sehr gelungen fand. Manche Rätsel werden gelöst, anderes nur angedeutet und das Buch zeigt, wie gefährlich das Leben als Prinzessin sein kann. Die Krimielemente des Buches passen sehr gut zu der Reihe und auch wenn mir hier immer etwas fehlt um die Höchstwertung zu geben, ohne genau zu wissen was, mag ich die Reihe doch sehr gerne. Erneut gibt es hier am Ende einen ziemlichen Cliffhanger, sodass ich die Fortsetzung gar nicht erwarten kann.

Die „Prinzessin undercover“- Reihe bietet so viel mehr als man auf den ersten Blick vermutet und gerade das gefällt mir an dieser Reihe. In diesem Band fand ich besonders das Setting gelungen, aber auch Lotties Entwicklung war ein Highlight. Ich kann diese Reihe jedem empfehlen, der nach einer etwas anderen Prinzessinnengeschichte sucht. Ich jedenfalls freue mich sehr auf den nächsten Band.

 

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