[Rezension] „Darker Things- Eine Liebe zwischen den Welten“ von Katja Ammon

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen bei Planet! (Thienemann-Esslinger Verlag)

Die 17-jährige Lejla hat bisher eigentlich ein recht normales Leben geführt, doch dann ändert sich ihr Leben für immer. Sie hat seltsame Visionen von einer zerfallenen Welt und kurz nach ihren Visionen werden diese tatsächlich Realität. Als sie versucht herauszufinden, was dahinter steckt, trifft sie auf Dorian. Dorian macht ihr einerseits Angst und andererseits fasziniert er sie. Doch als sie erfährt, das er sie umbringen soll, flieht sie in eine Welt, die sie bisher nicht für möglich gehalten hat. Denn neben unserer Welt, existiert die Dunkelwelt und Lejla begibt sich auf die gefährliche Suche nach Antworten, denn nur so kann sie ihr Leben retten.

Auf „Darker Things- Eine Liebe zwischen den Welten“ bin ich zuerst durch das gelungene Cover aufmerksam geworden und als ich es dann in den Händen halten durfte, konnte ich das Lesen gar nicht erwarten. Schon von der ersten Seite an, konnte mich das Buch fesseln und schnell wurde mir klar, dass es ein Highlight für mich werden könnte. Und so war es dann auch. Zwar funktioniert dieses Buch nach einem allseits bekanntem Schema, aber ich muss zugeben, dass ich dieses Schema einfach mag und bei mir funktioniert.

Denn Lejla ist auf den ersten Blick ganz normal, dann passiert ihr etwas seltsames und sie findet heraus, dass sie alles andere als ein normaler Teenager ist und mächtige Fähigkeiten hat. An ihrer Seite befindet sich der typische Bad Boy mit einem großen Geheimnis und einem eigentlich sanften Kern. Die beiden kommen sich näher, dürfen sich aber nicht lieben und so weiter. Wie gesagt, dieses Grundschema habe ich gefühlt schon oft gelesen und dennoch war dieses Buch für mich etwas ganz Besonderes.

Es fing schon mit Lejla als Protagonistin an, sie ist schlagfertig, tough und weiß sich zu helfen und mit ihrer rebellischen Ader, die sie schon oft in Schwierigkeiten gebracht hat, war sie mir gleich sympathisch. Sie lässt sich einfach nichts gefallen. Aber auch Dorian gefiel mir direkt. Man merkt, dass er einiges durchgemacht hat und obwohl er zuerst sehr unfreundlich zu Lejla ist, merkt man doch das da mehr dahinter steckt. Ganz besonders gefielen mir jedoch die Nebenfiguren, wie Lejlas beste Freundin, die immer zu ihr hält oder ihr Großvater. Auch die Antagonisten wissen zu überzeugen und obwohl sie mir echt unsympathisch waren, konnte ich deren Beweggründe doch nachvollziehen.

Der Schreibstil war für mich ebenfalls ein Highlight, da die Autorin unglaublich atmosphärisch und emotional schreibt. Die Dunkelwelt konnte ich mir dank der großartigen Beschreibungen bildhaft vorstellen. Der Plot wird aus der Ich-Perspektive von Lejla und Dorian geschildert, wobei die von Lejla dominiert. Das gefiel mir sehr gut, weil ich mich so noch mehr in die beiden Protagonisten hineinversetzen konnte.

Zudem fand ich die Dunkelwelt und die Idee der Parallelwelten sehr gut und die Umsetzung absolut gelungen. Die Erklärungen waren für mich schlüssig und faszinierend und einmal etwas komplett anderes. Zwar konnte ich mir denken, wieso Lejla nicht so normal ist, wie sie zunächst denkt, aber dennoch gefiel es mir, wie alles zusammenhängt. Es gibt so manch überraschende Wendung und auch wenn die Liebesgeschichte zu erahnen war, war sie ebenfalls ein Highlight für mich. Ich habe hier eine Achterbahnfahrt der Gefühle erlebt und mit den Protagonisten gelitten und gebangt. Hier herrscht ein hohes Erzähltempo vor und so ist dieses Buch unglaublich spannend. Am Ende löst sich alles perfekt auf und so kann ich dieses Buch komplett empfehlen.

Ich liebe dieses Buch. Auch, wenn es nach einem bekannten Schema abläuft, war es für mich doch etwas ganz Besonderes. Für mich stimmte hier alles, angefangen bei den Protagonisten, der Idee der Dunkelwelt und dem Schreibstil. Viel zu schnell hatte ich dieses Buch wieder beendet und hoffe, dass die Autorin bald etwas neues schreiben wird. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.

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