[Rezension] „Drachendunkel- Die Legende von Illestia“ von Eyrisha Summers

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Carlsen Verlag.

Ella kämpft jeden Tag ums Überleben. Denn ihre Heimat Illestias ist immer menschenfeindlicher geworden. Es gibt kaum noch etwas zu essen und die Menschen kämpfen gegen die Kälte an. So muss Ella sich immer wieder in die Wälder wagen, in der Hoffnung Nahrung zu finden. Dort trifft sie auf Razul. Dieser verspricht kurze Zeit später ihr Dorf zu beschützen, wenn sie mit auf sein Schloss kommt. Doch er ist ein Drache und unberechenbar. Um ihre Liebsten zu beschützen, springt Ella über ihren Schatten und geht zum Schloss. Allerdings ahnt sie nicht, auf was sie sich damit wirklich eingelassen hat.

Auf dieses Buch hatte ich mich sehr gefreut, weil mich Drachen schon immer fasziniert haben. So war ich sehr gespannt auf Ellas und Razuls Geschichte. Schon der Einstieg gefiel mir sehr und ich war direkt in der magischen Welt des Buches gefangen. Im Prolog erfährt man etwas über das Schicksal der Drachen und anschließend lernt man Ella kennen, die wirklich ein hartes Leben führt.

Ella ist eine Protagonistin nach meinem Geschmack. Sie ist tough, stark, selbstbewusst und würde für ihre Lieben alles tun. Solch starke Frauenfiguren, die nicht auf ihren Märchenprinzen warten, mag ich einfach unglaublich gerne. Zwar ist Ella auch sehr dickköpfig und manchmal etwas zickig, aber sie hat ihr Herz am rechten Fleck und ich mochte es, wie sie sich nichts vorschreiben lässt und mutig ihren Weg geht. Über Razul möchte ich nicht zu viel verraten um nicht zu viel vorweg zu nehmen, doch er ist definitiv ein interessanter Protagonist, der es nicht leicht hatte und Ella aus einem bestimmten Grund in sein Schloss holt.

Der Anfang erinnert etwas an „Die Schöne und das Biest“. Doch das ändert sich recht schnell. Ella und Razul bekommen schnell Gefühle füreinander, ohne sich wirklich zu kennen. Mir persönlich ging das etwas zu schnell, aber es wurde so gut begründet, das es mich dann im Laufe des Buches nicht mehr so gestört hat. Denn alles hängt mit Razuls wahrer Natur als Drache zusammen und hat seinen Grund.

Der Schreibstil ist sehr atmosphärisch und eindringlich und passt wunderbar zu dem Buch und der ganzen Welt des Buches. Sowieso gefiel mir das Setting und die Darstellung der Drachen unglaublich gut. Der Plot wird aus der personalen Erzählperspektive von Ella und Razul geschildert, was wunderbar zu der Geschichte passt.

Zusammen müssen Ella und Razul gefährliche Gegner besiegen, die auch Ellas Heimat bedrohen, dennoch liegt der Fokus der Geschichte sehr auf der Liebesgeschichte und weniger auf einem spannungsgeladenen Plot. So zieht sich der Plot hin und wieder etwas in die Länge und dennoch war ich so gefesselt und fasziniert, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Besonders die starken Gefühle von Ella und Razul gefielen mir im Laufe des Buches immer mehr. Zudem gibt es die eine oder andere Wendung, die mir sehr gefiel und mich überraschen konnte. Vor allem das Ende war für mich sehr überraschend, weil es so ganz anders war als ich erwartet hätte. Doch es gefiel mir sehr, vor allem da es eine wunderbare Botschaft vermittelt und einfach ein etwas anderes Ende ist. Insgesamt hat mir das Buch richtig gut gefallen und es wird nicht das letzte Buch gewesen sein, das ich von der Autorin gelesen habe.

Alles in allem hat mir „Drachendunkel- Die Legende von Illestia“ richtig gut gefallen. Ella ist eine starke Protagonistin, die ich direkt sehr mochte. Und auch die Welt des Buches und die Darstellung der Drachen gefiel mir sehr. Der Fokus liegt auf der Liebesgeschichte, aber auch der restliche Plot konnte mich überzeugen, auch wenn er vereinzelte Längen hat. Von mir gibt es definitiv eine Leseempfehlung.

2 Replies to “[Rezension] „Drachendunkel- Die Legende von Illestia“ von Eyrisha Summers”

  1. Hallo Mandy, eine sehr sehr schöne Rezension. Obwohl ich mich auch riesig auf die Geschichte gefreut habe war es leider nicht so ganz meins gewesen :( Den Anfang fand ich total toll und atmosphärisch und dann wurde es mir irgendwie zu viel von allem. Ich finde durch die Viel Perspektiven Erzählung hat es sich teilweise in der Handlung wiederholt, das fand ich etwas mühselig.
    Liebe Grüße Claudi

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