[Rezension] „Die Mächte der Moria“ von Zoraida Córdova

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Carlsen Verlag.

Renata ist eine Moria und wird selbst von ihrem eigenen Volk gefürchtet, denn sie kann Erinnerungen stehlen. Als Kind wurde sie in den Palast von König Fernando gebracht und dort musste sie ihre Fähigkeiten benutzen ohne wirklich zu wissen, was das für Folgen hat. Mittlerweile kämpft sie auf der Seite der Rebellen, doch immer noch muss sie für die Fehler ihrer Vergangenheit büßen. Als Dez vom Prinzen entführt wird, zögert sie nicht lange und versucht ihn zu retten und seine Mission zu beenden, denn er ist nicht nur ihr Geliebter, sondern auch der Anführer der Rebellen.

Schon als ich zum ersten Mal von diesem Buch gehört hatte, wurde ich neugierig, zumal ich Renatas Fähigkeit Erinnerungen zu stehlen, unglaublich faszinierend finde. Renata zu den Robári, die nicht nur die Erinnerungen für immer stehlen können, sondern damit auch den Geist aushöhlen können. Neben den Robári gibt es noch die Persuári, die Illusionári und die Ventári. Die einen können Gefühle spüren und lenken, die anderen Illusionen erzeugen und die letzten Gedanken lesen. Dieses Magiesystem ist einfach unglaublich interessant und bietet viel Potenzial.

Zudem spielt das Buch in dem Königreich Puerto Leones und hat somit ein spanisch-historisches Setting, was sehr atmosphärisch dargestellt wurde. Der Weltentwurf gefiel mir sehr, zumal er überraschend komplex war. Allerdings fiel mir der Einstieg in die Welt des Buches nicht ganz leicht, zumal sich der Plot meiner Meinung nach zu Beginn etwas in die Länge zog.

Doch ab einem gewissen Punkt, empfand ich das Buch zunehmend als spannend. Es ist ein Buch voller Grausamkeiten und Intrigen, aber auch Liebe und Hoffnung und gerade auf der emotionalen Eben konnte es mich überzeugen, zumal das Buch überraschend vielschichtig ist und so einige spannende Wendungen bereit hält.

Renata als Protagonistin mochte ich sehr, da sie mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen hat und dennoch nicht aufgibt. Sie ist stark und versucht alles um ihrem Volk zu helfen, auch wenn sie ungerecht behandelt wird. Auch die anderen Figuren konnten mich überzeugen, da sie authentisch dargestellt wurden.

Der Schreibstil war ebenfalls nach meinem Geschmack, auch wenn die Autorin manchmal etwas ausschweifend schreibt. Dafür schreibt sie aber auch  unglaublich bildgewaltig und voller Emotionen und mir gefiel es, dass der Plot aus Renatas Ich-Perspektive geschildert wurde.

Alles in allem gefiel mir das Buch trotz mancher Längen richtig gut und nach einem recht fiesen und überraschenden Ende freue ich mich schon jetzt sehr auf die Fortsetzung.

Insgesamt kann ich diesen Auftakt jedem Fantasyfan empfehlen, zumal das Magiesystem und der Weltentwurf spannend und interessant sind. Zwar gibt es gerade zu Beginn ein paar Längen, aber das legt sich zum Glück irgendwann und dank einiger überraschender Wendungen fühlte ich mich hier durchweg gut unterhalten.

2 Replies to “[Rezension] „Die Mächte der Moria“ von Zoraida Córdova”

  1. Liebe Mandy,
    mir ging es ganz ähnlich wie dir. Anfangs gab es für mich durchaus Längen in der Geschichte, das Gefühl, dass der Plot mehr kann, aber aktuell nicht hergibt. Aber dann wurde es auf einmal wirklich spannend und mitreißend. Das Ende bzw. der Plottwist war für mich ersichtlich, aber richtig gut gemacht. Deswegen freue ich mich zu erfahren, wie die Autorin die Erzählung im zweiten Band weiterspannt.
    Ich habe deine Rezension unter meiner verlinkt. Wenn das nicht okay für dich ist, melde dich bitte bei mir :)

    Liebe Grüße
    Jacki von Liebe dein Buch

    1. Huhu Jacki,
      schön, dass es dir da so ähnlich ging. Ich bin auch definitiv gespannt auf Band 2. Das mit dem Verlinken ist völlig okay.
      Liebe Grüße
      Mandy

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