[Rezension] „Girl At Heart“ von Kelly Oram

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen bei ONE (Bastei Lübbe).

Charlie Hastings ist schon ewig in ihren besten Freund verliebt, doch als sie merkt, dass er sich nie für sie interessieren würde, beschließt sie etwas zu ändern. Denn da sie unter Männern aufgewachsen ist und Baseball liebt, wird sie oft nicht als Mädchen wahrgenommen. Kurzentschlossen beschließt sie das Team der Roosevelt High Ravens zu verlassen. Doch das Team braucht Charlie und da macht Kapitän Jace ihr ein Angebot. Wenn sie das Team nicht verlässt, hilft er ihr zusammen mit seiner Schwester Leila, damit sie endlich als Mädchen wahrgenommen wird.

Bisher habe ich noch kein Buch der Autorin gelesen, aber ihr neuestes Werk konnte direkt meine Neugierde wecken, zumal sich hier vieles um Baseball dreht und ich es spannend finde, dass Charlie in einer Sportart Erfolg hat, die eher von Jungs dominiert wird. Zwar ist dieses Buch voller Klischees und zu Beginn vielleicht etwas sexistisch, aber ich denke, dass diese Klischees und auch das Sexistische einfach realistisch sind. Gerade in der Schulzeit sind viele Menschen unsicher, haben das Gefühl nicht dazu zugehören und müssen erst einmal den Weg zu sich selbst finden.

Hier dreht sich allem um Charlie, die Baseball zwar liebt, aber auch realistisch ist und weiß, dass sie in Zukunft als Mädchen kaum eine Chance haben wird mit dem Sport Erfolg zu haben. Zudem hat sie ihr Leben nur unter Männern und Jungs verbracht und nachdem ihre Teamkollegen so einige fiese Sprüche abgelassen haben und sie als Mädchen nicht ernst nehmen, beschließt sie etwas zu ändern, zumal ihr bester Freund ihre Gefühle wohl nicht erwidern wird. Charlie möchte endlich wissen, wie es ist ein Mädchen zu sein und sich wohl zu fühlen. Zudem fehlen ihr weibliche Bezugspersonen und einfach Freundinnen.

Als Jace mitbekommt, dass Charlie das Team verlassen möchte, zögert er keine Sekunde und beschließt ihr zu helfen. Zusammen mit seiner Schwester Leila unterstützt er Charlie und die Beiden helfen ihr herauszufinden, was sie wirklich möchte. Ich mochte die Figuren unglaublich gerne, auch wenn ich über Charlies Teamkollegen und auch ihren besten Freund oft den Kopf schütteln musste, aber Charlie, Jace und Leila sind einfach großartig. Sie haben alle ihre Fehler, aber ich finde es toll, wie die Geschwister zu Charlie halten. Hier entstehen tolle und echte Freundschaften, was mir sehr gefiel. Natürlich gibt es hier auch eine Liebesgeschichte, die mich ebenfalls überzeugen konnte. Sie ist süß und herzerwärmend und war gerade deswegen nach meinem Geschmack.

Der Schreibstil ist leicht und locker zu lesen und voller Emotionen. Er passt perfekt zu dieser süßen Liebesgeschichte und da alles aus Charlies Ich-Perspektive geschildert wurde, konnte ich ihre Emotionen fast hautnah spüren. Doch auch der Humor kommt hier nicht zu kurz, was mir besonders bei den Dialogen auffiel.

Zwar gibt es hier keine wirklich überraschenden Wendungen und der Plot ist ziemlich vorhersehbar, aber dennoch konnte mich das Buch begeistern. Denn hier werden wichtige Themen, wie Freundschaft, Selbstakzeptanz, Toleranz, aber auch Familie und Zusammenhalt aufgegriffen. Mich konnte das Buch mitten ins Herz treffen und alleine deswegen liebe ich es, zumal das Ende einfach großartig ist.

Zwar ist dieses Buch besonders zu Beginn etwas klischeehaft und auch sexistisch, aber gerade das macht das Buch sehr realistisch und auch wenn der Plot vorhersehbar ist, hat mich die Geschichte mitten ins Herz getroffen, sodass es für mich ein echtes Highlight war. Denn die Geschichte ist süß und herzerwärmend und befasst sich mit wichtigen Themen. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.

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