[Rezension] „Überleben für Anfänger“ von Franca Düwel

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Arena Verlag.

Als wäre Mias Leben nicht schon schlimm genug, soll sie nun auch noch in ein Survivalcamp mitten im Atlantik. Der absolute Albtraum. Dabei kann Mia auch nichts für die Mobbingattacken von Anna-Constanza oder dass sie Ärger mit Nael hat. Zudem ist sie fest davon überzeugt, dass sie von einem schwarzen Volvo verfolgt wird und dass ihr Vater heimlich beim Geheimdienst arbeitet. Doch keiner will ihr glauben und so spitzt sich ihr Leben immer weiter zu.

Ich muss gestehen, dass ich dieses Buch wohl nicht gelesen hätte, wenn ich es nicht überraschend vom Verlag erhalten hätte, zumal ich eigentlich kein Fan von Krimis und Tagebuchgeschichten bin. Doch nachdem mich die Gestaltung mit den zahlreichen Illustrationen positiv überraschen konnte, wollte ich dem Buch eine Chance geben und ich muss sagen, dass es mir überraschend gut gefallen hat.

Mia ist eine Protagonistin, in die ich mich wunderbar hineinversetzen konnte und ich mochte es, dass die Tagebucheinträge und auch die E-Mails, die sie schreibt so geschrieben sind, wie ein Mädchen in ihrem Alter schreiben, denken und sprechen würde. Dabei ist Mia unglaublich schlagfertig und nicht auf den Kopf gefallen. 

Das ganze Buch besteht ausschließlich aus Tagebucheinträgen und E-Mails, was zwar etwas gewöhnungsbedürftig war, aber definitiv mal etwas anderes ist. So erlebt man Mias Gefühle hautnah und ich konnte gar nicht anders als mit ihr zu fühlen und mich zu fragen, ob sie wirklich verfolgt wird und ihr Vater wirklich im Geheimdienst arbeitet, oder ob alles nur in Mias Kopf geschieht.

Die Mischung aus typischen Problemen eines Teenagers und die Frage, ob Mia psychische Probleme hat oder wirklich in Gefahr ist, fand ich spannend. Zumal die Autorin ein Händchen dafür hat den Leser im Dunkeln tappen zu lassen, was beim Lesen für einige Überraschungen sorgte. Am Ende löst sich alles auf und ich mochte es, wie sich Mia entwickelt, sodass ich froh bin, dass ich dem Buch eine Chance gegeben habe.

Zuerst war ich skeptisch, ob das Buch etwas für mich ist, doch dann hat es mich doch positiv überrascht und auch, wenn ich dennoch kein Fan von Tagebuchgeschichten bin, vergebe ich hier sehr gut vier Sterne und kann das Buch definitiv empfehlen.

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