[Rezension] „Der Tag, an dem mein Vater die Zeit anhielt“ von Erika Swyler

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Limes Verlag.

Die 11-jährige Nedda lebt in unmittelbarer Nähe zur Startrampe der NASA-Weltraumraketen und träumt davon Astronautin zu werden. Neddas Vater möchte dagegen am liebsten, dass Nedda niemals erwachsen wird und da er ein Wissenschaftler ist, tüfftelt er an einer Maschine herum, die ihre Kindheit konservieren könnte. Doch dann geht alles schief und die ganze Stadt ist in Gefahr. Nedda muss sich mit ihrer Mutter zusammen tun, obwohl die beiden keinen richtigen Draht zueinander haben. Denn Neddas Mutter war einst eine Wissenschaftlerin und nur zusammen können sie Neddas Vater und vielleicht auch die Stadt retten.

Nachdem ich den Klappentext zu diesem Buch gelesen hatte, war ich unglaublich neugierig auf Neddas Geschichte, da sie nach einer besonderen Geschichte klang. Alles in allem stimmte das auch. Denn das Buch erzählt eine ungewöhnliche Geschichte, eines ungewöhnlichen Mädchens und das auf zwei Zeitebenen. Man erlebt Neddas Leben als 11-jähriges Mädchen im Jahr 1986 und zusätzlich ihr Leben in der Zukunft als Erwachsene als Astronautin.

Diese Darstellung fand ich zwar gelungen, aber dennoch habe ich keinen richtigen Zugang zu der Geschichte gefunden. Denn obwohl ich die Idee mochte und auch skurrile Geschichten mag, fiel es mir schwer der Geschichte zu folgen. Der Schreibstil war meiner Meinung nach ziemlich verworren und anstrengend. Es gibt viele technische und physikalische Begriffe und Gespräche und vieles erschien mir nicht logisch. So musste ich mich mehrmals aufraffen das Buch weiter zu lesen, obwohl die Geschichte eigentlich Potenzial hat. Dabei fiel es mir leichter die Abschnitte aus dem Jahre 1986 zu lesen.

Dafür mochte ich Nedda als Protagonistin sehr. Als 11-jährige ist sie sehr schlau, hat eine enge Beziehung zu ihrem Vater, ist aber insgesamt eine Außenseiterin. Als Erwachsene ist sie immer noch sehr schlau und nicht immer einfach einzuschätzen, aber durchaus interessant. Sie versucht ganz nebenbei ihre Kindheitserlebnisse aufzuarbeiten. Auch die anderen Figuren waren definitiv interessant, auch wenn ich nur zu Nedda wirklich eine Verbindung aufbauen konnte.

Der Plot ist definitiv mal etwas anderes und voller Überraschungen und die Mischung aus Drama, Familiengeschichte und Science-Fiction ist nicht schlecht. Auch ist die Geschichte sehr tiefgründig, aber dank des schwierigen Schreibstils war es für mich einfach nicht ganz das richtige Buch, zumal mich das Ende nicht wirklich überzeugen konnte. Vielleicht hatte ich auch einfach die falschen Erwartungen, dennoch bekommt es von mir nur eine knappe mittelmäßige Bewertung.

Für mich war das Buch leider nicht ganz das Richtige, was vor allem an dem schwierigem Schreibstil lag. Dennoch gibt es bestimmt Leser, die diese ungewöhnliche Geschichte mögen werden, ich gehörte leider nicht dazu.

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