[Rezension] “Das Lied der Nacht” von C. E. Bernard

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Penhaligon Verlag.

Im Königreich Schur herrscht nachts eine allumfassende Dunkelheit. Es gibt keine Sterne und keinen Mond. Zudem ist es nicht erlaubt Nachts ein Feuer zu entzünden oder bei Dunkelheit zu singen. Schatten bedrohen das Land und die Menschen leiden. Der Wanderer Weyd und die Bardin Caer stellen sich der fast unmöglichen Aufgabe den Menschen zu helfen und eine Lösung zu finden. Doch dabei treffen sie auf ungeahnte Gefahren.

Schon als ich zum ersten Mal von diesem Buch gehört hatte, wollte ich es lesen, denn es klang mal nach etwas anderem. Da ich unglaublich viel lese, können mich die wenigsten Bücher noch überraschen, doch “Das Lied der Nacht” war so eine Überraschung, denn es ist absolut besonders. Nicht nur, dass die Sprache und der Aufbau ungewöhnlich sind und es mir schwer fällt, diese zu beschrieben, das Buch war auch sehr poetisch, aber auch melancholisch geschrieben und ich hatte beim Lesen oft Gänsehaut.

Es gibt keine klaren Abgrenzungen zwischen Szenenwechseln und diverse Zeilensprünge. Die verschiedenen Geschehnisse werden fließend beleuchtet und es ist zuerst alles sehr irritierend. Doch nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, mochte ich diese ungewöhnliche Darstellung der Geschichte sehr. Zudem gibt es einige Passagen, in denen es eine Art Geschichtenerzähler gibt, der den Leser direkt anspricht, sodass ich das Gefühl hatte eine alte Erzählung zu lesen. Die Sprache passt zu der mittelalterlich angehauchten Welt.

Allerdings sollte man sich vor dem Lesen bewusst sein, dass das Buch keine leichte Kost ist. Die Welt des Buches ist düster, brutal und grausam. Vergewaltigung, Missbrauch, Folter und Mord stehen an der Tagesordnung und die Autorin beschönigt hier nichts. Und dennoch schafft sie es, dass nicht alles hoffnungslos erscheint. Besonders die zarte Liebesgeschichte zwischen Weyd und Caer hat es mir angetan.

Sowieso mochte ich die Figuren hier sehr gerne, da sie alle ihre Eigenarten haben und nicht perfekt sind. Zwar stehen vor allem Weyd und Caer im Vordergrund, aber auch die anderen Figuren können überzeugen, zumal sie alle sehr interessante Fähigkeiten haben. Das Schicksal der Figuren hat mich tief bewegt. Die Idee der Schatten fand ich unglaublich gelungen, da sie mal etwas anderes ist, doch schnell wird klar, dass die Schatten nicht die einzige Bedrohung darstellen.

Der Plot ist spannend, abwechslungsreich und das Worldbuilding erstklassig. Mir hat auch besonders das digitale Bonusmaterial gefallen, auf das man beim Lesen oder auch danach zugreifen kann und mit dem man noch tiefer in die Welt des Buches eintauchen kann. Für mich war dieser Auftakt wirklich ein Highlight unter den High-Fantasy Büchern und ich freue mich schon jetzt sehr auf den zweiten Band.

Für mich war dieser Auftakt ein Highlight unter den High-Fantasy Büchern, denn die Sprache und der Aufbau sind mal etwas anderes und was ganz besonderes. Das Worldbuilding ist erstklassig und der Plot konnte mich überraschen. Allerdings sollte man sich vor dem Lesen bewusst sein, dass die Welt des Buches düster und brutal ist und auch Mord und Vergewaltigung dabei nicht ausgelassen werden. Von mir gibt es aber definitiv eine Leseempfehlung.

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