[Rezension] „Die Clans von Tokito – Lotus und Tiger“ von Caroline Brinkmann

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Erin lebt in Tokito, wo die sechs Clans herrschen. Wenn man zu keinem Clan dazugehört, ist man vogelfrei und schutzlos. Da Erin mal wieder ihre Arbeit verloren hat und nun auch nicht mehr zum Lotusclan gehört, sucht sie dringend nach Arbeit. Doch dann wird sie entführt und um ihr Leben zu retten, geht sie einen Pakt mit einem Dämon ein. Dennoch versucht sie ihre Seele zu retten. Als Tokito dann von einer Mordserie erschüttert wird und Erins Freundin Ryanne verschwindet, zögert sie nicht lange und versucht ihre Freundin zu retten, ohne zu ahnen, was wirklich hinter dem Ganzen steckt.

Schon als ich zum ersten Mal von diesem Buch gehört hatte, war mir klar, dass ich es lesen muss. Das japanisch angehauchte Setting trifft dabei genau meinen Geschmack und ich fand es spannend mehr über die sechs Clans zu erfahren. Auch die Darstellung von Tokito mit ihren Müllquallen und Methan-Walen war nach meinem Geschmack. Das Setting war meiner Meinung nach also absolut gelungen.

Zudem gefielen mir die Figuren sehr, da sie alle alles andere als perfekt sind und ihre Ecken und Kanten haben. Erin ist störrisch, schwierig, impulsiv und denkt wenig nach. Dafür liebt sie aber Mikko über alles und würde für ihre Freunde alles tun. Als sie den Pakt mit dem Dämon schließt, versucht sie sie selbst zu bleiben und ich muss gestehen, dass ich die Dialoge zwischen ihr und dem Dämon als unglaublich unterhaltsam empfunden habe.

Neben Erin stehen noch Ryanne und Kiran im Vordergrund und obwohl die drei Handlungsstränge zuerst nur wenig miteinander zu tun haben, fügen sie sich nach und nach zusammen und ergeben ein stimmiges Bild. Ryanne verliert ebenfalls ihre Clanzugehörigkeit und obwohl sie gut ausgebildet wurde, wirkt sie doch sehr sanft und naiv, was sich im Laufe des Buches ändert. Kiran dagegen ist ein junger Phari und seine Aufgabe ist es Verbrechen aufzuklären. Doch seine Ausbildung fällt ihm schwer, bis er die Kräfte, die er hat, wirklich versteht.

Auch der Schreibstil war nach meinem Geschmack, da alles sehr atmosphärisch geschrieben war und ich beim Lesen ein wahres Kopfkino hatte. Zudem konnte ich mich wunderbar in die Figuren hineinversetzen und ich mochte es, dass der Plot aus verschiedenen Perspektiven geschildert wurde.

Der Plot bietet so einige Überraschungen und er ist spannend, voller Action und abwechslungsreich. Mich konnte das Buch wunderbar unterhalten und auch, wenn das Ende an sich für sich alleine stehen bleiben könnte, hätte ich nichts gegen eine Fortsetzung, denn die komplex durchdachte Welt bietet noch so viel Potenzial und es wurden noch längst nicht alle Fragen geklärt. Von mir gibt es definitiv eine Leseempfehlung.

Ich liebe Bücher mit japanischem Setting und so war ich von der hier dargestellten Welt absolut begeistert. Zudem mochte ich die Figuren und den Schreibstil und auch der Plot bot einen hohen Unterhaltungswert. Für mich war dieses Buch ein Highlight und so kann ich es jedem ans Herz legen, der gerne Bücher mit japanischem Setting liest.

 

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