[Rezension] “Die Rückkehr der Zwerge 1” von Markus Heitz

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Droemer Knaur Verlag.

Es sind hunderte Zyklen vergangen, seitdem Tungdil Goldhand als Held gefeiert wurde und schließlich für immer verschwand. Niemand weiß, was wirklich mit ihm geschah. Eines Tages findet der Zwerg Goïmron ein altes Buch, das Tungdil Goldhand selbst verfasst hat und als Goïmron es liest, ist er sich sicher, dass Tungdil noch lebt. Ohne zu ahnen, wo ihn sein Abenteuer hinführen, begibt sich Goïmron auf die Suche nach ihm und schafft es Verbündete zu finden. Doch Goïmron ist kein Kämpfer und er muss sich vielen Gefahren stellen. Aufgeben ist allerdings keine Option für den jungen Zwerg und so erlebt er das Abenteuer seines Lebens.

Zwar ist es schon lange her, dass ich die ursprüngliche “Zwerge”-Reihe gelesen habe, doch als ich von dieser Fortsetzung erfuhr, war ich begeistert. Denn die “Zwerge”-Reihe gehört definitiv zu meinen liebsten Fantasyreihen und das obwohl ich zuvor Zwerge nie besonders mochte. Doch der Autor hat es geschafft, dass ich das Volk liebgewonnen habe und das mit viel Humor und Einfallsreichtum. Diese Fortsetzung spielt lange nach den Geschehnissen der vorherigen Reihe und deswegen kann man es wahrscheinlich auch lesen, ohne die andere Reihe zu kennen.

Zu Beginn gibt es eine Personenübersicht und eine Übersicht verschiedener Begriffe, was vor allem für Neueinsteiger perfekt ist, aber auch Fans helfen kann, die ihr Wissen vor und beim Lesen auffrischen wollen. So fiel mir der Einstieg in die Geschichte recht leicht. Es gibt viele verschiedene Handlungsstränge, die teils erst nach und nach einen Sinn ergeben und man muss schon etwas konzentriert lesen um die Zusammenhänge zu verstehen. Doch dann wird man mit einem spannenden und tollen Plot belohnt.

Man begleitet alte und neue Figuren auf ihrem Abenteuer und ich muss gestehen, dass ich Goïmron sehr mochte. Er ist kein typischer Held, aber geht mutig seinen Weg und schafft es andere von seinen Plänen zu überzeugen. Dabei kommt auch der typische Zwergenhumor, den man schon aus der vorherigen Reihe kennt, nicht zu kurz. Doch auch die anderen Figuren gefielen mir sehr und einmal mehr beweist der Autor, dass er ein Händchen für die Darstellung vielfältiger Charaktere hat.

Auch der Schreibstil war gewohnt großartig. Denn hier erschafft der Autor mit besonderen Worten ganze Welten, ohne das es langweilig wird. Die Beschreibungen sind unglaublich atmosphärisch und konnten bei mir ein wahres Kopfkino auslösen. Allerdings empfand ich die Gendersprache hier als nicht passend, da sie einfach nicht zum Setting passte, obwohl ich sonst eigentlich für die Gendersprache bin.

Insgesamt hat mir diese Fortsetzung sehr gefallen, allerdings kommt die Geschichte meiner Meinung nach nicht an die ursprüngliche “Zwerge”-Reihe heran. Hier fehlte mir der besondere Charme der Reihe und ich erlebte eine eher gewöhnliche Fantasygeschichte, die zwar wie erwähnt spannend und toll ist, aber ich vermisste dennoch das Außergewöhnliche der “Zwerge”-Reihe. Ich bin aber dennoch sehr gespannt auf die Fortsetzung, da hier noch viele Fragen offen bleiben.

Meiner Meinung nach reicht diese Fortsetzung nicht an die ursprüngliche Reihe heran und dennoch mochte ich die Geschichte sehr. Der Plot ist spannend und der Schreibstil bis auf die Gendersprache großartig. Von mir gibt es trotz kleinerer Kritik eine absolute Leseempfehlung.

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