[Rezension] “Im kleinen wilden Schnergenland” von Veronica Cossanteli, Edward Wyke-Smith

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Thienemann Verlag.

Pip und Flora sind, seitdem sie gleichzeitig im Sunny Bay Home ankamen, unzertrennlich. Als Waisenkinder ist das das einzige Zuhause, das ihnen bleibt. Doch dann werden die beiden bestraft und landen aus Angst vor noch mehr Ärger und dank einer gefährlichen Frau im wundersammen Land der Schnerge. Auf die beiden Kinder wartet ein unglaubliches Abenteuer voller Gefahren und seltsamer Wesen, aber auch Wahrheiten und Freundschaft.

Bisher kannte ich diesen Klassiker nicht und als ich davon erfuhr, war ich direkt Feuer und Flamme, zumal die Geschichte der beiden Waisenkinder Pip und Flora als Vorbild für “Der kleine Hobbit” diente. Ursprünglich wurde das Buch von Edward Wyke-Smith geschrieben und nun von Veronica Cossanteli neu erzählt.

Schon als das Buch bei uns ankam, waren wir von der Gestaltung begeistert, allerdings muss ich auch sagen, dass mein siebenjähriger Sohn sich mehr Illustrationen gewünscht hätte, da es viele Seiten gibt, auf denen ausschließlich Text zu sehen ist. Mein Sohn hat es einfach lieber, wenn auf jeder Seite auch Illustrationen zu sehen sind, die er sich beim Zuören anschauen kann. Dennoch mochte er die Illustrationen des Buches sehr, da sie herrlich bunt sind und wunderbar zu der Geschichte passen.

Auch die Geschichte gefiel uns, denn sie ist voller Magie und Abenteuer, Witz und tollen Botschaften. Die Kinder Pip und Flora wachsen über sich hinaus. Ihre Sichtweise auf die Dinge und die Welt der Schnerge mit all ihren Gefahren, seltsamen Wesen und alten Feindschaften, war grandios und herrlich erfrischend. Mein Sohn mochte die beiden sehr und auch ich habe es genossen Pip und Flora auf ihrem Weg zu begleiten, zumal hier eindrucksvoll gezeigt wird, dass es nicht nur Schwarz-Weiß gibt, sondern so viel dazwischen.

Der Schreibstil ist für junge Kinder schon recht anspruchsvoll, aber dafür auch sehr atmosphärisch und voll toller Beschreibungen. Ich musste zwar einige Begriffe erklären, aber das hat uns nicht groß gestört. Dafür waren die hier beschriebenen Wesen mit ihren Eigenarten und das Land der Schnerge einfach zu interessant und besonders.

Das Buch ist voller Empathie und einfach magisch. Wir waren verzaubert und gebannt, zumal das Buch wirklich spannend ist und es so einige faszinierende Wendungen gibt. Das Ende gefiel uns dann am besten und ich bin froh, dass es dieses zauberhafte Kinderbuch nun in unser Regal geschafft hat.

Dieses Buch ist magisch und voll toller Botschaften. Als Leser*in begleitet man zwei Waisenkinder, die man einfach mögen muss und erlebt mit ihnen ein besonderes Abenteuer. Zwar ist der Schreibstil nicht ganz einfach und mein Sohn hätte sich mehr Illustrationen gewünscht, aber ansonsten waren wir absolut begeistert und können dieses wirklich besondere Kinderbuch absolut empfehlen.

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