[Rezension] “Countdown- Der letzte Widerstand” von Thomas Thiemeyer

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Seit zwei Jahren ist nichts mehr, wie es einmal war. Nach einem verheerenden Stromausfall, der auch die meiste Elektronik zerstört hat, versuchen die Menschen zu überleben. Die Städte sind überfüllt, die Ressourcen knapp und nur wenige Menschen leben außerhalb der Städte. Ben ist einer von ihnen und zusammen mit seiner Familie und anderen Menschen lebt er einer Aussteigersiedlung. Als seine ehemalige Klassenkameradin Lena sich ihnen anschließt, wird sein Leben erneut auf den Kopf gestellt, denn hinter dem Stromausfall scheint mehr zu stecken, als die Menschheit bisher wusste.

Seit Jahren fiebere ich jedem neuen Buch von Thomas Thiemeyer entgegen und so war meine Freude groß, als ich von seinem neuesten Buch erfuhr, zumal der Klappentext sehr viel versprechend klang. Hier wurden viele aktuelle Themen aufgegriffen und ich mochte die Zusammenhänge sehr.

Allerdings war mir das ganze Buch leider etwas zu vorhersehbar, was mir etwas das Lesevergnügen genommen hat. Zudem ist das Buch sehr auf Action ausgerichtet und wäre auf der emotionalen Ebene noch ausbaufähig gewesen. Das ist aber nur mein sehr subjektives Empfinden. Ansonsten gefiel es mir wirklich gut.

Besonders die hier dargestellte Welt konnte mich überzeugen. Man merkt, dass der Autor sich mit dem Thema auseinandergesetzt hat und so zeigt er authentisch die Folgen eines so großen Stromausfalls. Als Leser*in begleitet man Lena und Ben, zwei junge Protagonisten, die ihren Weg gehen und versuchen etwas zu verändern. Ich mochte beide sehr gerne, vor allem da sie Ecken und Kanten haben.

Auch die anderen Figuren konnten mich insgesamt überzeugen und besonders die Rolle, die Bens Mutter einninmt, war interessant. Der Schreibstil ist gewohnt angenehm zu lesen und so flogen die Seiten nur so dahin. Zu keiner Zeit kommt Langeweile auf und ich muss sagen, dass mir das Ende des Buches sehr gefiel, weil eigentlich keine Wünsche offen bleiben.

Tatsächlich war “Countdown- Der letzte Widerstand” nicht mein liebstes Buch von Thomas Thiemeyer, aber dennoch fühlte ich mich richtig gut unterhalten, was vor allem an der interessanten Idee und deren Umsetzung lag. So kann ich das Buch trotz kleinerer Kritik, die sehr subjektiv ist, empfehlen und freue mich schon auf weitere Werke von ihm.

2 Replies to “[Rezension] “Countdown- Der letzte Widerstand” von Thomas Thiemeyer”

  1. Hallo Mandy,
    ich habe deine Rezension zum Buch schon auf Instagram gelesen. Für mich war es mein erstes Buch von Thomas Thiemeyer. In einem Punkt sind wir uns einig: Auch ich hatte das Gefühl, dass der Geschichte ein paar mehr Emotionen ganz gut getan hätten. Anfangs hatte ich meine Startschwierigkeiten. Ich wusste nicht genau wohin die Geschichte gehen soll, auch waren mir die Figuren zu blass. Im Verlauf des Buches wurde es dann, meiner Meinung nach, um einiges besser. Ich habe sogar einen “Bösewicht” ins Herz geschlossen. (Ich denke du wirst wissen, wen ich meine …). Auch war für mich der Fokus der Geschichte dann klar erkenntlich. Was die Vorhersehbarkeit anbelangt, da habe ich absolut anders empfunden. Ich habe da einige sehr überraschende Wendungen gesehen. Insbesondere, was den Fortgang der Geschichte betrifft. Ich hätte zum Beispiel nicht gedacht, dass da auch ein größerer Fantasyanteil mit einfließt.

    Liebe Grüße
    Tanja :o)

    1. Huhu Tanja,
      es freut mich, dass die Geschichte für dich unvorhersehbarer war als für mich. Ich glaube ich lese zu viele Bücher in der Richtung, denn ich hatte schon sehr früh ein Gefühl dafür, wer hinter allem steckt und wie die Geschichte weitergehen wird. Aber dennoch fand ich es gut. :)
      Liebe Grüße
      Mandy

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