[Rezension] “Tochter der Tiefe” von Rick Riordan

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Carlsen Verlag.

Zusammen mit ihrem Bruder besucht Ana Dakkar die Howard-Pencroft Academy. Doch eines Tages fliegt die Academy in die Luft und damit wird Anas einziges Zuhause, das ihr noch geblieben ist, zerstört. Seitdem ihre Eltern vor zwei Jahren ums Leben gekommen sind, sind ihr nur ihr Bruder und ihre Ausbildung geblieben. Nach und nach erfährt sie das unglaubliche Geheimnis hinter dem Tod ihrer Eltern und muss sich ihrem Schicksal stellen. Denn Ana ist die letzte Erbin von Kapitän Nemo.

Ich bin ein riesiger Fan von Rick Riordans Büchern und so war meine Freude groß als ich erfuhr, das ein neues Buch von ihm erscheinen wird. Inspiriert wurde “Tochter der Tiefe” von Jules Vernes Werken und da ich tatsächlich so einige Bücher von ihm gelesen habe, war ich sehr gespannt auf Anas Geschichte. Rick Riordan hat wie so oft etwas komplett eigenes, kreatives und ungewöhnliches erschaffen.

Schon die Ausbildung, die Ana an der Academy durchlebt, ist unglaublich interessant und besonders die verschiedenen Richtungen, in denen Kinder und Jugendliche ausgebildet werden, fand ich spannend. Man merkt direkt, dass hier alles mit dem Meer zu tun hat und schnell wurde mir auch klar, was Jules Vernes Werke mit diesem Buch zu tun haben.

Allerdings fehlte mir hier etwas der typische Humor des Autors. Das Buch war ziemlich sehr auf Action ausgelegt und nachdem die Academy zerstört wurde, geht es Schlag auf Schlag. Es passiert so unglaublich viel und über allem schwebt eine gewisse Bedrohung. Denn die überlebenden Schüler vermuten einen Verräter an der Academy und wissen nicht, wem sie trauen können. Dennoch konnte mich das Buch nicht zu hundertprozent in seinen Bann ziehen, ohne das ich genau sagen kann, woran es lag.

Ana als Protagonistin gefiel mir jedenfalls sehr. Wie für den Autor typisch stehen hier Kinder und Jugendliche im Vordergrund, die viel mehr können, als es vielleicht realistisch wäre, aber gerade das mag ich an seinen Büchern. Der Schreibstil ist gewohnt bildhaft und so flogen die Seiten nur so dahin. Zudem gibt es so einige Plot Twists. Das Ende ist dann in sich abgeschlossen und auch wenn “Tochter der Tiefe” definitiv nicht mein liebstes Buch von Rick Riordan war, habe ich es doch sehr gerne gelesen und freue mich schon jetzt auf weitere Werke von ihm.

“Tochter der Tiefe” ist ein Buch, das mich vor allem durch seine Idee überzeugen konnte, dennoch fehlte mir hier etwas um es zu einem Highlight zu machen. Alles in allem kann ich Anas Geschichte aber definitiv empfehlen und bin froh, dass das Buch übersetzt wurde.

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