[Rezension] “In unserem Universum sind wir unendlich” von Sarah Sprinz

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Thienemann Verlag.

Ansel möchte unbedingt Medizin studieren. Doch als er ein Praktikum auf der Intensivstation absolviert, ahnt er nicht, dass er sich ausgerechnet in jemanden verlieben wird, der nicht mehr lange zu leben hat. Doch dann trifft er auf Emil und kann sich ihm nicht entziehen. Also treffen sich die beiden privat weiter und schließlich beschließen sie Emils letzten Wunsch von einem Roadtrip bis nach Schottland wahr werden zu lassen.

Schon als ich zum ersten Mal von diesem Buch hörte, wusste ich, dass ich es unbedingt lesen muss. Denn solche dramatischen Liebesgeschichten haben es mir einfach angetan. Dennoch war klar, dass es sich hierbei um keine leichte Kost handelt, denn Emil hat einen Hirntumor und eine Heilung ist ausgeschlossen. Dabei ist er noch jung und hätte sein ganzes Leben noch vor sich gehabt.

Das Buch beginnt auf der Intensivstation und als Leser*in erlebt man, wie Ansel und Emil sich kennenlernen und wie Ansel nach und nach Gefühle für Emil entwickelt. Die beiden sind grundverschieden und ich mochte es, wie sie sich näher kommen und was für eine Lebensfreude Emil trotz seiner Diagnose ausstrahlt. Er hat seine ganz eigene Technik mit allem umzugehen und träumt sich in schlimmen Situationen immer in ein anderen Universum. Ansel dagegen hinterfragt immer alles und wirkt eher unsicher.

Zudem liebe ich es, dass es sich hierbei um eine queere Liebesgeschichte handelt. Trotz des wirklich schweren Themas und der teils unglaublich traurigen und bedrückenden Szenen ist die Liebesgeschichte einfach wunderschön und ich erlebte hier ein Wechselbad der Gefühle. 

Der Schreibstil ist unglaublich fesselnd und emotional. Da der Plot aus Ansel Ich-Perspektive geschildert wurde, konnte ich mich wunderbar in ihn hineinversetzen und erlebte seine Gefühle hautnah. Auch der Roadtrip gefiel mir sehr, auch wenn es schon andere Bücher gibt, die ähnlich ablaufen. Dennoch mochte ich das Setting und die Beschreibungen unglaublich gerne. 

Die Geschichte war intensiv und zeigt, wie wichtig es ist tolle Momente zu sammeln, egal wie lange man noch zu leben hat. Mich hat die Geschichte emotional sehr mitgenommen, aber gerade deswegen kann ich das Buch definitiv empfehlen.

“In unserem Universum sind wir unendlich” ist ein sehr intensives Buch, bei dem ich eine Achterbahnfahrt der Gefühle erlebte. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.

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