[Rezension] „Amrita- Am Ende beginnt der Anfang“ von Aditi Khorana

Das Copyright vom Cover liegt beim Dressler Verlag.

In Prinzessin Amritas Leben lief bisher alles so wie es sein sollte. Doch um ihr Königreich Shalingar zu retten, muss sie Sikander, einen ehemaligen Freund ihres Vaters, heiraten. Denn ansonsten führt dieser seinen Eroberungsfeldzug weiter fort und ihr Reich geht unter. Allerdings hält Sikander sich nicht an seine Vereinbarungen und Amrita kann gerade so fliehen. Zusammen mit der Sklavin und Seherin Thala gelingt ihr die Flucht und sie suchen nach einem Ausweg um ihr Schicksal zu ändern.

 
Dieses Buch ist mir alleine schon durch sein schönes Cover ins Auge gesprungen, doch leider konnte der Inhalt mich nicht mal halb so überzeugen. Dabei fand ich den Beginn noch recht schön, da hier eine persisch-/orientalische Atmosphäre entsteht und der Schreibstil sehr schön zu lesen ist.
Die Idee, dass eine junge Prinzessin heiraten muss um ihr Königreich zu retten, ist nicht neu, aber ich mochte die Idee wie Thala als Seherin einen Platz in der Geschichte findet und was für Legenden des Landes wirklich wahr sind und wie alles zusammenhängt. Der Plot an sich ist nicht schlecht. Doch vieles wirkte für mich zu übertrieben, zu unlogisch, zu abgedreht, zu unausgereift und vor allem zu vorhersehbar. Es gibt schlichtweg keine Überraschungen in dem Buch, was ich einfach langweilig fand.
Auch die Liebesgeschichte konnte mich nicht überzeugen. Denn angeblich lieben sich Amrita und ihr bester Freund Arjun schon seit längerem im Geheimen, aber alles wird viel zu schnell abgehandelt und auch wie sich in dem Punkt alles entwickelt konnte mich nicht überzeugen, da auch die Figuren ziemlich blass blieben. Einzig Amrita wird näher beleuchtet, dennoch konnte ich keinen rechten Bezug zu ihr aufbauen. 
Dafür mochte ich die entstehende Freundschaft zwischen Amrita und Thala umso mehr. Die beiden sind nicht immer einer Meinung können sich aber aufeinander verlassen. Ich hätte gerne noch mehr von Thala erfahren, weil sie eine interessante Figur war.
 
Alles wird aus Amritas Ich-Perspektive geschildert, was ich an sich sehr passend war. Wie schon erwähnt gefiel mir der Schreibstil. Denn trotz meiner Kritik konnte er mich irgendwie ans Buch fesseln. Alles ist bildlich und wirklich anschaulich geschrieben und das Buch hat durchaus Potenzial, nur leider wurde es nicht ausgeschöpft.
 
Das Ende bietet einen interessanten Abschluss, den man erst mal sacken lassen muss. Die Idee des Finales finde ich interessant. Doch leider, leider konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen.
 

Leider war „Amrita- Am Ende beginnt der Anfang“ für mich ein Flop. Vor allem die Vorhersehbarkeit der Geschichte hat mich gestört und auch sonst wurde hier viel Potenzial verschenkt. Es gibt bestimmt Fans der Geschichte, da das Buch sehr atmosphärisch ist, ich gehöre leider nicht dazu.

[Rezension] „Vom Suchen und Finden“ von Kenneth Oppel

Das Copyright vom Cover liegt beim Dressler Verlag.

Rachel und Samuel wünschen sich beide nichts mehr als Fossilien ausgraben und sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ihre Väter befassen sich ebenfalls damit, doch sie sind Rivalen und hassen sich. Rachel versucht alles um Paläontologin zu werden, doch ihr Vater wünscht sich, dass sie heiratet. Samuel dagegen möchte sich nicht mit studieren aufhalten, doch das wäre seinem Vater lieber. Durch Zufälle treffen Rachel und Samuel aufeinander und schnell fühlen sie sich trotz der Feindschaft ihrer Väter zueinander hingezogen. Als ihre Väter in den Badlands landen um Ausgrabungen zu starten, spitzt sich die Lage zu, denn beide hoffen auf den größten Dinosaurierfund, den es je gab.

„Vom Suchen und Finden“ gehört zu den Büchern, die mir beinahe entgangen wären. Dabei finde ich die Grundidee und das Setting sehr gelungen. Der wissenschaftliche Aspekt rund um Dinosaurier und auch die Ausgrabungen fand ich spannend und auch die Konflikte der rivalisierenden Väter sind sehr gut dargestellt. Hier mochte ich besonders die hitzigen Wortgefechte der beiden, die aber nicht nur bei Wortgefechten blieben, denn schon ziemlich zu Anfang prügeln sich die beiden. 
 
Auch mochte ich die Konflikte, die Rachel und Samuel mit ihren Vätern auszutragen haben, auch wenn ich sagen muss, dass der Fokus der Geschichte wirklich auf der Liebesgeschichte liegt. Dadurch wird vieles andere nur angerissen und bleibt zu oberflächig dargestellt. So tauchen hier z.B. die Sioux-Indianer auf, die etwas dagegen haben, dass in ihrem Revier Ausgrabungen durchgeführt werden. Aber dieser Aspekt wird für meinen Geschmack viel zu schnell und problemlos abgehandelt. Dabei finde ich das Thema hochspannend und es hätte so viel Potenzial gehabt, das hier leider etwas ungenutzt blieb.
Auch so lösen sich meiner Meinung nach viele Konflikte einfach zu schnell in Luft auf und alles geht irgendwie zu leicht.
 
Dafür ist die Liebesgeschichte wirklich schön dargestellt und die Verbindung zu Romeo und Julie durchweg spürbar, sodass vor allem das Ende hochdramatisch und emotional ist. Ich mochte Rachel und Samuel sehr gerne und fand ihre Gefühle authentisch dargestellt, auch wenn mir vieles zu glatt lief.
Sie haben beide nicht immer ein einfaches Leben, aber ihre Ziele vor Augen und sie waren mir beide sehr sympathisch.
 
Der Schreibstil ist sehr leicht und locker geschrieben und auch die wissenschaftlichen Aspekte sind sehr gut lesbar. Zwar zieht sich der Plot immer wieder in die Länge und ist insgesamt sehr vorhersehbar, aber dennoch schaffte es der eingängige Schreibstil, dass ich das Buch in eins lesen konnte. Der Plot wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Rachel und Samuel geschildert, was mir sehr gut gefallen hat. Dazu schreibt der Autor besonders die Dialoge mit einem gewissen Biss, was für gute Unterhaltung sorgt.

Das Ende ist wie schon erwähnt hochemotional und trotz meiner Kritik bin ich froh, dass ich das Buch gelesen habe. Aus der gelungenen Idee hätte man noch mehr herausholen können, aber dennoch konnte mich das Buch alles in allem gut unterhalten.

 

Ich habe lange überlegt, wie ich dieses Buch bewerten soll. „Vom Suchen und Finden“ hat viele positive Aspekte, aber vieles gefiel mir auch nicht so gut. Meiner Meinung nach blieb viel Potenzial ungenutzt, aber ich denke, dass besonders jüngere Leser Gefallen an der Liebesgeschichte finden dürften, denn diese mochte ich auch sehr. So vergebe ich sehr gute drei Sterne.

[Rezension] „Nightmares! Die Stunde der Ungeheuer“ von Jason Segel/Kirsten Miller

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Charlie und seine Freunde haben es geschafft die Zwillinge INK und ICK aufzuhalten. Doch auf einmal landet er jede Nacht in ICKs Albtraum. Als dann auch noch INK in seiner Schule auftaucht, ist er sich sicher, dass die Zwillinge erneut etwas planen. Und so versucht er alles um Antworten zu bekommen und die Zwilinge aufzuhalten.

Eigentlich gehöre ich ja schon längst nicht mehr zu der Zielgruppe der Trilogie, aber schon die Vorbände konnten mich begeistern, denn ich liebe die Idee und hinter dem Ganzen verbirgt sich so viel mehr als man zunächst denkt. Nachdem Charlie gelernt hat, seine Albträume zu überwinden und die Zwillinge mit Hilfe seiner Freunde aufhalten konnte, muss er sich nun neuen Aufgaben stellen in deren Mittelpunkt seine seltsame neue Lehrerin steht. 

Dafür muss er lernen, dass etwas nicht nur gut oder böse ist, alles hat zwei Seiten, was das Buch erstaunlich tiefgründig macht. Der Plot ist voller Überraschungen und spannenden Wendungen, aber auch der Witz und der Humor kommen nicht zu kurz. Es ist ein Buch voller verschiedener Facetten und einem Plot der anders ist als in den vorigen Bänden. Hier stehen weniger die Albträume und die Anderwelt im Vordergrund, sondern viel mehr die Zwillinge, über die es so einiges zu erfahren gibt.

Charlie macht hier eine tolle Entwicklung durch und besonders seine neue Lehrerin war eine interessante Nebenfigur. Aber auch die anderen Figuren des Buches konnten überzeugen und Charlie und seine Freunde sind mir richtig ans Herz gewachsen. Ich denke, dass viele junge Leser sich wunderbar mit Charlie identifizieren können, denn er ist nicht perfekt und macht seine Fehler, lernt aber auch daraus.

Der
Schreibstil ist leicht und locker zu lesen und mit viel Witz und Humor
wird hier eine gelungene Geschichte erzählt, die wirklich einiges zu
bieten hat. Für mich war es die perfekte Lektüre als ich krank war und mich nicht groß konzentrieren konnte. Für die gedachte Zielgruppe ist der Schreibstil perfekt. Alles wird aus der personalen Erzählperspektive von Charlie erzählt, was ich sehr passend finde.

Das Ende bietet einen stimmigen Abschluss einer tollen Trilogie. Alle offenen Handlungsstränge wurden beendet und ich finde das Ende wirklich gelungen. Mit diesem Ende wird diese Trilogie wunderbar abgerundet, sodass ich sie einfach nur empfehlen kann.

Dieser finale dritte Band konnte mich von vorne bis hinten überzeugen. Ich liebe die Idee der Reihe und auch wenn hier weniger die Albträume und die Wesen der Anderwelt im Vordergrund stehen, ist der Plot unterhaltsam und bietet so einiges. Diese Trilogie kann ich jedem kleinen und großen Gruselfan empfehlen.

  • Hierbei handelt es sich um den 3. Band einer Trilogie.
  • Eine Leseprobe dazu findet ihr hier: Klick
  • Es gibt eine Homepage zur Trilogie: Klick
  • Über Jason Segel erfahrt ihr hier mehr: Klick
  • Und hier über Kirsten Miller: Klick

[Rezension] „GötterFunke- Liebe mich nicht“ von Marah Woolf

Das Copyright vom Cover liegt beim Dressler Verlag.

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Jess will eigentlich nichts von Jungs wissen. Sie möchte einfach nur eine tolle Zeit mit ihrer besten Freundin in einem Sommercamp mitten in den Rockys haben. Doch als sie Cayden trifft, wackelt ihr Entschluss. Allerdings ist sie nicht die Einzige, die Interesse an ihm hat.
Cayden dagegen ist in Wahrheit Prometheus, der mit Zeus eine Abmachung getroffen hat. Sollte Cayden es schaffen ein Mädchen zu finden, dass sich nicht auf ihn einlässt, erfüllt sich endlich sein sehnlichster Wunsch und er wird sterblich.

Bisher habe ich nur den ersten Band der „Federleicht“-Reihe der Autorin gelesen, doch da er mir gefallen hatte, war ich gespannt auf das erste Buch der Autorin, das in einem Verlag erscheint. Die Idee, dass Prometheus und die anderen Götter der griechischen Mythologie real sind und auf die Erde kommen ist zwar nichts neues, doch der Wettstreit bei dem Prometheus die Chance erhält sterblich zu werden, fand ich unglaublich faszinierend und die Ausarbeitung ist gelungen.

Ich hatte zu Beginn etwas bedenken, ob mich das Buch wirklich überzeugen konnte, da es recht klischeehaft anfängt. Jess will eigentlich nichts von Jungs wissen, doch verliebt sie sich Hals über Kopf in Cayden, der zuerst wie der typische Bad Boy wirkt und sie immer wieder vor den Kopf stößt. Dabei nervte mich das Verhalten von beiden Protagonisten. Doch zum Glück dreht sich das Buch nicht nur um das Liebesdrama, sondern z.B. auch um Freundschaft, wobei mir Robyn, die beste Freundin von Jess, echt unsympathisch war.

Im Laufe des Buches konnte mich der Plot dann richtig überzeugen, denn es taucht ein Widersacher auf und Jess und ihre Freundin geraten in Gefahr. Es beginnt zwar schon am Anfang recht subtil mit einer Gefahr, da Jess und Robyn einen Autounfall haben, aber erst nach und nach wird klar, was da wirklich hinter steckt. Kombiniert wird das Ganze mit starken Emotionen, überzeugender griechischer Mythologie und einer Liebesgeschichte, die mich zwar zuerst nur genervt hat, aber doch irgendwann ein Stück weit überzeugen konnte.

Das Camp an sich war atmosphärisch und bildgewaltig dargestellt. Sowieso mochte ich den Schreibstil der Autorin sehr. Denn sie schreibt jugendlich und dabei flott und emotional. Alles wird größtenteils aus der Ich-Perspektive von Jess erzählt, aber es gibt auch einige Abschnitte mit dem Titel die Aufzeichnungen des Hermes, bei denen Hermes erzählt, was er bei dem Wettstreit und auf der Erde so sieht und zu berichten hat.

Insgesamt konnte mich das Buch einerseits überzeugen, andererseits nicht. Dieses ewige hin und her zwischen Jess und Cayden ist wirklich anstrengend, aber die Gefahr, die immer präsenter wird, macht das ganze spannend, so dass ich das Buch doch sehr gerne gelesen habe und gespannt bin, was mich im nächsten Band erwarten wird.


„GötterFunke- Liebe mich nicht“ ist ein Buch, das von mir nur knappe vier Sterne bekommt. Ich mag die Idee dahinter und vor allem die griechische Mythologie, doch die Liebesgeschichte hat stark an meinen Nerven gezogen. Dennoch gibt es vieles, was mir gefallen hat und so freue ich mich sehr auf die Fortsetzung.
  • Hierbei handelt es sich um den 1. Band einer Trilogie.
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