[Rezension] „Cat & Cole- Die letzte Generation“ von Emily Suvada

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Thienemann-Esslinger Verlag.

„[Rezension] „Cat & Cole- Die letzte Generation“ von Emily Suvada“ weiterlesen

[Rezension] „Fireman“ von Joe Hill

Die Coverrechte liegen beim Verlag: Klick

                    

Als Harpers Leben auseinanderbricht und eine Pandemie lauter Menschen in Flammen aufgehen lässt, beschließt sie den Menschen zu helfen und arbeitet im örtlichem Krankenhaus. Doch die Pandemie ist nicht aufzuhalten und immer mehr Menschen stecken sich an und verbrennen. Harper versucht alles um sich und ihr ungeborenes Kind zu retten bis sie auf den „Fireman“ trifft. Einen Mann der infiziert ist und das Feuer zu beherrschen scheint.

 
Bisher habe ich noch kein Buch von Joe Hill gelesen, aber da ich ein Fan von Endzeitromanen bin, konnte dieses Buch meine Neugierde wecken.
Die ersten zweihundert Seiten fand ich großartig. Man begleitet Harper bei dem Ausbruch der Pandemie, wie sie versucht den Menschen zu helfen und schließlich alles zu Grunde geht. Dabei kam sie mir als Protagonistin sehr stark und toll vor. Sie kämpft für ihr ungeborenes Kind und gibt nicht auf. Doch nach den zweihundert Seiten gab es für mich einige Schwächen im Buch, vor allem da ich Harpers Handlungen nicht immer nachvollziehen konnte.
 
Die Idee des Buches fand ich hingegen grandios. Vor allem wie sich die Pandemie äußert, ist einfach nur spannend. 
Nur der Plot zieht sich ab einem gewissen Punkt etwas. Das Buch beginnt sehr stark und konnte mich unglaublich in seinen Bann ziehen und irgendwann hatte ich das Gefühl, dass gerne mal etwas mehr passieren könnte. Dabei fand ich die Wendungen grandios und spannend. Vielleicht waren es mir hier auch einfach nur zu viele Seiten, denn im Großen und Ganzen fand ich das Buch wirklich unterhaltsam. 
 
Allerdings verlagert sich ab einem Punkt des Buches der Schwerpunkt. Das Endzeitszenario verschwindet in den Hintergrund und das zwischenmenschliche rückt in den Vordergrund. Das war zwar auch nicht schlecht, aber anders als ich es erwartet hätte.
 
Der Schreibstil ist sehr atmosphärisch und lässt sich trotz der Länge des Buches sehr gut lesen. Der Plot wird komplett aus Harpers Perspektive geschildert, was mir teilweise gefallen hat, aber teilweise wäre mal eine andere Perspektive zur Abwechslung nicht schlecht gewesen.
 
Alles in allem handelt es sich hierbei um einen guten Endzeitroman, der vielleicht ein paar Seiten weniger gebraucht hätte. Das Ende bietet dennoch einen gelungenen Abschluss.
 
 
Für „Fireman“ vergebe ich knappe vier Sterne. Das Buch beginnt richtig, richtig gut, wird dann aber teils zäh und anders als ich erwartet hätte. Dennoch mag ich die hier dargestellte Welt und das Buch an sich.

[Rezension] „Die Berufene“ von M. R. Carey

 
 
 

Die zehnjährige Melanie ist mit ihrem Leben eigentlich ganz zufrieden. Zusammen mit anderen Kindern lebt sie in einer Militärbasis und wird schwer bewacht. Wenn sie ihre Zelle verlassen darf, wird sie festgebunden und es herrschen strenge Sicherheitsvorkehrungen. Warum das so ist, weiß sie nicht, für sie ist das ganz normal. Doch in der Welt außerhalb gibt es „Hungernde“, Menschen die durch einen Parasiten in eine Art Zombies verwandelt wurden.
Und Melanie und die anderen Kinder scheinen der Schlüssel zu sein und werden untersucht und als Versuchskaninchen benutzt.


Ich muss gestehen, dass ich ohne die Verfilmung nie auf das Buch aufmerksam geworden wäre und dann hätte ich meiner Meinung nach etwas verpasst, denn obwohl ich schon das eine oder andere Zombiebuch oder auch Endzeitroman gelesen habe, konnte mich dieses Buch komplett überzeugen.
Es beginnt direkt mit einer bedrückenden und düsteren Atmosphäre, die sich durch das ganze Buch zieht. Man begleitet Melanie und die anderen Kinder, die aufs schlimmste behandelt werden und dabei so liebenswert sind. Schockiert von dem Ganzen konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen.

Erst nach und nach wird klar, was das Geheimnis der Militärbasis ist und wieso die Kinder so behandelt werden. Doch obwohl ich die Intension der Menschen verstehen kann, hatte ich Mitleid mit den Kindern, denn sie empfinden wie ganz normale Kinder und ich glaube nicht, dass immer der Zweck die Mittel rechtfertigt.

Schnell habe ich Sympathien für Melanie entwickelt, die ihre Lehrerin Miss Justineau über alles liebt und einfach nur lernen und leben möchte. Auch Miss Justineau mochte ich sehr, die die Kinder wirklich als Kinder ansieht und nicht als etwas anderes, obwohl sie wirklich gefährlich sein können. Die Bindung, die zwischen ihr und Melanie entsteht, finde ich tiefgreifend und überzeugend. Zum ersten Mal sieht man die Sicht eines Wesens, das nicht mehr ganz Mensch ist, aber auch nicht ganz Zombie.
Auch die anderen Figuren konnten mich überzeugen, auch wenn sie nicht immer sympathisch waren.

Der Schreibstil ist einzigartig, beschreibt vieles nüchtern und mit einem emotionalem Abstand, der einfach zum Buch passt. Dabei varriert er aber je nachdem, aus welcher Perspektive das Ganze geschildert wird, denn die Perspektive wechselt und der Schreibstil wird auch im Verlauf zunehmend emotionaler. Dabei vertieft der Autor die Figuren des Buches geschickt und man erfährt etwas über deren Hintergründe und Beweggründe.

Am Anfang ist der Plot noch recht ruhig, aber er konnte mich dennoch durchweg in seinen Bann ziehen. Im Laufe des Buches wird es spannender und actionreicher. Neue Gefahren tauchen auf und es gibt so einige überraschende und schockierende Wendungen. Vor allem das Ende war so anders als alles was ich kenne. Zuerst war ich geschockt, musste schlucken, aber nach einiger Überlegung muss ich sagen, dass das Ende konsequent und passend ist. Dieses Buch hat mich wirklich überzeugt.


„Die Berufene“ war für mich ein echtes Highlight. Der Plot ist mal etwas anderes unter den Zombie- und Endzeitromanen und es konnte mich wirklich überzeugen. Allerdings denke ich, dass das Ende die Meinungen spalten wird.

[Rezension] „Phase Null- Die Auserwählten“ von James Dashner

 
 
 

ANGST (Abteilung Nachepidemische Grundlagenforschung
Sonderexperimente Todeszone) hat nur ein Ziel. Diese Abteilung möchte den Brand, der immer mehr Menschen in Irre verwandelt besiegen. Dazu entführen sie Kinder und führen Experimente durch. Auch der fünfjährige Thomas ist eins dieser Kinder, einer der Auserwählten. Sie hoffen auf eine Heilung, doch können sie ANGST wirklich vertrauen?


Auf dieses Prequel habe ich wirklich gewartet, denn es verbindet das erste Prequel „Kill Order“ mit der eigentlichen Trilogie rund um die Auserwählten Jugendlichen, die ins Labyrinth kommen. Hier erfährt man die Vorgeschichte von Thomas, wie er zu ANGST kommt, wie er Theresa kennenlernt und auch die anderen Jugendlichen tauchen auf. Hier sind sie in einer ganz anderen Rolle zu finden und die Idee hinter dem Ganzen finde ich durchweg gelungen.

Theresa und Thomas werden besonders behandelt und Thomas lange isoliert bis er Theresa kennenlernen darf. Sie freunden sich an und so begleitet man als Leser Thomas, wie er Experimente und Tests über sich ergehen lassen muss und nie eine richtige Kindheit hatte. Hier bekommt man neue Informationen und versteht noch mehr die Zusammenhänge. In einer düsteren und gefährlichen Welt schrecken die Menschen von ANGST vor nichts zurück um ein Heilmittel zu finden.

Insgesamt habe ich diesen Band als etwas ruhiger empfunden als die bisherigen Bände, obwohl es noch manch überraschende Wendung gab. Dieses Buch ist weniger actionreich, zeigt aber die Entwicklung von Thomas und den anderen, was mir sehr gut gefallen hat. Sowieso finde ich die Darstellung der Figuren des Buches sehr gelungen, weil man so noch eine ganz andere Sicht auf die Geschehnisse der eigentlichen Trilogie hat. Man kennt Thomas schon seitdem er fünf ist und erlebt, was er durch ANGST alles durchmachen musste.

Der Schreibstil ist gewohnt fesselnd und erschafft stets eine düstere
Atmosphäre, kann aber auch hoffnungsvolle Momente heraufbeschwören und Emotionen überzeugend übermitteln.
Alles ist leicht und locker zu lesen und teils gibt es sehr kurze Sätze
um die Spannung zu steigern, was ich durchaus gelungen finde. Alles
wird aus der Perspektive (personaler Erzähler) von Thomas geschildert, was mir sehr gut gefallen hat.

Das Ende bietet einen guten Übergang und noch mal eine überraschende Wendung, die dafür gesorgt hat, dass ich manches aus der Trilogie jetzt noch in einem anderen Blickwinkel sehe. Ich empfehle allerdings zuerst die Trilogie zu lesen, weil einem ansonsten zu vieles vorweg genommen wird.


Dieses Prequel bietet eine gelungene Ergänzung zu dem vorherigem Prequel und der eigentlichen Trilogie. Ich kann es jedem Fan der Reihe absolut empfehlen und schon jetzt freue ich mich auf weitere Werke des Autors.


[Rezension] „Endgame- Die Hoffnung“ von James Frey

 

Das Spiel um das Ende der Welt geht weiter. Der Erdschlüssel wurde gefunden und das Ereignis, dass die Menschheit fast komplett auslöschen wird, steht kurz bevor. Als nächstes müssen die verbliebenen Spieler den Himmelsschlüssel finden und jeder versucht auf seine Art zu überleben und zu gewinnen. Denn auf ihren Schultern lastet das Schicksal der Menschen, die sie lieben…


Nachdem mir der erste Band von „Endgame“ mit etwas Eingewöhnungszeit sehr gut gefallen hatte, war ich gespannt darauf, wie sich die Geschichte rund um Endgame und das Schicksal der zwölf Geschlechter entwickelt, denn die Reihe kann mich immer wieder mit gelungenen Wendungen überraschen und ich wusste zu keiner Zeit worauf das alles hinausläuft.
Ich muss sagen, dass mir dieser zweite Band besser gefallen hat, was einerseits daran lag, dass weniger Spieler im Vordergrund stehen und manche Tod sind und ich so mit der Fülle an Namen, die teils sehr ungewöhnlich sind, weniger Probleme hatte und andererseits daran, dass so gut wie keine ellenlangen Zahlenreihen und tausend Fußnoten in dem Buch existieren, sodass der Lesefluss nicht mehr gestört wird.

Schon von der ersten Seite an war ich wieder völlig gefesselt. Wie auch im Vorband wird der Plot aus verschiedenen Perspektiven der Protagonisten geschildert, die immer als Überschrift über dem Kapitel stehen. Allerdings wird alles eher als allwissender Erzähler geschildert, erinnert stellenweise aber auch an eine personale Erzählperspektive. Diese Art des Erzählens finde ich gelungen um einen Überblick über die teils komplexen Geschehnisse zu behalten.

Der Plot ist spannend, blutig, teils sehr brutal und grausam, aber voller Nervenkitzel und Action. Wie schon erwähnt, gibt es viele überraschende Wendungen und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Idee der Außerirdischen, die Endgame veranstalten und die zwölf Geschlechter die dafür trainiert wurden, finde ich einfach nur spannend und faszinierend und obwohl man manchmal das Gefühl hat, sowas in der Art schon mal gelesen zu haben, ist es dennoch irgendwie neu und konnte mich daher überzeugen.

Der Schreibstil ist sehr bildlich, wirkt manchmal sehr kurz mit teilweise nur einem Wort als Satz, was die Spannung zusätzlich hebt und dafür sorgt, dass die Seiten beim Lesen nur so verfliegen. Stellenweise wird alles nüchtern und emotionslos erzählt und dann häufen sich wieder Emotionen, je nachdem welcher Protagonist gerade im Mittelpunkt steht. Denn hier wurden sehr gut die unterschiedlichen Wesenszüge und Eigenarten der grandios ausgearbeiteten Protagonisten dargestellt.

Das Ende ist noch mal richtig spannend und endet mit einem Cliffhanger, der mich nun sehnsüchtig auf den nächsten Band warten lässt.


„Endgame- Die Hoffnung“ war für mich eine grandiose Fortsetzung voller Spannung und überraschenden Wendungen. Die Idee und die Ausarbeitung des Ganzen finde ich gelungen und das Buch flog beim Lesen nur so dahin. Allerdings könnte es für zartbesaidete Leser etwas zu heftig sein, weil es doch manchmal sehr brutal und blutig ist. Wer Endzeitgeschichten mag, dürfte hier aber auf seine Kosten kommen.