[Rezension] „Fireman“ von Joe Hill

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Als Harpers Leben auseinanderbricht und eine Pandemie lauter Menschen in Flammen aufgehen lässt, beschließt sie den Menschen zu helfen und arbeitet im örtlichem Krankenhaus. Doch die Pandemie ist nicht aufzuhalten und immer mehr Menschen stecken sich an und verbrennen. Harper versucht alles um sich und ihr ungeborenes Kind zu retten bis sie auf den „Fireman“ trifft. Einen Mann der infiziert ist und das Feuer zu beherrschen scheint.

 
Bisher habe ich noch kein Buch von Joe Hill gelesen, aber da ich ein Fan von Endzeitromanen bin, konnte dieses Buch meine Neugierde wecken.
Die ersten zweihundert Seiten fand ich großartig. Man begleitet Harper bei dem Ausbruch der Pandemie, wie sie versucht den Menschen zu helfen und schließlich alles zu Grunde geht. Dabei kam sie mir als Protagonistin sehr stark und toll vor. Sie kämpft für ihr ungeborenes Kind und gibt nicht auf. Doch nach den zweihundert Seiten gab es für mich einige Schwächen im Buch, vor allem da ich Harpers Handlungen nicht immer nachvollziehen konnte.
 
Die Idee des Buches fand ich hingegen grandios. Vor allem wie sich die Pandemie äußert, ist einfach nur spannend. 
Nur der Plot zieht sich ab einem gewissen Punkt etwas. Das Buch beginnt sehr stark und konnte mich unglaublich in seinen Bann ziehen und irgendwann hatte ich das Gefühl, dass gerne mal etwas mehr passieren könnte. Dabei fand ich die Wendungen grandios und spannend. Vielleicht waren es mir hier auch einfach nur zu viele Seiten, denn im Großen und Ganzen fand ich das Buch wirklich unterhaltsam. 
 
Allerdings verlagert sich ab einem Punkt des Buches der Schwerpunkt. Das Endzeitszenario verschwindet in den Hintergrund und das zwischenmenschliche rückt in den Vordergrund. Das war zwar auch nicht schlecht, aber anders als ich es erwartet hätte.
 
Der Schreibstil ist sehr atmosphärisch und lässt sich trotz der Länge des Buches sehr gut lesen. Der Plot wird komplett aus Harpers Perspektive geschildert, was mir teilweise gefallen hat, aber teilweise wäre mal eine andere Perspektive zur Abwechslung nicht schlecht gewesen.
 
Alles in allem handelt es sich hierbei um einen guten Endzeitroman, der vielleicht ein paar Seiten weniger gebraucht hätte. Das Ende bietet dennoch einen gelungenen Abschluss.
 
 
Für „Fireman“ vergebe ich knappe vier Sterne. Das Buch beginnt richtig, richtig gut, wird dann aber teils zäh und anders als ich erwartet hätte. Dennoch mag ich die hier dargestellte Welt und das Buch an sich.

4 Replies to “[Rezension] „Fireman“ von Joe Hill”

  1. Hi Mandy,

    eigentlich wollte ich das Buch auch sehr gerne lesen, allerdings haben mich die "Längen" in der Geschichte (was ich in einigen Rezis gelesen hatte) abgeschreckt. Schade, denn ich finde seinen Schreibstil und die Ideen (auch hier) richtig klasse.

    Liebe Grüße,
    Uwe

  2. Hallo Mandy,

    ich lese das Buch gerade und bin bisher sehr angetan vom Stil. Ich bin allerdings auch noch recht am Anfang, von daher kann ich noch nicht sagen ob ich es teils zu langatmig finde. Der Ansatz des Buches überzeugt mich bisher aber.

    Gruß
    Annett

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