[Rezension] „Das Zeiträtsel“ von Madeleine L’Engle

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Die dreizehnjährige Meg und ihr fünfjährigen Bruder Charles haben es nicht leicht. Sie ist ein Mathegenie und er für sein Alter extrem intelligent und hat eine seltsame Fähigkeit. Sie leben zusammen mit ihren zwei Brüdern und ihrer Mutter, ohne zu wissen, ob ihr Vater noch lebt, der seit Jahren verschwunden ist. Eines Nachts erhalten sie seltsamen Besuch und erfahren, dass ihr Vater auf dem Planeten Camazotz gefangen gehalten wird. Und nur Meg und Charles haben die Chance ES, das Böse schlechthin, zu besiegen und ihren Vater zu befreien. So beginnt eine abenteuerliche und gefährliche Reise.

Als ich zum ersten Mal den Trailer zu dem Kinofilm gesehen hatte, wollte ich das Buch lesen. Die Idee dahinter finde ich sehr gelungen. Die Reise durch Zeit und Raum und wie die Figuren fremde Planeten bereisen, fand ich einfach faszinierend. Es eine Zeitreisegeschichte der anderen Art.
Doch leider konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen.

Es fing schon beim Schreibstil an, mit dem ich mich wirklich schwer getan habe und der mich auch als zehnjährige wohl nicht gefesselt hätte. Alles wirkt abgehakt, teils hochgestochen geschrieben und es reiht sich lieblos Satz an Satz, was irgendwie kein flüssiges Bild ergibt. Emotionen sind bei mir gar nicht angekommen und die Figuren blieben mir völlig fremd, so dass ich Probleme hatte mich überhaupt in sie hineinzuversetzen.

Vor allem, da die Protagonisten wirklich seltsam waren, auch wenn das eigentlich nicht schlecht sein muss. Es dreht sich alles um Meg, Charles und um deren vierzehnjährigen Nachbarn und alle drei sind Außenseiter. Eines Tages tauchen drei mysteriöse Frauen in ihrem Leben auf, die ihnen helfen. An sich finde ich die Eigenarten der Protagonisten zwar interessant, aber vor allem mit Charles Art hatte ich meine Probleme und es fiel mir schwer in meinem Kopf seine Art mit einem fünfjährigen zu vereinbaren, da er sich altklug ausdrückt und einfach nicht wie ein Kind redet. Aber auch zu den anderen Figuren habe ich keinen rechten Zugang gefunden.

Die Idee von ES fand ich sehr interessant und auch der Kampf dagegen nicht schlecht, auch wenn mir das alles zu schnell abgehandelt wurde. Ich hätte mir bei so vielem im Buch mehr Erklärungen gewünscht, mehr Zusammenhänge und auch irgendwie mehr Zeit, damit sich alles entfalten kann. Dafür finde ich es toll, wie hier Familie, Zusammenhalt und Mut im Fokus steht.

Alles in allem konnte mich das Buch aber kaum fesseln, es war recht vorhersehbar und langweilig und obwohl ich dennoch sehr gespannt bin wie der Film wird, kann ich das Buch leider nicht empfehlen.

Auf „Das Zeiträtsel“ hatte ich mich eigentlich sehr gefreut. Denn es versprach ein tolles Fantasyabenteuer, leider kam ich mit dem Schreibstil, den Figuren und auch mit dem Plot an sich nicht wirklich zu recht. Dabei steckt in dem ganzen so viel Potenzial. Nun bin ich gespannt, ob mich die Verfilmung mehr überzeugen kann.

[Rezension] „Kinder des Nebels- Die Nebelgeborenen 1“ von Brandon Sanderson

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Das einfache Volk wird vom Adel beherrscht. Der Oberste Herrscher Lord Ruler, ein gottgleiches, unsterbliches Wesen, herrscht unbarmherzig und das Volk der Skaa wird unterdrückt und als Sklaven behandelt. Kelsier möchte sein Volk befreien und alles ändern, denn er beherrscht mächtige Magie. Und so versammelt er Rebellen um sich um den Herrscher zu stürzen.

Nachdem ich den fünten Band dieser Reihe gelesen hatte, der 300 Jahre nach den Geschehnissen rund um Kelsier spielte, war ich neugierig auf diese – für mich – Vorgeschichte. So habe ich mich sehr gefreut, als ich erfahren habe, dass es eine Neuausgabe geben wird und konnte diese gar nicht erwarten.

Zu Beginn wird man als Leser intensiv in die Welt eingeführt und lernt die besondere Magie der Allomantie kennen, die ich schon aus dem fünften Band kannte. Dieses Magiesystem konnte mich schon zuvor begeistern, da es anders ist. Es hat viel mit Metallen zu tun und wird hier sehr gut erklärt und mit dem Glossar am Ende des Buches noch weiter vertieft.

Dazu gibt es eine Karte, die hilft sich in der Welt des Buches zurechtzufinden, da es am Anfang doch sehr viele Begriffe sind und wenig passiert. Dabei fand ich die dargestellte Welt faszinierend, wenn auch trostlos. Die Welt ist eine Einöde und es gibt kaum noch Pflanzen. Dadurch, dass zu Beginn nur wenig passiert, ist der Anfang etwas zäh, aber hat man das überwunden, wird man mit einem spannende Fantasyroman belohnt. 

Kelsier dürfte als Skaa eigentlich gar keine Allomantie beherrschen, weil diese Magie eigentlich nur für die Verbündeten des Obersten Herrschers gedacht war. Doch in seltenen Fällen entkommen Skaa-Frauen, die zur Unterhaltung des Adels dienten und daraus kann dann ein Kind entstehen, dass die Allomantie beherrscht. So ist Kelsier nicht nur eine Rarität, sondern kann vielleicht wirklich die Skaa befreien. Als er auf das Straßenmädchen Vin trifft, nimmt er sie bei sich auf und lehrt sie, was er weiß.
Ich mochte die Figuren des Buches sehr, vor allem, weil sie sich weiterentwickeln und jeder seine Ecken und Kanten hat.

Der
Plot wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was ich sehr passend
fand. Und auch der Schreibstil an sich ist genial. Brandon Sanderson
schreibt bildgewaltig, voller Emotionen und Tiefgang, aber auch sehr
atmosphärisch und mit einem gewissen Witz und Sarkasmus. 

Das Buch ist spannend, vielfältig, es gibt unglaublich viel zu entdecken und überraschende Wendungen. Nach dem schon erwähnt zähen Einstieg, flogen die Seiten beim Lesen nur so dahin. Besonders toll finde ich, dass dieser Band in sich abgeschlossen ist, aber noch viel Potenzial für die Folgebände bietet.
Außerdem kommt Brandon Sanderson ganz ohne die typischen Fantasyklischees wie Zwerge, Drachen und ähnliches aus.

Mich konnte dieser Auftakt trotz des zähen Anfangs sehr gut unterhalten, sodass ich mich sehr auf die Fortsetzung freue. Besonders das Magiesystem hat es mir angetan und so kann ich diese Reihe jedem Fantasyfan empfehlen.

  • Hierbei handelt es sich soweit ich weiß um den 1. von 7 Bänden. 
  • Außerdem handelt es sich hierbei um eine Neuausgabe.
  • Hier findet ihr eine Leseprobe dazu: Klick
  • Über den Autor erfahrt ihr hier mehr: Klick
  • Seine Homepage findet ihr hier: Klick

[Rezension] „Spinnenherz- Elemental Assassin 9“ von Jennifer Estep

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Gin Blanco würde für ihre Freunde und ihre Schwester alles tun. Denn wenn Gin einmal jemanden in ihr Herz gelassen hat, hat derjenige dort einen festen Platz. Als ausgerechnet die Zwergin Sophia vor ihren Augen entführt wird, zögert sie nicht lange und beschließt diese zu retten. Und das obwohl die Lage aussichtslos erscheint. Doch Gin würde eher sterben als Sophia im Stich zu lassen.

 

Die „Elemental Assassin“-Reihe ist einfach großartig und obwohl ich sonst lange Reihen meide, kann ich von dieser hier einfach nicht genug bekommen. Deshalb habe ich vor jedem neuen Band Angst, dass mich dieser enttäuscht, da ich riesige Erwartungen daran habe. Zum Glück ist das bisher nicht passiert und auch diese Fortsetzung konnte mich erneut überzeugen.

Ich liebe den Weltenentwurf der Reihe und die damit verbundene Magie, aber auch die Darstellung der Wesen, wie z.B. der Zwerge fand ich gelungen. In jedem Band gibt es neues zu entdecken und nie wird es langweilig. Auch diese Fortsetzung ist blutig, spannend, actiongeladen und voller Emotionen. Gin hat kein Problem damit zu töten und wird es auch nie haben. Sie ist nicht umsonst die gefürchtete „Spinne“. Dabei ist sie eiskalt und berechnend. Einzig ihrer selbstgewählten Familie gegenüber taut sie auf. Sie ist tough, stark und hat einen schwarzen Humor, der es in sich hat. Seit dem ersten Band hat sie eine enorme Entwicklung durchgemacht und ich finde es spannend sie auf ihrem weiteren Weg zu begleiten, denn mittlerweile ist sie mir trotz ihrer mörderischen Eigenschaften sehr ans Herz gewachsen.

In diesem Band erfährt man mehr über Sophies Vergangenheit, wieso ihre Stimme so zerstört ist und was damals geschah, denn sie wird von dem Mann entführt, vor dem Fletcher Lane sie vor knapp 50 Jahren gerettet hat. 
Toll finde ich es auch, dass Owen wieder mehr in den Fokus gerät und Gin und er sich langsam wieder annähern, denn die beiden sind für mich das Traumpaar schlechthin.

Was ich ebenfalls gelungen finde, ist, dass Gin nicht automatisch immer gewinnt, was das Ganze spannender und authentischer macht, aber dennoch gibt sie nie auf. Ich finde die Figuren des Buches wirklich genial, egal ob es sich dabei um Gin handelt oder jemanden anderes.

Der Schreibstil ist wie immer großartig, leicht und locker zu lesen, voller
Emotionen und unglaulich atmosphärisch. Ich hatte das Gefühl wirklich
hautnah dabei zu sein. Alles wird aus Gins Ich-Perspektive geschildert
und die Art, wie die Autorin schreibt, passt wunderbar zu Gin, da sie
kein Blatt vor den Mund nimmt.

Das Ende gefiel mir ebenfalls, da es spannend war, es in dem Buch insgesamt einige Wendungen gab und das Ende das Buch wunderbar abschließt. Viel zu schnell war Gins aktuelles Abenteuer vorbei und ich warte nun ungeduldig auf die Fortsetzung.

„Spinnenherz“ ist eine Fortsetzung, die es in sich hat und mir erneut gezeigt hat, wieso diese Reihe eine meiner liebsten ist. Wer auf der Suche nach einer Reihe mit einer starken Protagonistin, einem gelungenen Weltentwurf und einem spannenden Plot ist, sollte sich diese Reihe nicht entgehen lassen.