[Rezension] Gunter Dueck- Ankhaba: Aufstieg und Zerfall der Untoten und ein menschliches Ende

 
 

Titel: Ankhaba- Aufstieg und Zerfall der Untoten und ein menschliches Ende

Autor: Gunter Dueck
Genre: Science Fiction, Fantasy & Horror
Verlag: epubli GmbH (2. März 2012)
ISBN: 3844218793

E-Book: 268 Seiten
Preis: 5,99 €

Kurzbeschreibung:
Eine mystisch-philosophische Erzählung in eine quirlige
Vampir-Weltuntergangstragödie verpackt! Gunter Dueck schreibt in
gemessenen, oft ausdeutungsfähigen Sätzen, die wie eine Mischung aus
Märchenton und Bibeldiktion anmuten. Eine ganze Familie wird „gebissen“
und gerät in immer wieder überraschendste Verwicklungen, die zu tiefen
Einsichten in den Urgrund der Welt führen. Sie erfahren, wie sich die
Glaubenssätze verschiedener Weltreligionen in makabrer Weise als
„richtig“ erweisen. Vordergründig herrscht Action ohne Ende – fast alle
Leute werden zu Vampiren und müssen nun
industriell Menschen züchten, um Blut zu produzieren. Die Protagonisten
suchen derweil die „Erklärung der Welt“ in den heiligen Stätten
Ägyptens, finden das Ankhaba und retten wenigstens alle Seelen. Das Buch
ist nur formal ein „Vampirroman“; es ist aber weder „Roman“ noch
„Vampirgeschichte“, sondern mehr eine metaphysische Reise.
Quelle: Verlag
 

Rezension
Die Geschichte:

Es fällt mir extrem schwer zu diesem Buch eine Rezension zu verfassen. Einerseits ist der Inhalt so komplex, dass es fast unmöglich ist, den in wenigen Worten zusammen zu fassen, andererseits hatte ich mir von dem Buch leider was ganz anderes erwartet.Der Klappentext weißt auf einen Teil der Geschichte hin, der erst recht spät an Bedeutung gewinnt. Das ist etwas irreführend. Das Buch beginnt damit, dass Martha zusammen mit Brain, ihren beiden Kindern und ihrem Mann Otto ein Auto in die Luft sprengen will, um eine Protestaktion zu starten. Dabei kommt es zu einem Unglück, ausgelöst durch einen Vampir und Otto stirbt. Nach und nach werden die anderen vier auch zu Vampiren und es vergeht eine sehr lange Zeitspanne, in der Brain quasi bewusstlos vor Schmerzen ist, Martha alt wird und Leon (ihr Sohn) ein Vampirimperium aufbaut. Er züchtet Menschen als Nahrung, da es kaum noch welche gibt.

Der Teufel hat das alles ausgelöst und beeinflusst, damit er mit der Seelenreinugung vorankommt.

Dieses Buch ist definitiv kein normaler Roman. Es ist laut dem Autor eher wie ein Märchen gedacht, was leider die Protagonisten sehr blass erscheinen lässt (siehe unter Protagonisten).
Es kommen sehr viele Begriffe aus der ägyptischen Mythologie und mir ist es als Nichtkenner teilweise sehr schwer gefallen, damit nicht durcheinander zukommen. Zum Schluss konnte ich die Begriffe verstehen und es fiel mir deutlich leichter dem Erzählstrang zu folgen. Das letzte drittel hat mir dann auch recht gut gefallen.
Ich würde sagen, das Buch ist eher an Leser gerichtet, die schon Werke von Gunter Dueck kennen und mögen und nicht auf leichte Kost stehen.
Mir ist es vor allem der Anfang sehr schwer gefallen, da ich erstens mit was anderem gerechnet habe und zweitens den Haupterzählstrang weder gesehen, noch verstanden habe. Das wird alles sehr spät aufgeklärt.

Alles in allem hat mir das Buch in der ersten Hälfte gar nicht gefallen, in der zweiten mäßig bis richtig gut.

Die Protagonisten:

Die Protagonisten werden alle nur schwach beleuchtet und bis zum Schluss konnte ich mich weder in sie hineinversetzten, noch Sympathie für diese entwickeln. Die Handlungsweisen sind konvus und man erfährt wenig über die Hintergründe der Personen. Was zwar gewollt ist, mich aber eher gestört hat.

Der Schreibstil:

Der Schreibstil ist zwischenzeitlich sehr trocken, mit vielen Erklärungen, die aber auch benötigt werden. Zeitweise vermag Gunter Dueck aber auch Spannung aufzubauen. Die Gefühle und Gedanken sind schwer nachzuvollziehen und die Schreibweise als Märchen ist sehr gewöhnungsbedürftig.

Das Cover/der Buchtitel:

Das Cover ist sehr interessant und geheimnisvoll und hat mit dazu geführt, dass ich es gelesen habe. Der Titel „Ankhaba“ lässt schon etwas auf den ägyptischen Hintergrund schließen und nimmt dann auch im letzten Teil des Buches an Bedeutung zu.

Fazit:
Das Fazit fällt mir sehr schwer, da ich es an manchen Stellen richtig gut fande, an anderen nur sterbenslangweilig und konfus.
Dieses Buch ist definitv nur etwas für Leser, die einen etwas anderen Roman suchen, denn da werden sie nicht enttäuscht. Für mich war das Buch in großem und ganzen leider nichts.
 
 

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