[Rezension] Beth Revis- Godspeed: Die Reise beginnt

 
 
Titel: Godspeed- Die Reise beginnt
Originaltittel: Across the Universe
Autor: Beth Revis
Genre: Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter: 14-17 Jahre)
Verlag: Dressler (August 2011)
ISBN: 978-3791516769
Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Preis: 19,95 €

 
Kurzbeschreibung:

Die Welt von morgen – ein Thriller der Extra-Klasse Die 17-jährige Amy
ist einer der eingefrorenen Passagiere an Bord der „Godspeed“. Sie und
ihre Eltern sollen am Ende der Reise zu einem neuen Planeten wieder
erweckt werden 300 Jahre in der Zukunft. Doch Amys Kühlkasten wird zu
früh abgeschaltet. Wollte jemand sie ermorden? Gewaltsam ins Leben
zurückgerissen, findet sie sich in einer fremden Welt wieder, in der
alle Menschen einem tyrannischen Anführer folgen. Nur einer widersteht:
der rebellische Junior, der sich fast magisch angezogen fühlt von Amy.
Gemeinsam versuchen die beiden, den schrecklichen Geheimnissen der
„Godspeed“ auf die Spur zu kommen. Doch kann Amy Junior trauen? Eine
packende Gesellschaftsvision und ein fesselnder Pageturner um eine große
Liebe, der Traum von Freiheit und tödliche Gefahren. Erster Band der
Trilogie.
Quelle: Verlag
Rezension

 

Die Geschichte:
 
Die Geschichte beginnt direkt spannend und emotional. Amy muss sich entscheiden, ob sie sich mit ihren Eltern einfrieren lässt und 300 Jahre später auf einem unbekannten Planeten wieder aufgetaut wird oder ob sie auf der Erde bleibt. In der Kurzbeschreibung wird schon ersichtlich, wie sie sich entscheidet. Sie lässt sich einfrieren und man erfährt genau, wie sich das für sie anfühlt und ihr Kryoschlaf verläuft.
Als sie dann aufgetaut wird, lernt man die Godspeed und deren Bewohner kennen und es scheint jemandem auf dem Raumschiff zu geben, der die Menschen in den Kühlkammern tot sehen will. Amy versucht sich in der für sie völlig neuen Welt zurechtzufinden und gleichzeitig sorgt sie sich um ihre Eltern, der Anführer droht ihr und die meisten Menschen halten sie für einen Freak. Dazu kommt, dass sie nicht weiß, wem sie trauen soll und die Ereignisse kommen ins Rollen.
 
Mir gefällt es sehr gut, wie die einzelnen Aspekte der Geschichte beschrieben sind. Als Leser bekommt man einen guten Überblick über die Godspeed und wie das System dort funktioniert. Nach und nach kommen viele Geheimnisse zu Tage, die mir immer Lust auf mehr gemacht haben. Das Buch ist wunderbar durchdacht und hat mich sehr schnell in seinen Bann gezogen. Dabei ist die Handlung nicht vorhersehbar, sondern hat mich oft überrascht.
Amys Gefühle sind sehr authentisch und mitreißend geschildert.
Dazu gefällt mir die ganze Idee der Godspeed und wie die einzelnen Systeme funktionieren. Hier lernt man eine neue Gesellschaftsstruktur kennen, die durch Autorität und Gehorsam besticht.
Es gibt auch viele erschreckende Aspekte, wie z. B. die Paarungszeit, die hormonell gesteuert wird. Ethische Fragen werden aufgeworfen und es ist erschreckend, wie sehr sich Amys Meinung von der Meinung des Ältesten (der Anführer der Godspeed) unterscheidet. 
Die Beziehung von Junior und Amy entwickelt sich langsam und nicht überzogen. Die Beiden lernen sich nach und nach kennen und das Buch kommt ganz ohne schnulzige Liebesszenen aus.
 

Die Protagonisten:

Amy ist mir sehr schnell ans Herz gewachsen. Sie ist eine starke Protagonistin, die sich trotz ihres schweren Schicksals nicht unterkriegen lässt. Sie vermisst die Erde und ihre Eltern und wird fast nur feindselig behandelt. Das stelle ich mir nicht einfach vor. Dennoch gibt sie nicht auf und versucht ihre Eltern zu beschützen und den mutmaßlichen Mörder zu finden. Allerdings handelt sie dabei vielleicht manchmal zu impulsiv und begibt sich zu sehr in Gefahr, aber ich denke, das gehört einfach zu ihrem Wesen.
Über Junior erfährt man eigentlich nur oberflächig etwas und ich finde es erschreckend, wie wenig er über die Godspeed weiß und dass er erst alles hinterfragt, als Amy ihn darauf aufmerksam macht. Er wirkt nicht wie ein Anführer und ich bin gespannt, ob er noch in die Rolle hineinwächst, da er der nächste Anführer sein wird.
Die Nebenfiguren erscheinen mir etwas flach. Man erfährt nur wenig über die Hintergründe und so kann ich die Handlungsweisen nicht immer nachvollziehen.

   
Der Schreibstil:  
 
Der Schreibstil ist einfach gehalten und flüssig zu lesen, dabei aber emotional und detailliert. Mir wurde beim Lesen zu keiner Zeit langweilig und die Handlung ist insgesamt spannend geschildert.
 
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Amy und Junior beschrieben, so dass man als Leser näher am Geschehen dran ist. Das hat mir hier gut gefallen und mit zu meinem Lesevergnügen beigetragen.
 

Das Cover/der Buchtitel:

Das Cover gefällt mir nicht so gut. Die Farben sind etwas nichtssagend und die Gesichter wirken ausdruckslos. Alles in allem also nicht so der Blickfänger.
Der Titel passt aber sehr gut zu dem Buch, da es ja fast komplett auf der Godspeed spielt.
 
Fazit: 
 
Hierbei handelt es sich um einem überzeugenden Auftakt einer Trilogie, mit einer spannenden Handlung, einer erschreckenden Gesellschaftsstruktur und ethischen Aspekten, die zum Nachdenken anregen. Einzig die Protagonisten konnten mich nicht völlig überzeugen.
 

 

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