[Rezension] Ursula Poznanski- Die Verratenen

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Titel: Die Verratenen
Autor: Ursula Poznanski

Genre: Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahre)
Verlag: Loewe (Oktober 2012)
ISBN: 978-3785575468
Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Preis: 18,95 €

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Kurzbeschreibung:

Sie ist beliebt, privilegiert und talentiert. Sie ist Teil eines
Systems, das sie schützt und versorgt. Und sie hat eine glänzende
Zukunft vor sich Rias Leben könnte nicht besser sein. Doch dann wendet
sich das Blatt: Mit einem Mal sieht sich Ria einer ihr feindlich
gesinnten Welt gegenüber und muss ums Überleben kämpfen. Es beginnt ein
Versteckspiel und eine atemlose Flucht durch eine karge, verwaiste
Landschaft. Verzweifelt sucht Ria nach einer Erklärung, warum ihre
Existenz plötzlich in Trümmern liegt. Doch sie kann niemandem mehr
vertrauen, sie ist ganz auf sich allein gestellt.
Quelle: Verlag

Über die Autorin: 

Ursula Poznanski, geboren in Wien, studierte sich einmal quer durch das
Angebot der dortigen Universität, bevor sie nach zehn Jahren die
Hoffnung auf einen Abschluss begrub und sich als Medizinjournalistin dem
Ernst des Lebens stellte. Nach der Geburt ihres Sohnes begann sie
Kinderbücher zu schreiben. Aufgrund des Erfolges ihres ersten
Jugendbuchs „Erebos“, das in mehr als 26 Sprachen übersetzt und u. a.
den Deutschen Jugendliteraturpreis (Jugendjury) gewann, wagte sie den
Sprung ins hauptberufliche Autorenleben. Mit ihrer Familie lebt sie im
Süden von Wien.
Quelle: Verlag

Rezension

 

Die Geschichte:
Ria ist in einer Sphäre aufgewachsen, umgeben von Schnee und Eis, lebt sie geborgen in der Wärme. Sie zählt zu den Besten in ihrer Ausbildung und soll irgendwann eine tragene Rolle in der Regierung haben.
Doch dann belauscht sie ein Gespräch und ohne zu wissen warum, wird sie mit fünf anderen des Verrates beschuldigt und Rias behütetes Leben ist vorbei…
Die Geschichte spielt in einer dystopischen Welt in der es Menschen gibt, die in den sogenannten Sphären leben, umgeben von Glaskuppeln und Wärme, aber auch Menschen, die sich außerhalb durchschlagen müssen. 
Für eine Dystopie ist mir der Einstieg erstaunlich leicht gefallen, da es nur wenige unbekannte Begriffe gibt, die aber schnell erklärt werden. Bei vielen Dystopien hatte ich sonst immer erst das Gefühl von Begriffen und Eindrücken erschlagen zu werden, dass das hier nicht der Fall war, hat mir mehr als gut gefallen. Ich konnte mir durch detailreiche und anschauliche Beschreibungen sehr schnell ein Bild von der Welt machen, in der Ria lebt und bin sehr schnell völlig in das Buch versunken.
Dabei kann ich mir solch ein Szenario und auch das System in dem Ria lebt sehr gut vorstellen. Alles ist logisch und völlig überzeugend. Zwar gibt es hier Parallelen zu anderen Dystopien, aber ich denke, dass das anders gar nicht möglich ist.
Der ganze Plot ist ebenfalls sehr gut durchdacht und bietet viel Stoff zum Nachdenken. Es kommt beim Lesen nie Langeweile auf, da es stets spannend, atemberaubend und absolut fesselnd ist.
Ich konnte mich immer nur sehr schwer von dem Buch lösen.  
Zum Schluss bleiben noch viele Fragen ungeklärt, die mich auf eine grandiose Fortsetzung hoffen lassen. 
 
Die Protagonisten: 
 
Ria ist mir von den ersten Seiten an sympathisch gewesen. Zu Beginn glaubt sie noch fest an das System und hat eine interessante Ausbildung genossen. Sie kann Menschen lesen wie Bücher und ist eine sehr erstaunliche Hauptprotagonistin, die schnell dazu lernt und nicht aufgibt.
Aureljo ist Rias Freund. Er ist sehr hilfsbereit und mir etwas zu glatt. Ein paar Makel hätten ihm nicht geschadet. Er wurde als Anführer ausgebildet und ist einer der Verratenen.
Ein paar Nebenprotagonisten bleiben zwar etwas blass beschrieben, aber das macht der Geschichte keinen Abbruch, weil die Hauptptotagonisten sehr gut und authentisch ausgearbeitet sind. 
 

Der Schreibstil:  

Der Schreibstil ist locker und leicht, dabei aber spannend und detailreich. Ursula Poznanski vermag es den Leser an das Buch zu fesseln und Emotionen zu übermitteln.

Die Geschichte ist aus der Sicht von Ria erzählt (Ich-Perspektive), was ich hier als besonders ansprechend empfunden habe, da Ria aus der kleinsten Mimik alles lesen kann. Es war faszinierend, sich stets auf ihre Fähigkeit verlassen zu können, so dass man als Leser durch ihre Beschreibunegn sehr viel aus den Geschehnissen entnehmen konnte.

 

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover ist jetzt nicht so ganz mein Fall, aber es lässt sich sehr viel darin hinein interpretieren, wenn man das Buch gelesen hat. Somit bietet es Stoff zum Nachdenken und passt auf jeden Fall zu der Handlung.
Der Titel passt ebenfalls sehr gut und hat mich direkt neugierig gemacht.
 

Fazit: 
Für alle Dystopie-Anhänger ist das Buch ein absolutes Muss und auch Neulinge in dem Genre, sollten einen Blick riskieren. „Die Verratenen“ ist eine grandiose Dystopie, mit einer tollen Hauptprotagonistin, einem logischen und gut durchdachten System und einem spannenden Plot.

Vielen Dank an Leserunden.de und dem Loewe Verlag für die tolle Leserunde (die hier zu finden ist: Klick) und die Bereitstellung des Buches.

Hintergrundinformationen:
– Hierbei handelt es sich um den 1. Band einer Trilogie. 
– Hier findet ihr eine Leseprobe: Klick
Die Autorin hat auch eine Homepage: Klick 
– Und auch bei Facebook ist Ursula Poznanski zu finden: Klick

[Rezension] Julie Kagawa- Plötzlich Fee: Frühlingsnacht

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Titel: Plötzlich Fee- Frühlingsnacht
Originaltitel: The Iron Fey, Book 4: Iron Knight

Autor: Julie Kagawa
Genre: Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahre)
Verlag: Heyne (August 2012)
ISBN: 978-3453267275
Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
Preis: 16,99 €

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Kurzbeschreibung:

Das Schicksal Nimmernies entscheidet sich.
Ash,
der Winterprinz, hat für seine Liebe zu Meghan bereits alles riskiert.
Seine eigene Mutter, die eisige Königin Mab, stellte sich ihm in den
Weg, aus Nimmernie wurde er verstoßen, und sein einstiger bester Freund
Puck wurde zu seinem Rivalen. Eigentlich müssten nun endlich bessere
Zeiten anbrechen, denn die Eisernen Feen sind geschlagen und Meghan
wurde zur rechtmäßigen Königin ihres Reiches gekrönt – eines Reiches, in
dem Ash nur dann überleben kann, wenn er das Einzige, das ihm von Mabs
Erbe noch geblieben ist, preisgibt: seine Unsterblichkeit. Und so steht
für Meghan und Ash ein weiteres Mal alles auf dem Spiel, und in seiner
dunkelsten Stunde muss der Winterprinz eine Entscheidung fällen, die ihm
Meghan nicht abnehmen kann: ob ihre Liebe stark genug sein wird, die
Schatten der Vergangenheit zu besiegen …
Quelle: Verlag
 

Über die Autorin: 

Schon in ihrer Kindheit gehörte Julie Kagawas große Leidenschaft dem
Schreiben: Langweilige Schulstunden vertrieb sie sich damit, all die
Geschichten festzuhalten und zu illustrieren, die ihr im Kopf umher
spukten – nicht gerade zur Freude ihrer Lehrer. Nach Stationen als
Buchhändlerin und Hundetrainerin machte sie später ihr größtes Interesse
zum Beruf und wurde Autorin. Sie lebt und schreibt mit ihrem Mann, zwei
schwer erziehbaren Katzen und zwei Hunden in Louisville, Kentucky. 

Quelle: Verlag

Rezension

 

Die Geschichte:
Die Geschichte schließt an den Ereignissen der Vorbände an. Meghan ist die eiserne Königin und hat Ash aus ihrem Reich verbannt, da das Eisen ihm Schmerzen bereitet und töten würde. Ash, der nicht mehr ohne sie Leben möchte, schwört einen Weg zu finden zu ihr zurückzukehren. Er begibt sich auf die gefährliche Suche nach der Mögichkeit ein Mensch zu werden, stets begleitet von Puck und Grimalkin.

„Plötzlich Fee- Frühlingsnacht“ unterscheidet sich grundlegend von seinen Vorgängern. Schon alleine dadurch, dass Meghan nur sehr wenig darin vorkommt. Das Buch beschreibt Ashs Weg und Abenteuer und hat mit Meghan einfach sehr wenig zu tun. Das ist zu Beginn zwar etwas schade, aber es hat mir sehr viel Spaß bereitet mehr über den kühlen und undurchsichtigen Winterprinzen zu erfahren.
Man erfährt als Leser so viel über Ashs Gefühle, Vergangenheit, Hintergründe und Geheimnissen, dass es für Fans von Ash ein absolutes Muss ist. Endlich blickt man hinter seine Fassade und kann ihn völlig verstehen.
Man trifft alte Bekannte wieder und trifft auf neue Wesen. Nie wird einem beim Lesen langweilig, da es sich hierbei um eine rasante Abenteuerreise handelt. 
Die Emotionen sind, wie auch in den Vorbänden wunderbar getroffen, so dass man als Leser gefesselt ist und völlig in die Welt von Nimmernie versinken kann.
Die Handlung passt sehr schön, zu den Vorgängern und ist fantasievoll gestaltet. Das ganze Buch lädt zum Träumen und drin versinken ein. Dazu ist das Ende traumhaft schön und ist völlig nach meinem Geschmack.

Die Protagonisten: 
 
Wie schon erwähnt erfährt man viel über Ash. Das hat mir mehr als gut gefallen, da ich mir immer gewünscht habe, mehr über ihn zu erfahren. Ich habe stets mit ihm mitgefühlt und es geliebt seine Reise zu verfolgen.
Puck begleitet ihn auf seiner Suche und die beiden sind ein grandioses Team. Mit seinem Schalk und Witz sorgt er des Öfteren dafür, dass ich Lachen musste. Ich glaube ohne Puck, wäre „Plötzlich Fee“ nicht das Gleiche. Aber schnell merkt man, dass auch Puck so einiges belastet und er auch viel hinter seiner föhlichen Fassade versteckt. Das macht ihn für mich noch interessanter und tiefgründiger.
Auch Grimalkin ist wieder mit von der Partie. Er gehört zu meinen Lieblingsprotagonisten, da er immer einen cleveren Spruch parat hat und sich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt.
Ariella, Ashs erste Liebe, nimmt ebenfalls viel Raum in der Handlung ein und führt zu einiger Zerrissenheit bei Ash und verleiht der ganzen Handlung noch etwas mehr Würze. Ihre Eifersucht und Gefühle sind vordergründig nicht ersichtlich, aber doch spürbar. 

Die Protagonisten sind alle sehr liebevoll ausgearbeitet. 
 

Der Schreibstil:  

Der
Schreibstil ist spannend und
bildhaft. Es kommt keine Langeweile auf und die Atmosphäre des Buches
ist wunderbar getroffen. Dazu ist der Schreibstil
flüssig, ohne
verschachtelte Sätze. Julie Kagawa schafft es durch ihren lebendigen und emotionalen Schreibstil, dass ich Nimmernie liebe. 

Das ganze Buch ist aus der Sicht von Ash verfasst (Ich-Perspektive), was ich als sehr positiv empfunden habe, weil seine Emotionen und Gedanken sehr gut spürbar waren. 


Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover ist, wie das der Vorgänger wunderschön, mir aber vielleicht etwas zu pink. Etwas irritierend finde ich, dass gerade das Buch, dass aus der Sicht von Ash erzählt wird in dem Farbton gehalten ist, aber es passt gut zu der Reihe.
Der Titel passt ebenfalls sehr gut dazu.

Fazit: 
Für alle Fans der Reihe und Ash-Anhänger ist dieses Buch ein absolutes Muss. Ich persönlich habe es genossen, wieder in die Welt von Nimmernie einzutreten und mehr über den Winterprinzen zu erfahren.


Hintergrundinformationen:

– Hierbei handelt es sich um den vierten Band von fünf (Band fünf 
  erscheint im November 2012 beim Heyne-Verlag)
– Hier findet ihr eine Leseprobe: Klick
– Julie Kagawa hat auch eine Homepage: Klick
– Und einen Blog: Klick

[Blogtour und eBook-Rezension] Roxann Hill- Eine andere Art von Ewigkeit

Wie schon angekündigt, bin ich heute mit meinem Blog bei der Blogtour zu dem 2. Band der Lillith-Saga (die nicht, wie ich bisher angenommen eine Trilogie ist :D) von Roxann Hill an der Reihe. Ich freue mich sehr dabei zu sein und durfte Roxann Hill drei Fragen stellen, die im Folgenden beantwortet werden.
Unter den Fragen findet ihr dann Informationen zu einem Gewinnspiel und meine Rezension zu dem Buch.
Ich wünsche euch viel Spaß. ;)
 

1.
Was hat dich zu dem Plot der Lilith-Trilogie inspiriert?
Erst
einmal ein Hinweis vorneweg: Es handelt sich bei meiner Lilith-Saga
nicht um eine Trilogie, sondern es werden sechs Bände werden. Ich
weiß nicht, wer die Sache mit der Trilogie erstmals aufgebracht hat.
Ich vermute aber, dass die Annahme daraus resultiert, dass ich für
die ersten drei Bände Cover auf meinem Blog eingestellt habe und für
den Rest noch nicht.
Aber
zurück zu deiner eigentlichen Frage: Ich habe ständig Romanideen.
Und wenn ich mehr Zeit hätte, hätte ich vermutlich schon dutzende
Bücher geschrieben. Aber so muss ich mir meine Zeit einteilen und
viele Geschichten sind derzeit noch gut in meinem Kopf ‚“abgelegt“
und warten darauf, dass ich mich ihnen zuwende.
Goethes
Faust hat mich zu Lilith inspiriert. Und die Geschichte hat sehr
lange in mir gereift.
Alles
fing damit an, dass wir in der Schule den Faust durchgenommen haben.
Das war anfangs nicht gerade prickelnd, Goethe liest sich nicht
einfach mal auf die Schnelle weg. Goethe war auch nicht gerade ein
Schriftsteller, den ich damals als „sexy“ oder als „hipp“
bezeichnet hätte, weshalb ich nicht gleich einen Zugang zu der
Geschichte fand.
Aber
dann besuchte meine Klasse eine Sondervorstellung im Kino. Unser
Deutschlehrer – ein sehr engagierter Mann – hatte das für uns
arrangiert. Das war natürlich klasse – wer geht nicht lieber einen
Film ansehen, anstatt im Unterricht zu sitzen?
Wir
sahen uns die Aufnahme des Theaterstücks in einer Inszenierung von
Gustaf Gründgens an. Gründgens spielte die Rolle des Teufels
Mephisto und seine Darstellung blieb mir lange im Gedächtnis. Er hat
mich stark beeindruckt.
Vor
rund drei Jahren bekam ich die DVD des Kinofilms geschenkt. Ich sah
mir das Theaterstück erneut an. Und Mephisto hatte nichts von seinem
Zauber verloren. Insbesondere die Passage, in der Mephisto von sich
selbst sagt: „(Ich
bin) ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das
Gute schafft“

bekam ich nicht mehr aus dem Kopf.
Ich
fing an, mir zu überlegen, wie es sich für einen Teufel wohl
anfühlt, wenn es ihm nicht gelingt, sein Ziel zu erreichen, wenn er
also ständig scheitert. Und ich kam schnell zu dem Schluss, dass das
doch absolut deprimierend sein muss. Ich stellte mir die folgenden
Fragen. „Was
wäre, wenn der Teufel irgendwann nicht mehr bereit ist, diese Rolle
bis in alle Ewigkeit zu spielen? Was wäre, wenn er beschließt, dem
ein Ende zu setzen? Und wie könnte er das anstellen? Wie könnte es
ihm gelingen, dem Bösen zum Sieg zu verhelfen?“
Daraus
entstand die Figur von Asmodeo. Sehr schnell kam Lilith hinzu, ebenso
wie Johannes und die übrigen Charaktere und die Geschichte nahm
unaufhaltsam ihren Lauf.
2.
Für wen würdest du dich an Liliths Stelle entscheiden? Asmodeo oder
Johannes? Und warum?
Diese
Frage bekomme ich häufig gestellt.
Wenn
ich an der Lilith-Saga schreibe, bin ich sehr nah an Lilith dran. Das
muss so sein, denn ich erzähle aus ihrer Perspektive. Es ist Lilith,
die mein Denken und Schreiben bestimmt.
Sicher
hat Lilith Ähnlichkeiten mit mir. Aber ihre Persönlichkeit verbirgt
noch zahlreiche andere Facetten, die sich erst im Laufe der Zeit
offenbaren werden.
Für
mich persönlich kann ich unumwunden zugeben, dass ich Johannes und
Asmodeo gleichermaßen liebe.
3.
Glaubst du, dass es Dämonen, den Teufel und Engel wirklich gibt?
Wenn
der Wecker werktags kurz nach fünf klingelt und ich mich
notgedrungen aus meinem Bett schäle, dann glaube ich ganz fest an
die Hölle .
– Aber Spaß beiseite. Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass es
auf der Welt mehr gibt, als wir normalerweise wahrnehmen. Und ich
denke, dass jede/jeder von uns schon mehr als einmal eine Situation
erlebt hat, in der ihr/ihm das ansatzweise bewusst geworden ist.
Mir
jedenfalls passiert es öfter, dass ich z.B. an eine Person denke und
sie ruft mich dann kurze Zeit später an. Wer kennt nicht dieses vage
Bauchgefühl, diese innere Stimme, die einem rät, etwas zu tun oder
zu lassen? Ich habe gelernt, auf diese innere Stimme zu hören. Sie
hat mich noch nie im Stich gelassen.
Für
mich existiert Gut und Böse, keine Frage. Allerdings finde ich es
manchmal schwierig, genau festzulegen, wer
gut und wer
böse ist. Und ich bin der felsenfesten Meinung, dass sich jede/jeder
ändern kann, wenn sie/er es will.

 Gewinnspiel
Aufgrund der Blogtour gibt es auch noch etwas zu gewinnen. Und zwar tolle eBooks und sogar Taschenbücher:
 
5x die eBook Paare Band 1 + 2

 1x Taschenbuchpaar Band 1 + 2

Wie ihr teilnehmen könnt, erfahrt ihr auf dem Blog von Roxann.
Als nächstes geht die Blogtour am 22.10.2012 bei Hannas Lovely
Books
weiter.
 Rezension
Titel: Eine andere Art der Ewigkeit (Lilith-Saga)
Autor: Roxann Hill
Genre: Fantasy 
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.

ASIN: B0094703C0
E-Book: 476 Seiten
Preis: 3,49 €

   
Kurzbeschreibung:

Ein Hass, so tief, dass er Jahrhunderte überdauert.
Das Böse – lockend, unwiderstehlich.
Lilith.
Wie groß muss ein Opfer sein, um die Liebe zu retten?
Manchmal liegt die Antwort im Tod.
Lilith,
Asmodeo und der schwerverletzte Johannes sind ihren Verfolgern
entkommen. Doch die Gefahr ist noch lange nicht vorüber, denn der Rabe
hat Rache geschworen. Er will nicht nur Lilith zerstören, sondern auch
diejenigen, die sie liebt. Und er wird alles tun, um sein Ziel zu
erreichen.
Über die Autorin:

Roxann Hill ist Autorin von romantisch-phantastischen Romanen. Sie
wurde 1965 in Brünn/Tschechien geboren. Während des Prager Frühlings
flüchtete die – damals ein Mädchen – mit ihren Eltern nach
Deutschland/Mittelfranken, wo sie aufwuchs und auch heute noch lebt.
Quelle: Autorin

 

Die Geschichte:
Die Geschichte schließt relativ zeitnah an die Geschehnisse des ersten Bandes an. Johannes ist schwer verletzt und konnte gerade so mit Asmodeo und Lilith vor der Studentenverbindung fliehen. Zu dritt sind sie nach Frankreich geflohen, da allen klar ist, dass die Gefahr noch nicht gebannt ist. Der Rabe, der es auf Lilith abgesehen hat, wurde nur verwundet und auch die Studentenverbindung existiert weiter. So nimmt das Geschehen seinen Lauf.
Mir ist der Einstieg in das Buch sehr leicht gefallen. Nachdem ich Band eins beendet hatte, konnte ich es gar nicht mehr abwarten, dass ich erfahre, wie es mit Johannes weitergeht und ich war direkt wieder mitten im Geschehen drin.
Es gibt immer wieder überraschende Wendungen, die mich erfolgreich ans Buch fesseln konnten. Nichts íst vorrausschaubar und es gibt jede Menge Überraschungen.
Besonders gut hat mir gefallen, dass man als Leser mehr über die Hintergründe erfährt. Im ersten Band wurde man ja noch sehr im Dunkeln gelassen, wer z.B. hinter der Studentenverbindung steckt und wieso der Rabe Lilith verfolgt. Hier werden dann viele Geheimnisse offenbart.
Als etwas seltsam habe ich zuerst die Situation von Asmodeo, Lilith und Johannes in Frankreich empfunden. Aus dem Hass der beiden Männer entsteht nach und nach eine tiefe Freundschaft und Lilith muss sich nicht mehr für einen von ihnen entscheiden. Also ist es eine Dreiecksbeziehung schlechthin. Nachdem ich mich aber an diese Situation gewöhnt habe, hat es mir doch gut gefallen und nicht mehr weiter gestört.
Das Ende, ist wie in Band eins sehr gemein, da es einen fiesen Cliffhanger hat und ich jetzt schon wissen möchte, wie es weiter geht. Die Spannung hat sich nach und nach aufgebaut und mit immer neuen Höhepunkten in einem spannenden Finale entladen, dass auf einen wundervollen dritten Band hoffen lässt.

Die Protagonisten: 
 
Lilith, Johannes und Asmodeo habe ich ja schon im Vorband lieb gewonnen und es war schön wieder von den Dreien zu lesen. 
Asmodeo hat sich, wie ich finde, immer mehr zum Positiven verändert und liebt nicht nur Lilith, sondern auch die Freundschaft zu Johannes. Damit hätte ich zuvor nie gerechnet.
Johannes ist ebenfalls ein treuer Freund, der alles tun würde um Asmodeo und Lilith zu beschützen. Am Anfang habe ich so richitg mit ihm mitgefühlt, da er durch seine Verletzung einiges mitmachen musste.
Lilith ist wie eh und je eine tolle Protagonistin und es gefällt mir gut, wie sie nach und nach ihre Fähigkeiten als Dämonin entdeckt. Sie ist stark, mutig, selbstbewusst und tut alles für die Liebe.
Alle Protagonisten sind liebevoll und authentisch ausgearbeitet und machen das Buch zu einem wahren Lesegenuss.
 
Der Schreibstil:  

Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen und sehr emotionsreich. Roxann Hill vermag es immer wieder den Leser zu überraschen und an das Buch zu fesseln.

Es ist
hauptsächlich aus der Ich-Perspektive von Lilith geschrieben, so dass
man als Leser sehr nahe am Geschehen dran ist und ihre Gefühle hautnah
miterlebt. Dazwischen gibt es immer mal wieder Abschnitte, die aus verschiedenen Perpektiven (personaler Erzähler) geschrieben sind. Diese Abschnitte sind
kursiv gehalten, was mir gut gefällt, weil man dann nicht durcheinander
kommt.

  

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover passt zu dem ersten Band und ist an sich ansprechend gestaltelt, nur leider nicht so ganz mein Fall, da ich Cover mit Gesichtern drauf nicht mehr sehen kann. Es gibt leider viel zu viele davon.
Der Buchtitel passt ebenfalls zur Reihe und ist ansprechend.

Fazit: 
„Eine andere Art der Ewigkeit“ ist eine überzeugende Fortsetzung, die mit spannenden Wendungen, tollen Protagonisten und einer ansprechenden Handlung zu überzeugen weiß.
Wer Band eins mochte, wird auch um diesen nicht herum kommen.



Vielen herzlichen Dank an Roxann Hill für die Bereitstellung des E-Books.


Hintergrundinformationen:

Dieses E-Book ist der zweite Band von sechs.

– Band 1 ist bereits als Taschenbuch erschienen, Band 2 wird bald folgen.
– Hier findet ihr den Blog der Autorin: Klick

– Und hier ihre Facebook-Seite: Klick

[Rezension] Rae Carson- Der Feuerstein: Eine magische Reise beginnt

 
 

Titel: Der Feuerstein- Eine magische Reise beginnt
Originaltitel: The Girl of Fire and Thorns

Autor: Rae Carson
Genre: Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahre)
Verlag: Heyne (August 2012)
ISBN: 978-3453267183
Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
Preis: 16,99 €

Rezension

Die Geschichte:
Zu Beginn der Geschichte lernt man Elisa kennen, die mit ihren sechszehn Jahren verheiratet werden soll. Über die Hintergründe der Hochzeit erfährt sie nichts, aber Elisa ist etwas ganz Besonderes. Sie ist eine sogenannte Steinträgerin, die den göttlichen Feuerstein in ihrem Bauchnabel trägt. Doch obwohl sie dazu auserwählt ist, etwas Großes zu vollbringen, ist sie stark übergewichtig, denkt nur ans Essen und hat außer sich verwöhnen zu lassen nichts geleistet. Alles ändert sich, als sie entführt wird und sie zu ihrer wahren Bestimmung zwischen Krieg und Intrigen findet.Die Handlung an sich in interessant und faszinierend, der Plot nimmt stets an Fahrt auf und spitzt sich zu, so dass beim Lesen nur sehr wenig Langeweile aufkommt. Die Idee des göttlichen Feuersteins und wie alles zusammenhängt hat mich durch Originalität und Überraschungen überzeugt. Generell gibt es einige überraschende Wendungen, die mir gut gefallen haben.
Dazu ist die Welt in der Elisa lebt sehr bildhaft, orientalisch angehaucht und überzeugend dargestellt, so dass ich mir sehr gut die Welt der Geschichte vorstellen konnte und tief in sie versunken bin.
Was mich allerdings gestört hat, ist die Tatsache, dass man sehr wenig über die Hintergründe erfährt. Irgendwann bekommt man einen vagen Überblick über die einzelnen Reiche, aber warum es Krieg gibt, erfährt man als Leser nicht. Da hätte ich mir doch mehr Erklärungen gewünscht. Auch die Hintergründe zum Feuerstein sind mir etwas zu wenig beleuchtet.
Was in einem Jugendbuch natürlich nicht fehlen darf, ist der Aspekt der Liebe. Auch hier verliebt sich Elisa, aber die Liebesgeschichte nimmt nicht zu viel Raum ein, sondern intergriert sich gut in die Haupthandlung, was mir positiv aufgefallen ist.
 
Die Protagonisten:

Elisa ist eine sehr gewöhnungsbedürftige Hauptprotagonistin, was zwar insgesamt sehr erfrischend ist, aber auch seine Nachteile hat.
Sie ist stark übergewichtig, denkt nur ans Essen und ist zu allem eher negativ eingestellt.
Ich finde, dass ihr Gewichtsproblem und das ständige ans Essen denken authentisch und wirklich glaubhaft ausgearbeitet ist. Man kann sich sehr in sie hineinversetzten und leidet oft mit ihr. Ihre dabei recht depressive Art ist ebenfalls nachvollziehbar, aber ich fürchte, dass es viele Leser gibt, die das abstößt. Ihre Einstellung ist nachvollziehbar, aber für ein Jugendbuch doch oft unerwünscht, da man nicht die ganze Zeit vom Essen lesen möchte.
Dennoch konnte ich persönlich mich gut damit abfinden, weil ihr Verhalten zu übergewichtigen Menschen passen kann und nicht an den Haaren herbei gezogen ist.
Was mich aber an Elisa gestört hat, ist ihre plötzliche Wandlung. Sie verändert sich sehr stark und vieles halte ich für nachvollziehbar, aber dennoch ist mir der Punkt entgangen, an dem sie sich entschließt etwas zu ändern.
Die Veränderung ist nach der Entführung einfach da und da fehlen mir wirklich ihre Hintergründe um sie zu verstehen.
Dazu finde ich ihre Veränderung ein bisschen zu extrem, denn auf einmal hat sie so gut, wie keinen Makel mehr. Das soll jetzt nicht heißen, dass ich Elisa nach ihrer Veränderung nicht mehr leiden kann. Das ist nicht der Fall, sondern im Gegenteil, ich finde sie sehr sympatisch und erwachsen.Alle anderen Protagonisten sind etwas blass dargestellt, was mich beim Lesen aber nicht weiter gestört hat.
 

Der Schreibstil:  

Der Schreibstil ist ebenfalls etwas ungewöhnlich, da die ganze Geschichte im Präsens geschrieben ist. Das hat mich zunächst irritiert, aber irgendwann habe ich das beim Lesen nicht mehr wahrgenommen.

Der sonstige Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, er ist einfach gehalten, dabei aber spannend und bildhaft. Die meisten Emotionen kommen gut beim Leser an.

Man verfolgt das Geschehen aus der Ich-Perspektive von Elisa, was mir die meiste Zeit gut gefallen hat, auch wenn ihr jammern doch manchmal nerven konnten.

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover ist ein wahres Meisterstück, wunderschön und völlig nach meinem Geschmack. Es gibt kaum ein Cover, dass mich mehr begeistern konnte.
Der Titel passt sehr gut zu dem Buch und macht den Leser neugierig.

Fazit: 
„Der Feuerstein“ ist insgesamt ein gutes Jugendbuch, auch wenn es einige Mängel aufzuweisen hat. Ich bin gespannt, ob Band zwei diese Mängel ausgleichen kann.

 

[E-Book-Rezension] Marc Beck- Dämonenzirkus

 
 

Titel: Dämonenzirkus

Autor: Marc Beck
Genre: Jugendbuch (vom Autor empfohlenes Alter: ab 14 Jahre)
Verlag: Satzweiss (Juni 2012)
ASIN: B008HFCSQO
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 181 Seiten

Preis: 2,99€Du möchest das Buch kaufen?

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Kurzbeschreibung:
Zirkus Magnus – der erfolgreichste Zirkus der Welt dank sechs
jugendlicher Artisten mit übernatürlichen Fähigkeiten. Allerdings werden
alle Stars nachts von Albträumen geplagt. Als sich der achtzehnjährige
Glenn auf die Suche nach der Ursache für diese Träume begibt, kommt er
dem Geheimnis ihrer Superkräfte auf die Spur. Doch damit fordert er
einen mächtigen Feind heraus, der ihn und seine Freunde zwingt, eine
schwerwiegende Entscheidung zu treffen. Riskieren sie ihr Leben, um
Unschuldige zu retten – oder verkaufen sie ihre Seele?
Quelle: Autorenhomepage


Rezension

Die Geschichte:

Die Geschichte beginnt mit einem eindrucksvollen Prolog, bei dem der Leser erfährt, dass der Zirkus Magnus bankrott ist und  wodurch er den Ruhm erlangt, den er im weiteren Verlauf der Geschichte hat. Der Einstieg ist mir damit sehr leicht gefallen und ich konnte schon erahnen in welche Richtung die Geschichte verläuft.
Nach dem Prolog erfährt man als Leser etwas über das Leben von Glenn und seine immer wiederkehrenden Albträume, die ihn nicht zur Ruhe kommen lassen. Als er den Jungen aus seinen Träumen sieht, beginnt er Nachforschungen zu betreiben und gerät immer mehr in Gefahr.

Der Plot ist originell und hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Zwar gibt es durch den Prolog nicht viele überraschende Wendungen, aber die Wendungen, die mich überrascht haben, haben mich an das Buch gefesselt.
Es hat mir sehr viel Spaß gemacht zu sehen, wie sich alles entwickelt und wie das Ende wirklich ausgeht. Ein Spannungsbogen baut sich langsam auf, der sich dann in einem soliden Finale entläd.
Das Buch ist für meinen Geschmack viel zu schnell zu Ende. Ich hätte mir doch ein paar detaillierte Beschreibungen und Hintergründe gewünscht. Dennoch hat es mir gut gefallen.

Die Protagonisten:
Die Protagonisten sind alle sehr unterschiedlich und trotz der Kürze des Buches bekommt man einen guten Eindruck von ihnen.
Gerade Glenn ist mir schnell ans Herz gewachsen, da er sympathisch, rücksichtsvoll und klug ist. Er ist trotz seiner übersinnlichen Fähigkeiten weder arrogant noch überheblich.
Die Protagonisten sind allesamt recht gut und authentisch ausgearbeitet und jeder hat seine Eigenarten.

Der Schreibstil:
Der Schreibstil ist flüssig, leicht zu lesen und weiß direkt zu fesseln. Die Seiten fliegen nur so dahin. Die Zirkuswelt wird vor dem Auge des Lesers lebendig.
Die Geschichte wird meist aus der Sicht von Glenn erzählt (personaler Erzähler), aber es gibt auch Passagen aus anderen Sichten, so dass man als Leser einen sehr guten Gesamtüberblick bekommt.

Das Cover/der Buchtitel:

Das Cover finde ich recht ansprechend und ebenso wie den Buchtitel zu der Geschichte passend. Es sticht ins Auge und die Farben harmonieren.

Fazit:
„Dämonenzirkus“ ist ein tolles Buch für zwischendurch, dass leider viel zu schnell zu Ende ist, aber durch einen originellen Plot zu fesseln weiß.