[Rezension] Ally Condie- Cassia & Ky: Die Ankunft

 
 

Titel: Cassia & Ky- Die Ankunft
Originaltitel: Reached
 
Autor: Ally Condie
 
Genre: Jugendbuch (vom Verlag empfohlenes Alter: ab 14 Jahre)
Verlag: Fischer FJB (Januar 2013)
 
ISBN: 978-3841421517
 
Gebundene Ausgabe: 608 Seiten
 
Preis: 16,99 €


Kurzbeschreibung:

In den zerklüfteten Schluchten der Canyons hat Cassia nicht nur ihre
große Liebe Ky wiedergefunden – sondern auch die Erhebung, eine
Untergrundbewegung, die das System stürzen will. Als sich beide der
Erhebung anschließen, müssen sie sich jedoch trennen. Ky wird auf einem
Stützpunkt in einer Äußeren Provinz zum Piloten ausgebildet und Cassia
in die Hauptstadt beordert. Dort trifft sie auf Xander, der als
Funktionär für die Gesellschaft arbeitet. Kann sie sich ihm anvertrauen? Als eine tödliche Seuche ausbricht und die gesamte Bevölkerung zu vernichten droht, muss Cassia eine Entscheidung treffen …
Quelle: Verlag

Die Handlung:
Cassia, Ky und auch Xander sind der Erhebung beigetreten (Xander gehört schon länger dazu) und versuchen das System zu stürzen. Jeder hat seine eigene Aufgabe und alle drei sind getrennt voneinander. Ky fungiert als Pilot, Xander als Arzt und Cassia ist wieder als Sortiererin tätig. Jeder muss seine Aufgabe erfüllen, damit die Erhebung Erfolg hat. Doch dann bricht eine ungeplante Seuche aus, die alle Menschen zu vernichten droht…
 
Meine Meinung:
Nachdem mich Band 2 „Die Flucht“ sehr enttäuscht hat, waren meine Erwartungen an „Die Ankunft“ sehr gering. Eigentlich wollte ich diesen Abschlussband auch nur lesen, weil ich neugierig war, wie die Reihe ausgeht. Mit viel Lesegenuss habe ich nicht gerechnet.
So war die Überraschung groß, als es mir doch gut gefallen hat. Der Einstieg ist mir ohne Probleme möglich gewesen und es hat mich fasziniert, wie die Erhebung tätig wird.
Dabei hat Ally Condie eine interessante Welt erschaffen, die gut zu dem Plot passt.
Viele offene Fragen der letzten Bände werden geklärt und der Plot ist gut durchdacht und insgesamt recht fesselnd.
Zwar dominiert auch hier nicht die Spannung und es gibt durchgehend sehr ruhige Passagen, dennoch weiß dieser Band durch starke Emotionen und tolle Ideen zu überzeugen.
„Die Ankunft“ bietet überraschend viel Lesegenuss.
Besonders gut haben mir ein paar wenige überraschende Wendungen und die ausdrucksstarke Darstellung der Gefühle gefallen.
In diesem Band gibt es im Gegensatz zu den Vorbänden weniger romantische Stellen, aber das hat mich nicht weiter gestört, da diese sich so, wie sie aufgetreten sind gut in die Gesamthandlung integrieren.
Das Ende ist sehr zufriedenstellend und passt zu der gesamten Reihe. Zwar sind hier nicht alle Fragen geklärt, aber das lässt dem Leser etwas Raum für seine Fantasie. Mir persönlich reichen die Antworten, die ich bekommen habe.
 
Die Protagonisten:
Die Protagonisten sind allesamt liebevoll und detailliert ausgearbeitet und bieten mittlerweile etwas mehr Tiefe, als in den Vorbänden.
Cassia ist durchweg sympathisch und ihre Handlungsweisen kann ich gut verstehen. Sie hat sich im Vergleich zum ersten Band stark entwickelt und hat ihren eigenen Weg gefunden an ihre Ziele zu kommen.
Ky ist eigentlich nur wegen Cassia in die Erhebung eingetreten. Eigentlich träumt er davon alle seine Lieben zu schnappen und ganz weit weg zu fliegen. Dennoch tut er alles, damit es eine bessere Zukunft für ihn und Cassia geben wird. Er gehört zu meinen Lieblingsprotagonisten.

Xander hat mich hier wirklich überrascht. Er nimmt nun viel mehr Raum in der Handlung ein und arbeitet schon lange für die Erhebung. Ich bewundere ihn, wie er Cassia, die er liebt die Wahl lässt und nie aufgibt. Er ist hier mit der tiefgründigste Protagonist.

Der Schreibstil:

Der Schreibstil ist gewohnt poetisch. Allie Condie bezieht sich gerne auf Gedichte und Zitate, die immer wunderbar passend in die Handlung eingeschoben werden. Dazu ist der Schreibstil einfach gehalten, locker und zu lesen und kommt ohne zu viele Verschörkelungen und verschachtelte Sätze aus. Obwohl die Handlung immer nur recht langsam vorangeht, fliegen die Seiten beim Lesen nur so dahin.

Die Handlung wird abwechsend aus der Sicht von Xander, Cassia und Ky geschildert (Ich-Perpektive), was ich sehr passend finde. So bekommt man als Leser einen größeren Überblick über die Tätigkeiten der Erhebung und was in den einzelnen Protagonisten vorgeht. Man ist immer nah am Geschehen und den Gefühlen von Xander, Cassia und Ky dran.

Das Cover/der Buchtitel:

Das Cover passt gut zu den Vorbänden und ist vom Originalcover übernommen. Ich finde es auch zu dem Inhalt sehr passend und gerade durch seine Schlichtheit überzeugend.
Der Titel passt ebenfalls zu der Reihe und hat Wiedererkennungswert. Dazu passt er zu dem Inhalt.

Fazit: 

Wer Band 1 und Band 2 schon nicht gerne gelesen hat, wird auch an dem 3. Band keine Freude haben. Fans der Trilogie oder Leser, die Band 2 zu langweilig fanden, dürften aber gefallen an dem Buch finden, da viele offene Fragen geklärt werden und es ein zufriedenstellendes Ende hat.

 

[Rezension] „Æthermagie“ von Susanne Gerdom

Bildquelle: Verlag

Titel: Æthermagie
Autor: Susanne Gerdom

Genre: Steampunk
Verlag: Ueberreuter (September 2012)
ISBN: 978-3800056866
Gebundene Ausgabe: 446 Seiten 
Preis: 16,95 €

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Kurzbeschreibung:

Die junge Baronesse Kato von Mayenburg lebt in einer vom Krieg
zerrissenen Welt, in der alles von der magischen Energie, dem Æther,
abhängt. Sie kommt dem düsteren Geheimnis der Elementare auf die Spur,
die den Æther, für die Menschen produzieren müssen und von diesen in
unwürdiger Knechtschaft gehalten werden. Auf der Flucht vor der
Geheimpolizei verschlägt es sie in die geheime Abteilung D der
Kaiserlichen Irrenanstalt am Brünnlfeld. Wer ist der Drahtzieher hinter
den grausamen Versuchen an Irrenhausinsassen? Während sie ihr altes
Leben hinter sich lässt, begegnet Kato den Brüdern Milan, der
kaiserlichen Prinzessin, einer illustren Geheimgesellschaft in der
Kanalisation unter Wien, einem zwielichtigen Nervenarzt und dem Zeit und
Raum manipulierenden Professor Tiez? Der weitaus harmloser wirkt, als
er in Wirklichkeit ist.
Quelle: Verlag

Über die Autorin: 

Susanne Gerdom, 1958 geboren, ist am Niederrhein in Rheinhausen
aufgewachsen, wo sie auch zur Schule ging. Nach einer Buchhandelslehre
beschäftigte sie sich mit dem Theater und verbrachte einige Jahre als
Schauspielerin und Regisseurin in Düsseldorf. Später begann sie, Fantasy
und Science Fiction zu schreiben. Sie lebt und arbeitet seit 2008
wieder am linken Niederrhein.
Quelle: Verlag

 

Die Handlung:
Kato, die Tochter des Barons von Mayenburg, lebt in Wien zur Zeit des österreichisch-ungarischen Kaiserreichs. Wien befindet sich im Krieg mit den sogenannten Engeln, die gegen die Ausbeutung der Elementarwesen sind. Diese Wesen werden von den Menschen eingesperrt und erleiden Schmerzen, sorgen aber durch Æther auch für Licht, Wärme und Energie und werden als Waffe missbraucht. 
Kato gehört zu den wenigen Menschen, die die Elementarwesen sehen, den sogenannten Sensitiven. Doch diese Fähigkeit bringt sie in Gefahr und auf einmal wird sie verfolgt und muss ihr bisheriges Leben hinter sich lassen. Sie landet in Brünnlfeld, einer Irrenanstalt und sieht schreckliche Experimente und nach und nach kommt sie hinter die Geheimnisse der Elementarwesen.

Meine Meinung:
Der Einstieg in Æthermagie ist nicht der Leichteste. Das hat zwei Gründe.  
Der erste Grund ist, dass ich zuerst ein paar Probleme mit den Namen hatte, da die einzelnen Protagonisten mal mit Spitznamen, mal mit dem Vornamen, mal mit dem Nachnamen und mal mit dem Titel angesprochen wurden. Das ist zwar immer sehr zutreffend und passend, hat mich aber zwischendurch verwirrt.
Der zweite Grund ist, dass ich die einige Kapitel brauchte um die Zusammenhänge der Welt in der das Buch spielt zu verstehen, denn gerade die Idee der Ætherwesen war zuerst nicht so leicht zu verstehen.

Doch nachdem diese beiden Punkte überwunden waren, habe ich das Buch geliebt. Besonders gefällt mir dir Originalität der Handlung, denn hier erlebt man als Leser etwas, dass man so noch nicht gelesen hat.
Susanne Gerdom hat sich zudem viel mit dem Thema Irrenanstalt beschäftigt, was man in dem Buch einfach merkt. Zwar gibt es dadurch einige Stellen, die nichts für zarte Gemüter sind, aber dennoch sind vor allem die Experimente der Irrenanstalt nicht an den Haaren herbeigezogen, sondern alles wirkt gut recherchiert und bietet einen authentischen Rahmen für die Handlung.
„Æthermagie“ wird zwar dem Genre Steampunk zugeordnet, aber ich kann jedem versichern, dass man das Buch auch gut lesen kann, wenn man das Genre so gar nicht leiden kann. Susanne Gerdom geht bei den technischen und steampunktypischen Aspekten nicht zu sehr ins Detail und verbindet es mit tollen Fantasyelementen. Diese Mischung konnte mich direkt überzeugen.
Zudem gibt es sehr viele überraschende Wendungen und spannende Momente, so dass das Lesen zum wahren Vergnügen wird. Susanne Gerdom versteht es den Leser in die Irre zu führen, so dass man nie weiß, was als nächstes passiert. Ich liebe solche unberechenbaren Bücher.
Das Buch zeigt insgesamt eine eher düstere Grundstimmung, was viel an den Experimenten der Irrenanstalt liegt. Aber diese düstere Grundstimmung passt zu der Handlung, alles andere würde kein so gutes Gesamtbild ergeben. 
Dabei ist das Buch sehr atmosphärisch und entführt den Leser in eine ganz eigene Welt, aus der es schwer ist wieder aufzutauchen. Es ist alles sehr detailliert beschrieben und vor allem die Beschreibungen der Elementarwesen, haben es mir angetan.
Das Buch ist in sich abgeschlossen, auch wenn das Ende viele Fragen offen lässt und den Leser neugierig auf den zweiten Band macht.

Die Protagonisten: 
 
Die Protagonisten sind mit das Beste an dem ganzen Buch. Sie haben ihren ganz eigenen Charme und bieten so viele verschiedenen Facetten, dass man oft nicht weiß, was hinter den Protagonisten steckt.
So wurde ich sehr oft überrascht und musste oft meine Einschätzungen zu den Personen ändern.
Dabei sind nicht nur die drei Hauptprotagonisten Kato, Katalin und Shenja überzeugend ausgearbeitet, sondern auch alle Nebenprotagonisten. Alle Protagonisten zeigen eine Tiefgründigkeit, die man so nur selten liest.
Vor allem Kato ist mir hier richtig ans Herz gewachsen. Sie ist dickköpfig und geht ihren eigenen Weg. Sie ist nicht die einfachste Protagonistin, aber hat ihren ganz eigenen Reiz. 
 
Der Schreibstil:  

Der Schreibstil ist wie für Susanne Gerdom typisch sehr gut zu lesen. Hier hat sie den Stil von der Sprache und Wortwahl an die Zeit in der das Buch spielt angepasst, was mir sehr gut gefallen hat. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten, was aber weniger am Schreibtil lag, sondern an den Namen und dem Inhalt, ist es sehr schnell und einfach zu lesen. Die Erklärungen sind so gewählt, dass man der Handlung gut folgen kann. Alles ist sehr bildhaft, fesselnd, emotionsreich und einfach fantastisch geschrieben.

Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven geschildert und zwar aus den der drei Hauptprotagonisten Kato, Katalin und Shenja (personaler Erzähler), was gut zu der Handlung passt und dem Leser alle drei Protagonisten näher bringt.
  
Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover gefällt mir an sich echt gut. Das Mädchen zeigt einen so herausfordernen Blick, wie ich ihn mir bei Kato gut vorstellen könnte. Allerdings passt es eher weniger zu der düsteren Grundstimmung des Buches.
Der Titel dagegen passt vortrefflich.

Fazit: 
„Æthermagie“ ist ein Buch, was nicht nur Steampunk-Fans begeistern dürfte. Hier wird Steampunk mit Fantasy verbunden und kann durch facettenreiche und tiefgründige Protagonisten, überraschenden Wendungen und einer originellen Handlung überzeugen.
Einzig der Einsteig gehört nicht zu den Leichtesten.

Vielen herzlichen Dank an Susanne Gerdom, dem Ueberreuter Verlag und Leserunden.de für die tolle Leserunde und das Rezensionsexemplar.
Hintergrundinformationen
– Hierbei handelt es sich um den ersten Band einer Dilogie.
– Hier findet ihr eine Leseprobe: Klick
– Susanne Gerdom hat eine eigene Homepage: Klick 
– Sie hat bisher schon 13 Bücher veröffentlicht und schreibt mittlerweile für vier Verlage. 
– Sie hat auch Bücher unter den Pseudonymen: Frances G. Hill,  Franziska Hille und Julian Frost veröffentlicht.

[Blogtour] Maya Shepherd- Radioactive: Die Verstoßenen (Rezension, Interview und Gewinnspiel)

Heute ist es soweit und wie angekündigt ist heute die Blogtour zu „Radioactive- Die Verstoßenen“ bei mir zu Gast. Ich freue mich sehr, dass ich bei der Blogtour dabei sein darf. ;)
Als erstes werdet ihr hier meine Rezension zu dem Buch sehen, dann folgt ein kurzes Interview mit Maya zum Thema „Freundschaft“ und als letztes gibt es ein kleines Gewinnspiel. Ich wünsche euch viel Spaß dabei.
  
Mit der Blogtour geht es am 02.02.2013  bei Mara und ihrem Blog „Im 7. Bücherhimmel“ weiter.

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Titel: Radioactive- Die Verstoßenen

Autor: Maya Shepherd

Genre: Dystopie
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (Dezember 2012)
ISBN: 978-1481156158
Taschenbuch: 280 Seiten
Preis: 9,98 €

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Kurzbeschreibung:

Nach dem Dritten Weltkrieg gleicht die Erde einem Trümmerfeld. Die
letzten überlebenden Menschen haben sich in Sicherheitszonen
verbarrikadiert, um sich vor der radioaktiven Strahlung zu schützen. Ein
Überleben ist nur nach strengen Regeln und Gesetzen möglich. Es gibt
weder Eigentum noch einen eigenen Willen. Die Legionsführer nehmen den
Menschen jede Entscheidung ab. In dieser Welt ist kein Platz für
Gefühle. Die Menschen leben nur noch um zu funktionieren, deshalb tragen
sie Nummern statt Namen. D518 ist eine von ihnen. Geboren in dieser
zerstörten Welt, hat sie nie ein anderes als dieses von Kontrolle
bestimmte Leben kennengelernt. Dies ändert sich schlagartig, als sie von
Gegnern der Regierung entführt wird. Alles, woran sie bisher geglaubt
hat, stellt sich als eine Lüge heraus.

Über die Autorin: 

Maya Shepherd wurde 1988 geboren. Ihre Leidenschaft zum Schreiben fing
mit Kurzgeschichten und Märchen an, ging weiter zu Songtexten und
Drehbüchern, bis sie sich schließlich dem Schreiben von Romanen widmete.
Mit der Veröffentlichung ihres ersten Romans „Schneerose“ erfüllte sie sich einen großen Traum.

 

Die Handlung:
D518 lebt in einer Welt nach dem dritten Weltkrieg. Die Erde ist verstrahlt und sie gehört zu den letzten Menschen, die alle keine Namen mehr haben. Es gibt nur Bezeichnungen, die zeigen in welchem Bereich sie arbeiten und aus was für einer Generation sie stammen. D518 lebt unter der Kontrolle der Legion. Alle Menschen sind gleich und Gefühle oder nähere Kontakte sind verboten. Dazu hat die Legion immer recht und es passieren keine Fehler. 
Doch als D518 D523 kennenlernt, beginnt sie so langsam zu zweifeln. Als sie dann auch noch von Regierungsgegnern entführt wird, verändert sich ihr Leben schlagartig und alles was sie zu wissen geglaubt hat, stellt sich als falsch heraus…

Meine Meinung:
Der Einstieg in das Buch ist mir unglaublich leicht gefallen. Man ist direkt in dem Leben von D518 drin und es hat mir sehr viel Spaß gemacht ihre Welt kennenzulernen. 
„Radioactive“ beinhaltet natürlich viele bekannte Aspekte aus dem Dystopie-Bereich, was aber auch nicht anders möglich ist. Dennoch schafft es Maya Shepherd Altbekanntes mit einigen neuen Aspekten zu verbinden und so einen interessanten und fesselnden Plot zu schaffen.
Schon von Beginn an war ich gefesselt. Allein die Lebensweise der Menschen in der Legion ist gut durchdacht und gerade die Idee, dass alle Menschen dort gleich sind und keine Namen haben, finde ich interessant.
Was mir besonders gut gefällt ist, dass der Plot nicht an den Haaren herbei gezogen ist. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es eines Tages so eintreten könnte. Man merkt, dass sich Maya Shepherd mit der Thematik auseinandergesetzt hat, was dem ganzen ein hohes Maß an Authentizität gibt.
Das Buch nimmt im Laufe der Handlung sehr an Fahrt auf und weist viele Emotionen auf, die dafür gesorgt haben, dass ich das Buch nicht weglegen konnte. Gerade das Ende hat es mir angetan, auch wenn es mit einem gemeinen Cliffhanger endet.
Noch bleiben einige Fragen offen, aber da es nur ein Auftaktband ist, denke ich, dass da noch einiges geklärt wird.

Die Protagonisten: 
 
D518, später Cleo genannt, ist eine Protagonistin, die mir direkt gefallen hat. Sie glaubt zuerst an das, was sie von der Legion eingetrichtert bekommen hat, hinterfragt aber glaubhaft das System. Nach und nach entwickelt sie sich und lernt Gefühle und das Leben zu schätzen. Dabei ist sie sehr authentisch ausgearbeitet.
Finn ist ein Rebell, der sie zu Beginn schlecht behandelt. Doch wirkt er schroffer, als er eigentlich ist. Finn und Cleo kommen sich nach und nach näher, ohne das dieser Aspekt kitschig wirkt. 
Insgesamt sind alle Protagonisten liebevoll ausgearbeitet, auch wenn einige nur am Rande vorkommen.  

Der Schreibstil:  

Der Schreibtil ist sehr locker und leicht zu lesen und kommt ohne verschachtelte Sätze aus. Dazu ist er durchweg fesselnd und die Beschreibungen sind gut gewählt. Maya Shepherd ist eine Indie-Autorin, die wirklich auf hohem Niveau schreibt. Mittlerweile habe ich einige Bücher von Indie-Autoren gelesen, aber „Radioactive“ gehört definitiv zu den Besten. 
Allerdings hat sie an zwei, drei Stellen Namen vertauscht, was mich etwas irritiert hat. Aber diese kleinen Fehler fallen so gut wie gar nicht ins Gewicht.

Die ganze Handlung ist aus D518-Sicht geschildert (Ich-Perspektive), was mir sehr gut gefallen hat. So ist man als Leser immer nahe an ihren Gefühlen und der Handlung dran und kann ihre Veränderungen gut nachvollziehen.
  
Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover ist nicht so wirklich mein Fall, aber das liegt nur daran, dass ich Cover mit Mädchen-/Frauengesichtern nicht mehr leiden kann. Solche Cover gibt es wie Sand am Meer und dadurch sticht es nicht aus der Masse heraus. Dennoch ist es passend gewählt.
Der Titel passt ebenfalls zu der Thematik und hat mich direkt neugierig gemacht. 

Fazit: 
„Radioactive- Die Verstoßenen“ ist ein Buch von einer Indie-Autorin, was man sich nicht entgehen lassen sollte. Vor allem Dystopie-Fans werden es lieben, aber auch alle anderen, dürften an der fesselnden, emotionalen und authentischen Handlung gefallen finden.

Hintergrundinformationen
– Hierbei handelt es sich um den ersten Band einer Trilogie.
– Hier findet ihr eine Leseprobe: Klick
– Maya Shepherd ist auch bei Facebook zu finden (Klick) und hat einen eigenen Blog (Klick)
– Maya Shepherd hat zuvor noch ein anderes Buch mit dem Titel „Schneerose“ als Indie-Autorin veröffentlicht. 
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Interview

1.
Was macht für dich eine gute Freundschaft aus?
Freundschaft
bedeutet für mich, dass zwei Herzen im selben Takt schlagen. Dabei
ist es nicht wichtig immer einer Meinung zu sein, sondern für
einander da zu sein, wenn es darauf ankommt. Freunde sollten sich
gegenseitig unterstützen und stets ehrlich zueinander sein, auch
wenn der Freund die Wahrheit vielleicht nicht hören möchte.
2.
Was wäre für dich ein Grund eine Freundschaft zu beenden und gab es
den Fall schon mal?
Ich
bin kein Mensch, der leichtfertig Freundschaften schließt und
beendet. Deshalb habe ich nicht viele Freunde, dafür aber wahre
Freunde, für die ich alles tun würde. Natürlich habe aber auch ich
schon Freunde verloren. Entweder durch Streit oder weil sich die
Interesse in zu unterschiedliche Richtungen entwickelt haben. Am
ehesten würde ich eine Freundschaft beenden, wenn ich das Gefühl
hätte, der Person nicht mehr vertrauen zu können.
3.
Könntest du dir vorstellen in einer Welt zu leben, in der es keine
Gefühle gibt (oder erlaubt sind) und somit auch keine Freundschaft?
Ich
glaube nicht, dass eine Welt ohne Gefühle möglich ist. Der Mensch
zeichnet sich durch seine Gefühle aus. Solange es Hass und Neid
gibt, wird es auch Liebe und Freundschaft geben. Dabei spielt es
keine Rolle, ob Gefühle erlaubt sind oder nicht, denn der Mensch ist
machtlos dagegen.
4.
Was würdest du am meisten daran vermissen, wenn es keine
Freundschaft geben würde?
Würde
es keine Freundschaft geben, würde mir definitiv jemand fehlen, mit
dem ich lachen, aber auch weinen kann. Ein Freund ist für ein
Vertrauter, dem ich meine geheimsten Gedanken und Gefühle
anvertraue, um mir seinen Rat zu holen.
5.
Wird das Thema Freundschaft einen großen Part in deiner Trilogie
einnehmen oder ist das eher ein Randthema? Und warum hast du dich so
entschieden?
Freundschaft ist
zwar nicht das Hauptthema der Trilogie, aber auch nicht unbedeutend.
Gerade im ersten Band „Die Verstoßenen“ spielt Freundschaft eine
große Rolle, da es für die Protagonistin D518 / Cleo etwas Neues
ist. Ihre erste Freundschaft schloss sie indirekt schon früh mit
C515, später dann mit D523/Zoe. In ihrer Zeit bei den Rebellen,
erkennt sie erst wie wichtig Freundschaft für sie ist, denn sie legt
viel Wert auf die Meinung der anderen Rebellen. Es ist ihr wichtig,
dass sie sie mögen und sie nicht nur ein Mittel zum Zweck für sie
darstellt.
Ich glaube, dass
in jeder Geschichte Freundschaft in irgendeiner Form vorkommt.
Freundschaft gehört zum Leben dazu wie die Luft zum atmen.

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Gewinnspiel
Was gibt es zu gewinnen?
1 eBook und 1 Taschenbuch von „Radioactive- Die Verstoßenen“
Was müsst ihr dafür tun?
Einen Kommentar unter dem Post verfassen und folgende Gewinnspielfrage beantworten: Könntet ihr euch vorstellen in einer Welt zu leben, wo alle Menschen gleich sind?
Hinterlasst mir bitte auch eine E-Mail-Adresse oder eine Möglichkeit, wie ich euch erreichen kann und ob ihr für ein eBook, Taschenbuch oder beides in den Lostopf hüpfen wollt.
Teilnahmebedingungen:
– Ich werde eure Adresse an Maya weitergeben, da sie den Gewinn verschickt.
– Ihr solltet über 18 Jahre sein oder die Einverständnis eurer Eltern haben.   
– Beantwortet die Frage (s. oben)
– Das Gewinnspiel geht bis zum 09.02.13.   

[Rezension] Jonathan Maberry- Lost Land: Die erste Nacht

Bildquelle: Verlag

Titel: Lost Land- Die erste Nacht
 
Originaltitel: Rot & Ruin

Autor: Jonathan Maberry

Genre: Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 13 Jahre)
Verlag: Thienemann Verlag (September 2012)
ISBN: 978-3522201513
Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
Preis: 16,95 €

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Kurzbeschreibung:
Eine Katastrophe, deren Ursache niemand kennt.
Eine Enklave, in der sich die letzten Überlebenden verschanzt haben.
Ein riesiges Niemandsland, das von Untoten bevölkert wird.
Zwei Brüder, die einander Feind sind.
Ein junges Mädchen, das den einen bewundert und den anderen liebt. 
Menschen, die von Freiheit und Zukunft träumen.
In einer Welt, die zerstört ist.
Quelle: Verlag
Über den Autor: 

Jonathan Maberry (geboren 1958) hat nach einer beachtlichen Karriere als
Jujitsu-Kämpfer eine Reihe von übernatürlichen Horror-Romanen verfasst,
ist New-York-Times-Bestseller-Autor und wurde mehrfach mit dem
Bram-Stoker-Award ausgezeichnet. Er verfasst Graphic Novels für Marvel
Comics und Drehbücher für Spielfilme wie „Wolfman“.
Mit „Lost Land – Die erste Nacht“ startet er eine post-apokalyptische Serie für Jugendliche.
Jonathan Maberry lebt in Warrington, Kentucky.

Quelle: Verlag

 

Die Handlung:
Benny Imura lebt in einer von Zombies bevölkerten Welt. Zusammen mit seinem älteren Bruder Tom, lebt er in einer der wenigen Zufluchtsorte Mountainside in Amerika. 
Nun ist er 15 und muss sich Arbeit suchen, ansonsten wird seine Essensration gekürzt. Doch das stellt sich als schwieriger heraus, als er dachte. Denn eigentlich möchte er lieber Zombies töten, als sich körperlich zu betätigen. Denn durch die Zombies hat er seine Eltern vor 14 Jahren verloren und hasst sie seitdem. Sein Bruder Tom ist schon lange Kopfgeldjäger, aber Benny verachtet ihn und geht nur in seine Lehre, weil ihm nichts anderes übrig bleibt. So begeben sich die Brüder ins Leichenland, das Land hinter dem Zaun der Stadt, wo die Zombies herrschen. Dort erlebt Benny Dinge, die sein Leben für immer verändern.

Meine Meinung:
„Lost Land“ hat mich positiv überrascht. Ich habe das Buch eigentlich nur wegen vielen positiven Rezensionen gelesen. Dazu lese ich in letzter Zeit ganz gerne Zombiebücher. So bin ich mit einer neutralen Grundeinstellung an das Buch herangegangen.
Von der ersten Seite an war ich gefesselt. Die Welt, die Jonathan Maberry geschaffen hat, ist gut durchdacht. Zwar ist nicht bekannt, wieso die Toten als Zombies wieder auferstehen, aber das finde ich gar nicht so weit hergeholt. Die überlebenden Menschen haben ihre Theorien, aber keine Wissenschaftler oder ähnliches um danach zu forschen. So wirkt der ganze Plot gut durchdacht und logisch.
Besonders gut haben mir die dargestellten Emotionen gefallen. Sie sind ergreifend geschildert, ohne zu sehr Überhand zunehmen, so dass ich stets mit dem Geschehen um Benny und seinen Bruder mitgefühlt habe.

Ich konnte überhaupt nicht mehr aufhören zu lesen. Spannung ist durchweg vorhanden und es gibt viele überaschende Wendungen und Action. Dabei geht es nicht um das pure Töten der Zombies ohne Sinn und Verstand, wie man zuerst denken könnte. Hinter Tom und seiner Geschichte, steckt eine Tiefgründigkeit auf hohem Niveau mit der ich nie gerechnet hätte. Diese vermittelt er dann nach und nach seinem Bruder.
Das Buch hat wirklich viele Facetten und sollte nicht unterschätzt werden. Jonathan Maberry schafft es in eine interessante und spannende Handlungen Fragen aufzuwerfen, die zum Nachdenken anregen, z.B. verdient ein Zombie Respekt und einen würdevollen zweiten Tod, weil er an einer Krankheit leidet und bestimmt nicht zum Zombie werden wollte und einmal ein Mensch war? Allein diese Frage wird mehrmals unterschiedlich beleuchtet, denn jeder Mensch hat eigene Ansichten.
Stellenweise ist das Buch wirklich grausam und nicht unbedingt für zartbesaidete Menschen geeignet, da vor allem das Miteinander der Menschen mich erschreckt hat. Dazu kommen einige detaillierte Zombieszenen.
Das Ende ist in sich abgeschlossen, weißt aber auf einen tollen Folgeband hin, auf den ich mich schon sehr freue.

Die Protagonisten: 
 
Benny wirkt zuerst wie ein typischer Teenager. Er ist naiv, fühlt sich überlegen, ist dickköpfig und weiß alles besser. Auf seinen Bruder hört er kein Stück und hört sich lieber die tollen Geschichten der anderen Kopfgeldjäger an. Doch als er ins Familienunternehmen einsteigt, beginnt er Tom nach und nach zu verstehen und überdenkt seine ganzen Sichtweisen. Nach und nach wird er erwachsen, verantwortungsvoll und richtig mutig. Er macht eine tolle Entwicklung durch, die ich sehr gerne verfolgt habe und die ihn mir sehr sympathisch gemacht hat.
Tom ist zuerst etwas undurchschaubar, aber schnell ist er mir sympathisch geworden. Er hat seine ganz eigene Denkweise und er sorgt für den Facettenreichtum des Buches.
Ganz besonders toll hat mir Nix gefallen. Eine Freundin von Benny, die mehr für ihn empfindet. Doch Benny hat sich geschworen nichts mit einem Mädchen aus ihrem Freundeskreis anzufangen. Nix ist mutig und sehr intelligent. Die beiden kommen sich in einem Rahmen näher, der zu der Handlung passt und nicht kitschig ist.
Alle Protagonisten, egal ob die „Guten“ oder die „Bösen“ sind unglaublich detailliert und toll ausgearbeitet.

Der Schreibstil:  

Der Schreibstil ist mehr als fesselnd. Jonathan Maberry versteht es den Leser zu überraschen und völlig in seinen Bann zu ziehen. Dabei schreibt er sehr einfach und locker und benutzt immer wieder Jugendsprache. Die Seiten fliegen nur so dahin.

Die Handlung wird aus der Sicht von Benny geschildert (personaler Erzähler), so dass man Bennys Entwicklung seht gut verfolgen kann und nach und nach mehr über die Welt in der er lebt lernt, da man sein Wissen teilt. Diese Umsetzung finde ich sehr gelungen.
  
Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover ist wunderbar gestaltet und völlig nach meinem Geschmack. Ich finde, dass es direkt ins Auge sticht und sehr originell ist, aber dennoch zu dem Inhalt passt.
Der Titel passt ebenfalls gut. „Die erste Nacht“, so wird der Beginn der Zombieentstehung genannt.

Fazit: 
Wer nach einem Buch sucht, wo es um das stumpfe Zombiemetzeln ohne Sinn und Verstand geht, sollte von „Lost Land“ Abstand nehmen. Es bietet Spannung, einen großen Facettenreichtum und eine Tiefgründigkeit mit der ich nie gerechnet hätte. Mich konnte das Buch völlig überzeugen. 

Hintergrundinformationen
– Hierbei handelt es sich um den ersten 1. Band einer Tetralogie.
– Hier findet ihr eine Leseprobe: Klick 
– Auf der Verlagshomepage gibt es ein Interview mit dem Autor über das Buch: Klick
– Der Autor hat keine Homepage, aber einen eigenen Blog: Klick 
 

[Rezension] Rachel Hartman- Serafina: Das Königreich der Drachen

Bildquelle: Verlag

Titel: Serafina- Das Königreich der Drachen
Originaltitel: Seraphina
Autor: Rachel Hartman
Genre: Jugendbuch (vom Verlag empfohlenes Alter: ab 12 Jahre)
Verlag: cbj (November 2012)
ISBN: 978-3570152690
Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
Preis: 17,99 €

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Kurzbeschreibung:
Kann EIN Mädchen ZWEI Welten vereinen?
Die
Drachen könnten die Menschen vernichten. Doch sie sind zu fasziniert
von ihnen. Dies ist die Basis des fragilen Friedens zwischen beiden
Völkern, die jäh brüchig wird, als der Thronanwärter ihres gemeinsamen
Königreichs brutal ermordet wird – auf Drachenart. Die junge Serafina
hat guten Grund, beide Parteien zu fürchten. Hütet doch das erst seit
kurzem am Hofe lebende Mädchen selbst ein Geheimnis. Als sie in die
Mordermittlungen verwickelt wird, kommt der scharfsinnige junge
Hauptmann der Garde, Lucian Kiggs, ihm gefährlich nahe und droht, ihre
Verstrickung mit der Welt der Drachen zu enthüllen und ihr ganzes Leben
auf immer zu zerstören.

Quelle: Verlag

Über die Autorin: 

Rachel Hartman spielte bereits als Kind Cello und synchronisierte
zusammen mit ihrer Schwester Mozartopern. Das berühmte Renaissancelied
„Mille Regretz“ inspirierte sie zu ihrem Debutroman, in dem Musik eine
große Rolle spielt. Während sie »Serafina« schrieb, hörte sie
mittelalterliche italienische Polyphonien, bretonischen Dudelsack-Rock,
progressive Metalmusik, lateinamerikanische Barockmusik und gälischen
Sean-nós-Gesang. Rachel Hartman lebt mit ihrer Familie in Kanada.

Quelle: Verlag 

Die Handlung:
Zwischen den Menschen von Goredd und den Drachen herrscht seit 40 Jahren Frieden. Doch dieser ist brüchig und als der Tag der Vertragsverlängerung- der für den Frieden sorgt- näher rückt, wird Prinz Rufus getötet. Alles deutet auf einen Drachen als Mörder hin. So sind die Menschen den Drachen noch schlechter gesinnt, als sowieso schon. Und auch die Drachen sind nicht immer ganz glücklich mit dem Frieden.
Serafina, die junge Musikmamsell am Hof der Königin, hat ein dunkles Geheimnis zu hüten und gerät durch unglückliche Umstände in die Ermittlungen des Mordes. Doch sollte ihr Geheimnis bekannt werden, droht ihr Leben sich für immer zu verändern. Dabei könnte sie vielleicht alles zum Guten wenden.

Meine Meinung: 
Der Einstieg in das Buch ist nach dem Prolog zunächst etwas verwirrend, da es eine völlig neue Fantasywelt beinhaltet. Hinten im Glossar sind die wichtigsten Begriffe erklärt, was den Einstieg doch enorm erleichtert, dennoch habe ich einige Zeit gebraucht um die Zusammenhänge zu verstehen und mit den unbekannten Begriffen zurechtzukommen.
Bevor ich das Buch gelesen hatte, war ich skeptisch, ob es etwas für mich ist, da ich sehr wenige Drachenfantasy-Bücher lese, doch nach den anfänglichen Schwierigkeiten bin ich schnell in die Welt von „Serafina“ versunken. 
Mir gefällt dabei besonders die Idee der Handlung und die Art und Weise, wie die Drachen dargestellt sind. Diese ist originell und faszinierend. Vor allem, dass die Drachen Gefühle unterdrücken und nicht verstehen und als Menschen unter ihnen leben, finde ich eine spannende Idee. Dabei ist die Handlung gut durchdacht und sehr detailliert ausgearbeitet.
Spannung baut sich zunächst nur langsam auf, aber zum Schluss ist ein deutlicher Spannungsbogen spürbar und die Ereignisse überschlagen sich. 
Die Gefühle sind außerordentlich überzeugend dargestellt, was zusätzlich zu meinem Lesegenuss beigetragen hat.   
Das Ende ist in sich abgeschlossen, obwohl noch vieles ungeklärt ist. Selten habe ich einen Auftaktband einer Trilogie gelesen, den ich mit so einem zufriedenen Lächeln zuklappen konnte. Das Ende ist einfach passend, macht aber auch Lust auf den zweiten Band.

Die Protagonisten: 
 
Die Protagonisten sind mit das Beste an dem ganzen Buch. Sie sind durchweg sehr tiefgründig, vielschichtig und detailliert ausgearbeitet und bieten ein hohes Potenzial für ein interessantes Buch.

Serafina ist zunächst noch relativ unscheinbar oder versucht es zumindest zu sein, um ihr Geheimnis zu bewahren. Doch schnell wird klar, dass es nicht so ganz einfach ist und sie findet nach und nach zu sich selbst. Sehr gut dargestellt ist ihre ständige Angst davor, dass ihr Geheimnis gelüftet wird und ihre innere Zerissenheit. Dennoch ist sie bereit immer das Richtige zu tun. Sie ist mir sehr schnell sympathisch geworden.
Besonders interessant finde ich den Drachen Omra, der Serafinas Lehrer ist und eigentlich keine Gefühle hat. Die Darstellung von Omra ist sehr gut gelungen und auch er verbirgt einiges, was man erst im Laufe des Buches versteht.  


Der Schreibstil:  
Der Schreibstil ist sehr detailliert und nachdem man sich an die Welt von „Serafina“ gewöhnt hat, sehr ausdrucksstark und leicht und locker zu lesen. Nach dem etwas schweren Einstieg, war ich durchweg gefesselt. Dabei ist die Sprache angepasst an die Welt und eher altertümlich.

Das ganze Buch ist aus der Ich-Perspektive von Serafina geschrieben, was mir sehr gut gefallen hat. So hat man als Leser einen interessanten Einblick in Serafinas Gedankenwelt und ihren Gefühlen. 

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover ist passend und gefällt mir sehr gut. Der Schriftzug sticht durch die goldene Farbe heraus und hebt sich von dem sonst eher blau und dunkel gehaltenen Cover positiv ab.
Der Titel passt ebenfalls sehr gut, da es hauptsächich um Serafina und den Geschehnissen im Königreich geht.

Fazit: 
Der Einstieg in die Welt von „Serafina“ ist nicht ganz einfach, aber wenn man sich völlig darauf einlässt, bietet das Buch vor allem durch seine interessanten und originellen Ideen und sehr tiefgründigen und vielschichtigen Protagonisten einen sehr hohen Lesegenuss.

Hintergrundinformationen
-„Serafina- das Königreich der Drachen“ ist der 1. Band einer Trilogie.
-Hier findet ihr eine Leseprobe: Klick
– Auf der cbj-Homepage gibt es einen Bereich zum Buch mit einigen Extras, z.B. einem Personenverzeichnis: Klick
– Rachel Hartman hat auch eine eigene Homepage: Klick