[Rezension] Ally Condie- Cassia & Ky: Die Ankunft

 
 

Titel: Cassia & Ky- Die Ankunft
Originaltitel: Reached
 
Autor: Ally Condie
 
Genre: Jugendbuch (vom Verlag empfohlenes Alter: ab 14 Jahre)
Verlag: Fischer FJB (Januar 2013)
 
ISBN: 978-3841421517
 
Gebundene Ausgabe: 608 Seiten
 
Preis: 16,99 €


Kurzbeschreibung:

In den zerklüfteten Schluchten der Canyons hat Cassia nicht nur ihre
große Liebe Ky wiedergefunden – sondern auch die Erhebung, eine
Untergrundbewegung, die das System stürzen will. Als sich beide der
Erhebung anschließen, müssen sie sich jedoch trennen. Ky wird auf einem
Stützpunkt in einer Äußeren Provinz zum Piloten ausgebildet und Cassia
in die Hauptstadt beordert. Dort trifft sie auf Xander, der als
Funktionär für die Gesellschaft arbeitet. Kann sie sich ihm anvertrauen? Als eine tödliche Seuche ausbricht und die gesamte Bevölkerung zu vernichten droht, muss Cassia eine Entscheidung treffen …
Quelle: Verlag

Die Handlung:
Cassia, Ky und auch Xander sind der Erhebung beigetreten (Xander gehört schon länger dazu) und versuchen das System zu stürzen. Jeder hat seine eigene Aufgabe und alle drei sind getrennt voneinander. Ky fungiert als Pilot, Xander als Arzt und Cassia ist wieder als Sortiererin tätig. Jeder muss seine Aufgabe erfüllen, damit die Erhebung Erfolg hat. Doch dann bricht eine ungeplante Seuche aus, die alle Menschen zu vernichten droht…
 
Meine Meinung:
Nachdem mich Band 2 „Die Flucht“ sehr enttäuscht hat, waren meine Erwartungen an „Die Ankunft“ sehr gering. Eigentlich wollte ich diesen Abschlussband auch nur lesen, weil ich neugierig war, wie die Reihe ausgeht. Mit viel Lesegenuss habe ich nicht gerechnet.
So war die Überraschung groß, als es mir doch gut gefallen hat. Der Einstieg ist mir ohne Probleme möglich gewesen und es hat mich fasziniert, wie die Erhebung tätig wird.
Dabei hat Ally Condie eine interessante Welt erschaffen, die gut zu dem Plot passt.
Viele offene Fragen der letzten Bände werden geklärt und der Plot ist gut durchdacht und insgesamt recht fesselnd.
Zwar dominiert auch hier nicht die Spannung und es gibt durchgehend sehr ruhige Passagen, dennoch weiß dieser Band durch starke Emotionen und tolle Ideen zu überzeugen.
„Die Ankunft“ bietet überraschend viel Lesegenuss.
Besonders gut haben mir ein paar wenige überraschende Wendungen und die ausdrucksstarke Darstellung der Gefühle gefallen.
In diesem Band gibt es im Gegensatz zu den Vorbänden weniger romantische Stellen, aber das hat mich nicht weiter gestört, da diese sich so, wie sie aufgetreten sind gut in die Gesamthandlung integrieren.
Das Ende ist sehr zufriedenstellend und passt zu der gesamten Reihe. Zwar sind hier nicht alle Fragen geklärt, aber das lässt dem Leser etwas Raum für seine Fantasie. Mir persönlich reichen die Antworten, die ich bekommen habe.
 
Die Protagonisten:
Die Protagonisten sind allesamt liebevoll und detailliert ausgearbeitet und bieten mittlerweile etwas mehr Tiefe, als in den Vorbänden.
Cassia ist durchweg sympathisch und ihre Handlungsweisen kann ich gut verstehen. Sie hat sich im Vergleich zum ersten Band stark entwickelt und hat ihren eigenen Weg gefunden an ihre Ziele zu kommen.
Ky ist eigentlich nur wegen Cassia in die Erhebung eingetreten. Eigentlich träumt er davon alle seine Lieben zu schnappen und ganz weit weg zu fliegen. Dennoch tut er alles, damit es eine bessere Zukunft für ihn und Cassia geben wird. Er gehört zu meinen Lieblingsprotagonisten.

Xander hat mich hier wirklich überrascht. Er nimmt nun viel mehr Raum in der Handlung ein und arbeitet schon lange für die Erhebung. Ich bewundere ihn, wie er Cassia, die er liebt die Wahl lässt und nie aufgibt. Er ist hier mit der tiefgründigste Protagonist.

Der Schreibstil:

Der Schreibstil ist gewohnt poetisch. Allie Condie bezieht sich gerne auf Gedichte und Zitate, die immer wunderbar passend in die Handlung eingeschoben werden. Dazu ist der Schreibstil einfach gehalten, locker und zu lesen und kommt ohne zu viele Verschörkelungen und verschachtelte Sätze aus. Obwohl die Handlung immer nur recht langsam vorangeht, fliegen die Seiten beim Lesen nur so dahin.

Die Handlung wird abwechsend aus der Sicht von Xander, Cassia und Ky geschildert (Ich-Perpektive), was ich sehr passend finde. So bekommt man als Leser einen größeren Überblick über die Tätigkeiten der Erhebung und was in den einzelnen Protagonisten vorgeht. Man ist immer nah am Geschehen und den Gefühlen von Xander, Cassia und Ky dran.

Das Cover/der Buchtitel:

Das Cover passt gut zu den Vorbänden und ist vom Originalcover übernommen. Ich finde es auch zu dem Inhalt sehr passend und gerade durch seine Schlichtheit überzeugend.
Der Titel passt ebenfalls zu der Reihe und hat Wiedererkennungswert. Dazu passt er zu dem Inhalt.

Fazit: 

Wer Band 1 und Band 2 schon nicht gerne gelesen hat, wird auch an dem 3. Band keine Freude haben. Fans der Trilogie oder Leser, die Band 2 zu langweilig fanden, dürften aber gefallen an dem Buch finden, da viele offene Fragen geklärt werden und es ein zufriedenstellendes Ende hat.

 

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