[Rezension] Kieran Larwood- Freaks in geheimer Mission

 
 

Sheba, das junge Wolfsmädchen, lebt seitdem sie aus einem Waisenhaus
rausgeholt wurde in Gefangenschaft und muss in einer Freakshow
auftreten. Sie führt ein tristes und langweiliges Leben, ohne Erinnerung
an ihre Eltern. Eines Tages wird sie an eine andere Freakshow verkauft
und lernt dort Sister Moon, Mama Rat, Monkeyboy und Gigantus kennen, die ebenfalls ein Teil der Freakshow sind. Als dann ein Mädchen an der
Themse in London verschwindet, das Sheba ins Herz geschlossen hat,
begibt sich die Gemeinschaft auf die Suche nach ihr und findet heraus,
dass noch einige andere Kinder verschwunden sind…

 

„Freaks in geheimer Mission“ hat mich alleine schon wegen dem Titel
neugierig gemacht. Das Buch spielt die meiste Zeit in London im Jahre
1851, was ebenfalls für das Buch spricht.
Der Einstieg ist dabei sehr gut gewählt, da man zuerst einmal Sheba und
ihr bisheriges Leben kennenlernt. Dann kommt sie nach London und die
Handlung nimmt zusehends an Fahrt auf.
Dabei ist die Idee des Buches skurril, aber auch interessant. Fünf
„Freaks“ aus einer Freakshow machen sich auf, um in einer Stadt, die
ihnen alles andere als wohlgesonnen ist, Kinder zu retten.
Einen hohen Stellenwert in der Geschichte haben die Themen Freundschaft
und Mut das Richtige zu tun, was mir gut gefallen hat. So werden
wichtige Werte vermittelt, die in einer, vor allem für die angesprochene
Altersgruppe, packenden Geschichte verpackt ist. Und obwohl ich nicht
mehr zur Zielgruppe gehöre, hatte ich beim Lesen viel Spaß.

Dabei ist Sheba als Protagonistin gut gewählt. Sie ist zu Beginn sehr
einsam, da jeder Mensch Angst vor ihr hat. Doch nachdem sie nach London
gekommen ist, bekommt sie Freunde und Kontakte. Sie ist insgesamt sehr
lieb und schüchtern, blüht im Laufe der Buches richtig auf, was viel an
den anderen Hauptprotagonisten liegt.
Monkeyboy der kleine, stinkende Affenjunge hat teilweise eine ruppige
und schwierige Art und liebt es Streiche zu spielen, aber er hat wenn es
darauf ankommt einen scharfen Verstand und ist für seine Freunde da.
Sister Moon ist auf den ersten Blick ein ganz „normales“ japanisches Mädchen, die als Ninja ausgebildet wurde.
Dann gibt es da noch den Riesen Gigantus, der sehr gerne schreibt und
sehr warmherzig ist und Mama Rat, die einen Rattenzirkus leitet und mit
den Ratten kommuniziert und sie wie ihre Kinder behandelt.
Insgesamt hätte ich mir über die einzelnen Protagonisten mehr
Hintergründe gewünscht, da sie alle doch sehr blass bleiben und es an
Tiefe fehlt.

Dagegen ist der Schreibstil sehr gut, denn er ist durchweg fesselnd
und angepasst an die Zeit, in der das Buch spielt. Dabei aber sehr
einfach und locker zu lesen, so dass es gut zu der Altersempfehlung des
Buches passt. Die ganze Geschichte wird hauptsächlich aus Shebas Sicht
(personaler Erzähler) geschildert, so dass man als Leser viel über ihre
Beweggründe und Gefühle erfährt. Dabei schreibt Kieran Larwood sehr
einfühlsam und verbindet interessante Ideen miteinander. Denn neben den
wenigen Fantasyelementen, gibt es einen spannenden Kriminalfall und
Steampunk-Elemente.

Dazu besticht das Buch durch unvorhersehbare Ereignisse und einer
Auflösung des Ganzen, mit der ich nicht gerechnet hätte. Das Ende ist
spannend und gut umgesetzt und bietet einen guten Abschluss.

„Freaks in geheimer Mission“ bietet kurzweilige Unterhaltung, die
wichtige Werte vermittelt und besonders die vorgesehene Zielgruppe
überzeugen dürfte. Durch überraschende Wendungen kommt keine Langeweile auf, auch wenn ich mir mehr Informationen über die doch blassen Protagonisten gewünscht hätte.
Alles in allem ist es skurril, aber durchaus lesenswert.

3 Replies to “[Rezension] Kieran Larwood- Freaks in geheimer Mission”

  1. Hallo Mandy,

    ich ist halt mal ein richtiges Kinder/Jugendlichenbuch ohne das übliche Geschmarre von Liebe/Sex.

    Eher auch eine Geschichte die Jungs anspricht mit Abenteuer und Steampunkelementen.

    LG..Karin…

  2. hallo Mandy,
    Ich fand den Anfang sehr lang und sehr zäh und für ein kinderbuch nicht so geeignet
    wenn man sich erst mal durch fünfzig seiten quälen muss bis es interessant wird haben die

    kids schon keine lust mehr zm weiterlesen

    1. Huhu,
      wenn für Kinder der Anfang zäh ist, hast du natürlich recht. Ich persönlich fande den halt nicht zäh, weil es mir spaß gemacht hat mehr über die "Freaks" zu erfahren. Ich denke auch, dass es mir in dem Alter (also mit 11 oder so) gut gefallen hätte, aber es gibt bestimmt auch viele Kids, die da anderer Meinung wären. So was ist ja immer Geschmackssache. ;)

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