[Rezension] Melissa Darnell- Herzblut: Stärker als der Tod (Band 2)

 
 

Savannah musste dem hohen Rat der Vampire schwören, sich von Tristan zu trennen, zu groß ist die Gefahr, dass der Waffenstillstand der Vampire und der Nachfahren/dem Clan (zu denen Tristan gehört) gestört wird oder ihr Blutdurst zu übermächtig wird. Schweren Herzens hält sie sich an den Schwur. Doch für beide ist es nicht einfach, denn sie gehen weiterhin auf die Jacksonville High.
Zusätzlich erwacht Savannahs Vampirseite immer mehr, und auch ihre Hexenseite macht sich bemerkbar. Außerdem geschehen auf einmal seltsame Morde und der Waffenstillstand, für den Savannah so viel opfert, droht zu zerbrechen. Können Tristan und Savannah das verhindern?


Der zweite Band der „Herzblut“-Reihe schließt direkt an den Geschehnissen des ersten Bandes an. Man begleitet Savannah, Tristan und Savannahs Vater auf ihrer Heimreise vom Vampirrat. Dort erwartet die drei schreckliches, denn der Clan möchte Tristan wieder haben und hat Savannahs Großmutter entführt.
Dieser Einstieg ist emotional und durchweg nach meinem Geschmack und da mir der erste Band insgesamt recht gut gefallen hat, war ich gespannt, wie es mit Savannah und Tristan weitergeht.

Nach dem gelungem Einstieg allerdings, plätschert die Handlung lange Zeit einfach nur dahin. Es passiert für meinen Geschmack viel zu wenig und man begleitet Savannah und Tristan hauptsächlich dabei, wie sie mit ihren Gefühlen zurechtkommen und Liebeskummer haben, sich gegenseitig beobachten und das Verhalten beurteilen. Einerseits sind ihre Gefühle gut dargestellt, andererseits war mir das zu langweilig und eintönig.
Spannung kommt erst sehr spät auf und auch das Finale konnte mich nicht zu hundertprozent überzeugen. Zwar ist dieser zweite Band etwas spannender als sein Vorgänger, aber leider ist bei mir der Funke nur bedingt übergesprungen.

Savannahs Entwicklung und das Erwachen des Blutdurstes hat mir dagegen sehr gut gefallen. Die Idee und die Ausarbeitung ist gut gelungen. Savannah ist sowieso eine interessante Protagonistin, die es im Leben nicht einfach hat.
Tristan ist ebenfalls ein interessanter Protagonist, der Savannah mehr als alles in der Welt liebt und für seine Liebe alles tun würde. Allerdings gibt er dann doch überraschend schnell auf.
Insgesamt sind alle Protagonisten authentisch und gut ausgearbeitet.

Der Schreibstil ist sehr eingängig und leicht und locker zu lesen. Beim
Lesen fliegen die Seiten trotz der fehlenden Spannung nur so dahin, was viel an den aussdrucksstarken Gefühlen liegt.
Die Handlung wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Tristan und
Savannah geschildert, sodass man als Leser einen sehr guten Einblick in
die beiden Protagonisten bekommt und ihre Denkweisen nachvollziehen kann.

Das Ende ist in sich abgeschlossen, weißt aber auf einen interessanten dritten Band hin, der hoffentlich mehr Spannung enthält als seine Vorgänger.

Dieser zweite Band konnte mich leider nur bedingt fesseln. Für meinen Geschmack passiert zu wenig, auch wenn die Gefühle sehr ausdrucksstark und toll dargestellt sind, hat sich bei mir kein Suchtfaktor eingestellt. Fans des ersten Bandes werden aber bestimmt ihre Freude damit haben können.

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