[Rezension] Elizabeth Miles- Im Herzen der Zorn

 
 
 

Em hat die letzte Begegnung mit den Furien heil überstanden. Doch nun
lebt sich in ständiger Angst vor ihnen und sucht eine Möglichkeit sie
für immer aus Ascension zu verbannen, damit niemand mehr unter ihnen
leiden muss. Denn auch Em hat noch lange keine Ruhe vor der Rache und
Intrigen der Furien. Sie darf niemandem erzählen, was wirklich geschehen
ist und so muss sie damit leben, dass ihre große Liebe JD ihr aus dem
Weg geht.
Als dann eine neue Schülerin (Skylar) an die Ascension Highschool kommt und diese sich mit Meg anfreundet, ahnt sie nicht, dass Meg kein Mensch ist, sondern zu den Furien gehört. Dennoch scheint in Skylars Leben alles nach Plan zu verlaufen, denn sie möchte ihr altes Leben hinter sich lassen. Doch wieso sind die Furien auf sie aufmerksam geworden? Was verbirgt sie?

 

Nachdem mich der erste Band rund um die Furien trotz einiger Mängel gut
unterhalten konnte, war ich sehr gespannt darauf, wie es mit Em und den
Furien weitergeht. Doch der Einstieg fiel mir zuerst schwer, weil ich
mich erst wieder mit den Namen und den Geschehnissen des Vorbandes
vertraut machen musste. Doch nach kurzer Zeit und mit einigen passenden
Rückblenden aus Ems Sicht, konnte ich schnell wieder in die Geschehnisse
in Ascension eintauchen.

Die Idee der Furien gefällt mir unglaublich gut. Sie suchen sich Menschen, die in ihrem Leben etwas Falsches getan haben und rächen sich an ihnen. Dabei gehen sie über Leichen und haben kein einsehen, dass sie zu weit gehen. Ihre Vorgehensweise und wie vorrausschauend sie alles planen, konnte mich schockieren und faszinieren.

Neben der Furienthematik gibt auch auch einige Abschnitte, die sich mit normalem Teenager-Themen befassen, was das ganze auflockert, aber auch etwas die Spannung, die durch die Furien ensteht, reduziert. Insgesamt habe ich diesen Band als spannender empfunden, als den Vorgänger, obwohl man vom Wissenstand nur minimal
weiter ist, als zuvor. Viele Fragen werden aufgeworfen und nur wenige
gelöst. Die Auflösung wird dann hoffentlich im dritten und letzten Band
zufriedenstellend erfolgen.

Mit Skylar gibt es in diesem Band eine neue Protagonistin, die ich schnell ins Herz geschlossen habe, obwohl sie Meg vertraut. Sie möchte alles ändern und endlich ein Leben führen, so wie sie es für richtig hält und tut alles dafür. Sie verbirgt einiges aus ihrer Vergangenheit, dass man nach und nach erfährt und dafür gesorgt hat, dass ich sie und ihre Handlungen ein Stück weit verstehen und nachvollziehen konnte.
Em hat sich durch die Erlebnisse mit den Furien stark verändert und ist kaum wiederzuerkennen. Sie leidet und versucht die Furien loszuwerden und die Menschen zu beschützen, die ihr wichtig sind. Sie wirkt erwachsener und reifer, aber auch extrem mitgenommen, sodass sie mir hier immer wieder sehr leidgetan hat.
Insgesamt konnten mich hier alle Protagonisten überzeugen, da sie gut ausgearbeitet sind.

Die Handlung wird mal aus Ems und mal aus Skylars Perpsektive (personaler Erzähler) geschildert, was mir gut gefallen hat.
Der Schreibstil ist leicht und locker zu lesen, dabei sehr jugendlich
gehalten, was zu den jugendlichen Protagonisten sehr gut passt.
Elizabeth Miles versteht sich darauf Geheimnisse sehr, sehr langsam zu lüften und dabei die Spannung zu steigern, aber auch Emotionen gut zu übermitteln.

Das Ende bietet einen guten Abschluss, lässt mich aber ungeduldig auf den
nächsten Band warten, weil man etwas Unglaubliches erfährt und unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht.

 

„Im Herzen der Zorn“ bietet ein gelungenes und spannendes Leseerlebnis,
das nur wenige Geheimnisse lüftet, aber durch die Idee der Furien
begeistern kann.
Ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen, der den Vorband gemocht hat und einen spannendes Buch sucht, das durch Teenager-Themen aufgelockert wird.

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