[Rezension] Kate Harrison- Soul Beach: Schwarzer Sand

 
 

Alice versucht immer noch den Mörder ihrer Schwester Meggie zu finden.
Doch das stellt sich als schwierig heraus. So oft sie kann sucht sie
Zuflucht in der virtuellen Welt und somit am Soul Beach, wo sie Zeit mir
ihrer Schwester verbringen kann. Während Alice immer noch im Dunkeln
tappt, schlägt der Mörder von Meggie erneut zu und ein weiterer Gast
erscheint am Soul Beach. Diesen Gast kennen Alice und Meggie nur zu gut.
Als sich dann die Chance bietet in Barcelona einem der Gäste zu helfen,
damit er den Soul Beach verlassen kann, versucht Alice ihr Glück, immer
mit dem Wissen, dass der Mörder wahrscheinlich einer ihrer
Reisegefährten ist.

 

Obwohl mich der erste Band der Trilogie nicht so ganz überzeugen konnte,
war ich neugierig wie sich die Geschichte weiterentwickelt.
Die Idee, dass es einen Strand gibt, wo junge Menschen, die wegen einem
Unrecht gestorben sind, ihre Zeit verbringen, finde ich faszinierend.
Allerdings stört es mich, dass man nicht erfährt, ob es diesen Strand
wirklich gibt, oder nur ein ausgeklügeltes Computerprogramm ist um Alice
zu täuschen. Ich wüsste gerne, wer hinter dem Soul Beach steckt, weil
einfach so akzeptieren, dass es ihn gibt und man da sogar tote Menschen
berühren kann, so wie Alice kann ich nicht. Mir fehlen da einfach
Antworten.

Dennoch sind die Beschreibungen des Strandes wunderschön und atmosphärisch. Das Spannungsniveau ist in diesem zweiten Band deutlich höher, als bei seinem Vorgänger und durch ein Internetverbot dominieren die Geschehnisse in der „echten“ Welt, was mir richtig gut gefallen hat. Zwar erfährt man immer noch nicht mehr über den Mörder von Meggie, aber immerhin kann man im Laufe des Buches ein paar Verdächtige ausschließen. Der Plot spitzt sich immer mehr zu und es gibt einige Überraschungen. Vor allem die Reise nach Barcelona konnte mich fesseln und begeistern.

Alice als Protagonistin ist sehr authentisch ausgearbeitet, auch wenn ich einige ihrer Handlungen ziemlich unüberlegt und nicht nachvollziehbar finde, wie z.B. dass sie in ein verlassenes Parkhaus geht, wenn sie da den Mörder vermutet. Außerdem hinterfragt sie mir etwas zu wenig. Nachdem sie Triti geholfen hat den Soul Beach zu verlassen, setzen auch andere Gäste des Strandes ihre Hoffnungen in Alice, was sie völlig überfordert und erst mal handlungsunfähig macht, was ich in ihrer Situation aber nur zu gut verstehen kann.
Neben Alice gibt es einige Protagonisten, die gut ausgearbeitet sind, aber immer so, dass man sich nicht sicher ist, wer nun der Mörder sein könnte. Jeder verhält sich komisch, jeder könnte so vieles zu verbergen haben. Kate Harrison schafft es vortrefflich den Leser immer wieder in die Irre zu führen, sodass man nie weiß, welchem Protagonisten man trauen kann.

Der Schreibstil ist sehr emotional und atmosphärisch, dabei leicht und locker zu lesen und sehr jugendlich gehalten, was zu der jugendlichen Protagonistin Alice passt. Die Handlung wird komplett aus der Ich-Perspektive von Alice geschildert, sodass man ihre Gefühle und Gedanken hautnah miterlebt. Zwischendurch gibt es kurze Abschnitte aus der Sicht des Mörders (Ich-Perspektive), die die Neugierde und Spannung weiter schüren.

Das Ende des Bandes ist alles andere als abgeschlossen und bei der Mördersuche ist man kaum weiter, als zuvor. Dennoch bietet es ein spannendes Ende, das mich neugierig auf den dritten und letzten Band macht.

 

„Soul Beach- Schwarzer Sand“ hat mir insgesamt besser gefallen, als sein
Vorgänger. Es herrscht hier mehr Spannung vor und man kann gar nicht
anders, als zu spekulieren wer denn der Mörder von Meggie sein könnte.
Alles ist wunderbar atmosphärisch beschrieben und besonders die
Abschnitte in Barcelona konnten mich in ihren Bann ziehen.
Wer Band eins gemocht hat, dürfte Band zwei lieben und diejenigen, die Band eins nicht mochten, sollten diesem zweiten Band eine Chance geben. Ich habe es nicht bereut das Buch zu lesen, da es viele spannende Lesestunden bietet.

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