[Rezension] Hubertus Rufledt/ Helge Vogt- Alisik: Frühling

 
 

Die Bagger haben mit ihrer Arbeit weitergemacht und Oma Samtkrauts Grab weggebaggert. Mit ihrem Grab ist auch Oma Samtkraut verschwunden. Die Postmortalen versuchen alles um die Bagger aufzuhalten, aber es sieht schlecht für sie aus. Und auch bei Alisik und Ruben läuft nicht alles rund, denn Alisik steht vor der schwersten Entscheidung seitdem sie denken kann.

Als großer Fan dieser Comic-Reihe braucht es nicht viel um mich in ihren Bann zu ziehen. Band drei geht genau da weiter, wo Band zwei aufgehört hat und man erfährt, dass Oma Samtkraut tatsächlich verschwunden ist. Doch wohin, dass weiß keiner. So versuchen die Postmortalen die Bagger zu zerstören, damit sie Oma Samtkraut rächen und sich selber schützen.

Alisik schüttelt über deren Verhalten nur den Kopf. Sowieso wirkt Alisik in dem Band reifer und erwachsener und trifft Entscheidungen, die nicht einfach zu treffen sind. Sie entwickelt sich toll und ich mag ihre Liebesgeschichte mit Ruben, die unter keinem guten Stern steht. Über die anderen Postmortalen erfährt man noch mehr als im Vorband, sodass man nach diesem Band fast jede Geschichte der Postmortalen kennt, was Alisiks Friedhofsgefährten sehr vielschichtig und authentisch macht.

Der Plot geht ansprechend und insgesamt spannend weiter und bietet noch einige Überraschungen.  Wie auch bei den Vorbänden ist der Zeichenstil wunderschön. Größtenteils ist der Comic eher in dunklen Farben gehalten, was ihn vielleicht etwas düster erscheinen lässt, aber gerade das finde ich sehr passend. Die Szenen der Lebenden oder die Geschichten der Postmortalen sind im Gegensatz dazu eher hell gehalten, sodass sich das gut vom Rest absetzt. Die Zeichnungen sind dabei detailliert und ganz nach meinem Geschmack. Auf den Panels gibt es unglaublich viel zu entdecken.

Ergänzt werden die schönen Zeichnungen durch einen ansprechenden Schreibstil in den Sprechblasen, aber auch durch die geschriebenen Kapitelanfänge, die aus der Ich-Perspektive von Alisik geschildert werden oder die Regeln der Postmortalen darstellen.

Das Ende bietet viel Stoff für den vierten und damit letzten Band und ist alles andere als abgeschlossen. Ich bin schon sehr gespannt, wie es mit Alisik und ihren Freunden weitergeht.

„Alisik“ ist ein Comic, den ich einfach liebe. Tolle Zeichnungen und ein ansprechender Plot lassen das Herz eines jeden Comic-Fans höher schlagen, aber ich glaube auch nicht Comic-Fans könnten ihren Spaß daran
haben.

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