[Hörbuch-Rezension] „Revival“ von Stephen King

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„Revival“
beschreibt die Geschichte von Jamie und dem Prediger Charles Daniel
Jacobs, die sich von Jamies früher Kindheit an immer wieder begegnen.
Reverant Jacobs zeigt früh ein besonderes Interesse an Elektrizität und
bald schon merkt Jamie, dass sein erster erwachsener Freund mehr mit der
Elektrizität machen kann, als nur Geräte zu betreiben. Immer wieder
treffen und trennen sich ihre Wege und mit jedem Treffen scheint es mehr
und mehr, dass Jacobs Jamie für seine verrückt klingenden Pläne
gewinnen möchte. Seine wahren Absichten bleiben dabei aber auch für
Jamie vorerst im Dunkeln verborgen.

Stephen
King hat mit „Revival“ eine interessante Erzählung mit
Themen wie Glauben, Leid und Tod erschaffen. Die Geschichte ist als
Ganzes schon sehr stimmig. 

Meiner
Meinung nach passt diese Geschichte jedoch nicht in das Genre
„Horror“. Es gibt vereinzelte Stellen, die vielleicht in
Richtung Horror einzuordnen wären (ich muss mich jetzt wieder
zusammen nehmen um nicht zu spoilern), jedoch hat King bezüglich
seines sonst legendären Grusel-Faktors hier eher nachgelassen. Die
Geschichte behandelt Jamies halbes Leben und ist eher eine Erzählung
nach der Art von „Forrest Gump“ mit einem etwas mysteriösem
Ende, für mich jedoch nicht gruselig genug um das Genre „Horror“
zu rechtfertigen. 
Zudem wird
die gesamte Geschichte aus der Ich-Perspektive als eine Art Bericht
von Jamie erzählt, der den Leser mit dem Bericht warnen soll. Das als
solches nimmt schon sehr viel Spannung, da man ja so schon mit einem
zumindest teilweisem Happy End rechnen kann. Die Spannungskurve
verläuft meiner Meinung nach anfangs eher mäßig und macht erst
kurz vorm Ende einen steilen Bogen. Der Spannungshöhepunkt kommt
dabei leider dann viel zu kurz. 

Nun
wieder zum Sprecher: David Nathan zählt nun offiziell zu meinen
Lieblingssprechern. Er schafft es permanent die richtige Stimmung
aufzubauen. Betonungen und Pausen werden super gesetzt, sodass man
fast schon von einem Ein-Mann-Hörspiel sprechen könnte. Viele
Sprecher klingen einfach danach, dass sie vorlesen (was nicht sofort
unbedingt schlecht sein muss) – Nathan aber schafft es das Hörbuch
sehr viel lebendiger wirken zu lassen. Besonders seine Art den
gesundheitlichen Zustand verschiedener Personen (ich will nicht
spoilern!) in seine Sprechweise miteinzubeziehen muss an dieser
Stelle sehr gelobt werden. Vielleicht liegt es an seiner Erfahrung
als Synchronsprecher, jedenfalls macht er auch als Leser bei diesem
Hörbuch einen wirklich guten Job! 
Allein für
ihn muss ich „Revival“ schon einen Bonuspunkt in meiner Endwertung
geben – alles andere könnte ich nicht ruhigen Gewissens
verantworten. 

„Revival“
ist sicher eine gute Geschichte, der man – nicht zuletzt auch durch
David Nathans Weise vorzulesen – gut auch über einen längeren Zeitraum
zuhören kann. Horror-Fans würde ich „Revival“ nicht ans Herz legen, da
wie oben beschrieben der Gruselfaktor einfach nicht reicht. Leider muss
ich sagen, dass ich andere King-Bücher eher empfehlen würde. Ich
entscheide mich in meiner Endbewertung für 3 1/2 von 5 Punkten.

  • Hierbei handelt es sich soweit ich weiß um einen Einzelband.
  • Eine Hörprobe dazu findet ihr hier: Klick
  • Über den Autor erfahrt ihr hier mehr: Klick
  • Seine Homepage ist hier zu finden: Klick
  • Und hier erfahrt ihr mehr über den Sprecher: Klick 

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