[Hörbuch-Rezension] „Layers“ von Ursula Poznanski

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Dorian, ein obdachloser Jugendlicher, wird in einen Mordfall verwickelt. Um der Polizei zu entgehen willigt er ein, von einem Passanten in eine Villa mitgenommen zu werden, wo er auf andere ehemals obdachlose Jugendliche trifft. Er erhält Kleidung, Essen und Schuluntericht und soll dafür lediglich für seinen Wohltäter Bornheim Prospekte in der Fußgängerzone verteilen. Als er schließlich mit wichtigeren Botengängen beauftragt wird,läuft etwas furchtbar schief und Dorian gerät in immer größere Gefahr, die schnell sein Leben bedrohen soll.  

Die
Story: Layers war wieder so ein Hörbuch, bei dem ich mir die Hülle
gar nicht groß angesehen habe. Ursula Poznanski als Autorin
reichte aus um mich zu interessieren, da ich auch einige ihrer
vorigen Thriller sehr beeindruckend fand (das war allerdings bevor ich
hier mit den Rezensionen angefangen habe). Dementsprechend wusste ich
nicht, was mich erwartet und war am Anfang des Hörbuchs doch eher
irritiert. Gerade beim Einzug in die Villa (soviel darf man ja schon
verraten) war ich genau wie Dorian sehr irritiert, wie gut das doch
alles klingt und habe mich gefragt, wo der Haken liegen mag. Nach
Lesen der Inhaltsangabe geht man da denke ich schon mit einer ganz
anderen Erwartung in die Geschichte.
Jedenfalls
hat mich die Geschichte bis zum Ende hin nicht enttäuscht und auch
wenn ich ein paar Sachen von Anfang an richtig vermutet habe, wurde
ich am Ende doch noch sehr überrascht. Sowieso wird die Geschichte
erst sehr spät am Schluss aufgeklärt, was bedeutet, dass nach dem
Spannungshöhepunkt nicht mehr elendig lang geschwafelt wird und alles
so ist wie es bei einem guten Hörbuch sein muss. Einen weiteren Teil
erwarte ich bei dem Ende aber nicht. „Layers“ ist so wie es
ist gut abgeschlossen.

Zum
Charakterdesign muss ich sagen, dass mir Dorian als Jugendlicher gut
gefiel. Frau Poznanski hat den Unterschied zu den sonst erwachsenen
Protagonisten, die ich von ihr kenne, gut erkennbar gemacht. Und
entgegen meiner sonstigen Meinung, dass Frauen einfach keine
Liebesgeschichten aus Männersicht schreiben können, hat sie auch
das hinbekommen und nicht sonst wie hochtrabende poetische Sätze formuliert,
die – und jetzt seien wir mal ehrlich – kein Mann wirklich einfach so
denken würde. Nein, alles in allem sind Dorian und Co gut durchdacht
und beschrieben. 

Ein
weiterer Punkt, der mich sehr fasziniert hat, ist der technische
Hintergrund. Ich versuche jetzt mal nicht zu viel zu spoilern, was das Schreiben der Rezension nicht leichter für mich macht. Aber nachdem
ich ein Hörbuch von Frau Poznanski über Geocaching und dann über
die Gefahren von Facebook gehört habe, bei denen beide Male
wunderbar in das Thema eingeführt wurde, kommt nun ein Hörbuch mit
der durchaus aktuellen Thematik der virtuellen Realität. Ich glaube, dass viele Leser/Hörer gar nicht wirklich wissen, was in diesem
Bereich bereits alles möglich ist und wie durchaus realistisch
„Layers“ damit schon sein könnte. Frau Poznanski hat sich
jedenfalls informiert – großer Pluspunkt!

Kurz
zum CD-Format: ich mag es ja eigentlich, wenn die Hörbücher auf
eine MP3-CD passen und man nicht wie ich während der Autofahrt
irgendwo ranfahren muss, um die CD wieder mal zu wechseln. Der Haken
an der Sache ist aber auch, dass man manchmal nicht einschätzen
kann, wie lang so ein Hörbuch noch ist. Ich wusste zwischenzeitlich
nicht einzuordnen, ob ich nun mittig in der Geschichte bin oder mich
schon stark auf das Ende zu bewege. Da ich aber wie gesagt es mag,
keine CD wechseln zu müssen, ist das kein negativer Punkt für meine
Wertung.


Zum
Sprecher: Ich kannte Jens Wawrczeck nun noch nicht als Sprecher von
Hörspielen (ich hab „Die Drei ???“ als Kind nie wirklich
gemocht und gehört) und Hörbüchern sondern eher als
Synchronsprecher aus dem Fernsehen. Doch hier darf ich einen neuen
Sprecher nun zu meinen Favoriten zählen. Allerdings muss ich dazu
sagen, dass ich ihn mir schlecht für ein Erwachsenen-Thriller oder
düsteres Horror-Hörbuch vorstellen könnte. Für Layers war er eine
gute Wahl und hat seinen Job wirklich gut gemacht. Man erkennt die
Charaktere meist schon an ihrer Sprechweise, bevor der Name genannt
wird. Ein weiterer großer Plus-Punkt!

Meine Frau hat etwas nachdem ich Layers gehört habe auch das Buch gelesen und witzigerweise sind wir uns in der Bewertung einig: volle 5 Punkte! Layers hat mich überzeugt und auch jetzt nachdem ich das Hörbuch habe etwas „sacken“ lassen können, lässt es mich noch nicht komplett los. Ich wünsche mir nicht unbedingt einen Nachfolger – für mich ist die Geschichte abgehakt – aber „Layers“ werde ich bestimmt irgendwann noch einmal hören. Eindeutige Kaufempfehlung!!

  • Hierbei handelt es sich um einen Einzelband.
  • Das Buch dazu ist beim Loewe-Verlag erschienen.
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