[Rezension] „Der Winter der schwarzen Rosen“ von Nina Blazon

Für die Zwillingsschwestern Tajann und Liljann hält das Schicksal ganz
unterschiedliche Dinge bereit. Liljann soll sobald ihr Vater sie
freigibt ihr Glück in Grauland, einem gefährlichen und düsteren
Land, versuchen und Tajann, begleitet von den Wilen, möchte ihr Glück
am Hof finden. Doch beide Schicksale sind gefährlich und so geraten
beide Schwestern in Gefahr und treffen sich schließlich in einer
Festung wieder, die durch dunkle Magie geschützt wird, doch ihre
Verfolger sind ihnen dicht auf den Fersen…

Da ich ein riesiger Fan von Nina Blazons Fantasy Büchern bin, habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut. Es spielt in der Welt von „Faunblut“, wie auch die Bücher „Ascheherz“ und „Der dunkle Kuss der Sterne“. Allerdings finde ich nicht, dass man dafür die anderen Bücher gelesen haben muss, obwohl ich alle Bücher kenne. Wenn man sie kennt, gibt es hin und wieder einen Wiedererkennungswert, aber insgesamt versteht man den Inhalt auch wunderbar, wenn man nur „Der Winter der schwarzen Rosen“ kennt, da die vier Bücher im Großen und Ganzen nicht viel miteinander zu tun haben, aber in der gleichen Welt spielen.

Der Einstieg ins Buch ist mir insgesamt sehr gut gelungen. Allerdings hatte ich zuerst etwas Probleme die Perspektiven auseinanderzuhalten, da abwechselnd die Ich-Perspektive der beiden Schwestern genutzt wurde und ich nicht immer wusste, welche Schwester denn nun gerade ihre Geschichte erzählt. Doch das legte sich irgendwann und ab da konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Es ist ein Buch voller Magie, Gefahren, Intrigen, Liebe und Enttäuschungen und es herrscht insgesamt eine düstere und bedrückende Atmosphäre vor, die sich durchs ganze Buch zieht.

Es fängt schon damit an, dass Tajann unglücklich ist, weil sie erst ihr Elternhaus verlassen kann, wenn ihre Schwester freigegeben wird und sie deswegen alles mögliche unternimmt, damit sie endlich frei ist. Dadurch schreckt sie weder vor Verrat noch vor Intrigen zurück. Das machte sie für mich zuerst sehr unsympathisch, obwohl sie ein lebensfroher und eigentlich interessanter Mensch ist. Erst im Laufe des Buches wurde sie mir sympathischer. Als sie sich verliebt, scheint ihr Schicksal besiegelt, aber ihre Gefühle waren durchweg hautnah spürbar und sorgten dafür, dass das Buch nicht immer düster und bedrückend ist.
Auch Liljann verliebt sich im Laufe des Buches. Sie war für mich die sympathischere Schwester, da sie sich immer um das Wohl ihrer Schwester gesorgt hat und auf ihre zurückhaltende und schüchterne Art einfach liebenswert ist. Sie beherrscht Magie und das in einer Welt, in der Magie gehasst wird und alle die Magie beherrschen getötet werden. Deshalb muss sie das stets geheim halten, was nicht einfach ist. Im Laufe des Buches trifft sie auf einen Gestaltwandler und wird mutiger, selbstbewusster und weiß was sie will. Ihre anfängliche Unsicherheit verschwindet immer mehr. Diese Entwicklung mochte ich sehr.
Neben den beiden Schwestern gibt es zahlreiche Charaktere, die mir auf ihre Art ans Herz gewachsen sind und alle Figuren des Buches sind unglaublich echt und authentisch ausgearbeitet.

Der Plot ist sehr komplex und ich wusste zu keiner Zeit, was mich am Ende erwarten wird. Es passiert so viel und es gibt so viele spannende und faszinierende Wendungen, sodass es zu keiner Zeit langweilig wurde. Die Idee hinter allem ist einfach grandios und nach meinem Geschmack, denn es gibt viel zu entdecken.

Zu meinem Lesegenuss hat aber auch vor allem Nina Blazons Schreibstil beigetragen, den ich einfach liebe, da er teils poetisch und wunderschön ist. Sie beschreibt alles auf ihre Art so, dass vor meinem inneren Auge die Welt des Buches lebendig wird. Die Sprache passt in das von ihr geschaffene Setting und die Welt des Buches ist einfach nach meinem Geschmack. Und auch Gefühle kann sie überzeugend vermitteln und mich so noch mehr an ihre Bücher fesseln. Ihr Schreibstil haucht den Figuren des Buches Leben ein, sodass man als Leser einfach mit ihnen fühlen muss.

Das Ende gefällt mir an sich sehr gut, weil es zum Ganzen passt, wer allerdings ein hundertprozentiges Happy End braucht, dürfte enttäuscht sein. Für mich war „Der Winter der schwarzen Rosen“ allerdings ein wirkliches Highlight und ich kann Nina Blazons nächstes Buch schon jetzt kaum erwarten.


„Der Winter der schwarzen Rosen“ war für mich ein wahres Highlight
und ist wohl auch eins meiner Jahreshighlights. Für mich hat hier
alles gepasst, sei es das Setting, die Protagonisten oder der
Schreibstil. Kaum angefangen, konnte ich das Buch nicht mehr aus der
Hand legen und ich warte schon jetzt sehnsüchtig auf weitere Bücher
von Nina Blazon.
 

4 Replies to “[Rezension] „Der Winter der schwarzen Rosen“ von Nina Blazon”

  1. Hallo Mandy!

    Das hört sich wirklich toll an, ich hab das Buch ja auf meiner Wunschliste stehen :D
    Du schreibst, dass es in der Welt von Faunblut spielt … es ist bzw. wäre für mich das erste Buch der Autorin, müsste ich dazu schon von den anderen etwas gelesen haben? Oder kann man das auch getrost "einzeln" lesen, ohne von den anderen eins zu kennen?

    Liebste Grüße, Aleshanee

    1. Huhu Aleshanee,
      ich finde nicht, dass man dazu Faunblut oder eins der anderen Bücher, die in der Welt spielen gelesen haben muss, weil alles so erklärt wird. Wenn man die anderen Bücher kennt, erkennt man zwar manches wieder, aber eigentlich kann man das Buch auch als Einzelband lesen, weil es zwar in der Welt spielt, aber mit anderen Figuren und zu einer anderen Zeit. ;)
      Liebe Grüße
      Mandy

  2. Hey Mandy :)

    schöne Rezi ♥ Ich liebe Nina ja und lese das Buch auch gerade. Im Moment bin ich zur Hälfte durch und bin total begeistert, ich hoffe, das hält bis zum Ende, aber bisher haben mich Ninas Bücher noch nicht enttäuscht.
    Die Bücher von ihr lesen sich einfach immer so schön und besonders bei diesem Buch, weiß ich nicht, was mich auf den nächsten Seiten erwarten wird :) Total spannend.

    Liebste Grüße Sine

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