[Rezension] „Die vierte Braut“ von Julianna Grohe

Die 19-jährige Gouvernante Mayrin Barnaby hat es im Leben nicht leicht. Eigentlich kam sie aus guten Verhältnissen, doch als ihre Eltern starben, musste sie sich auf einmal um ihre beiden geliebten Geschwister kümmern. Als sie ihre beste Freundin Tionne zur Auswahl einer Brautschau begleitet, gerät sie durch unglückliche Umstände unter die Bewerber und kommt tatsächlich in die nähere Auswahl. Gegen ihren Willen wird zum Wondringham Castle gebracht um um die Gunst von einem der vier Prinzen zu kämpfen. Doch eigentlich möchte Mayrin nur nach Hause zu ihren Geschwistern, wäre da nicht der attraktive Hauptmann, der ihr einen Ausweg zeigt…


 

Geschichten wie diese bei der die Protagonisten um die Gunst eines Prinzen kämpfen müssen, sprießen zur Zeit wie Unkraut aus dem Boden und auch wenn ich Cinderella sehr mag und auch solche Geschichten liebe, wird es mir manchmal zu viel. Dennoch konnte mich „Die vierte Braut“ direkt neugierig machen, da mir mal wieder nach einem märchenhaften Buch war.
Insgesamt mochte ich dieses Buch wirklich sehr, denn es ist wunderschön romantisch und wirklich etwas fürs Herz.

Allerdings muss ich sagen, dass ich vor allem zu Beginn das
Gefühl hatte, genau sowas schon zig mal gelesen zu haben. Im Laufe
des Plots legt sich das allerdings etwas und vor allem Mayrins Liebe
zu ihren Geschwistern hebt sich sehr von anderen Büchern aus dem
Bereich ab. Sie denkt zu keiner Zeit an sich, sondern stellt immer
das Wohl ihrer Geschwister in den Vordergrund, was sie zu einer
unglaublich sympathischen Protagonistin macht. Dazu ist sie schlau
und hat eine beeindruckende Auffassungsgabe, was mir sehr gefallen
hat. Teils ist sie sehr impulsiv, was mich immer wieder zum
Lachen bringen konnte.

Aber auch der Hauptmann und Mayrins beste Freundin Tionne konnten mich überzeugen. Ich mochte beide sehr und auch sonst sind die Figuren des Buches allesamt liebevoll ausgearbeitet.

Das Buch ist voller Intrigen, Gefahren, aber auch großen Gefühlen.
Zwar fand ich einen Teil des Endes und auch des Plots sehr vorhersehbar, weil eigentlich klar ist, wie es endet und ich auch einiges andere (ich werde hier nicht verraten was, damit ich nicht spoiler) früh erraten hatte. Allerdings konnte mich dann doch die Tatsache überraschen, wer hinter den Intrigen steckt.

Der Schreibstil ist leicht und locker zu lesen und passt zu dem märchenhaften Setting. Gefühle werden überzeugend übermittelt und das Buch ließ sich sehr schnell lesen. Kaum angefangen, mochte ich gar nicht mehr damit aufhören. Alles wird aus Mayrins Ich-Perspektive geschildert, was ich sehr passend finde.

Das Ende ist ebenfalls sehr passend und die Liebesgeschichte kann dadurch überzeugen, dass sich diese langsam und authentisch entwickelt. Am Ende konnte ich das Buch mit einem zufriedenen Seufzen beenden und ich bin schon jetzt gespannt auf weitere Werke der Autorin.

 

Mir hat „Die vierte Braut“ trotz meiner Kritik unglaublich gut gefallen und ich bin froh, dass ich es gelesen habe. Es gehört für mich zu den besseren Büchern aus dem Bereich und Fans von Cinderella dürften hier auf ihre Kosten kommen.

4 Replies to “[Rezension] „Die vierte Braut“ von Julianna Grohe”

  1. Hallo Mandy,

    danke für deine ehrliche Meinungen… ich denke nach dem großen Erfolg von Selection sind direkt viele auf den Zug mit aufgesprungen. Um die vierte Braut schleiche ich schon länger, vor allem, weil das Cover ins Auge gestochen ist, aber auch wegen der Geschichte selbst. :)
    Deine Rezension sorgt dafür, dass es auf meiner Wunschliste bleibt. :)

    Liebe Grüße,
    Anna

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