[Rezension] „Witch Hunter“ von Virginia Boecker

Die 16-jährige Elizabeth ist eine Hexenjägerin. Sie findet und fängt jeden der Magie anwendet, damit sie verurteilt werden und die Magie ausgerottet wird. Doch eines Tages wird sie mit einem Bündel Kräuter, denen magische Eigenschaften nachgesagt werden, gefunden und landet selber im Kerker. Sie wird als Hexe angeklagt und nicht einmal ihr Ausbilder Blackwell oder ihr bester Freund Caleb wollen ihr helfen, dabei droht ihr der Tod. Als dann Rettung naht, kommt diese von völlig unerwarteter Seite. Denn der größte Hexenmeister und eigentlich ihr größter Feind rettet sie und bittet sie um ihre Hilfe.


Schon als ich zum ersten Mal von dem Buch gehört hatte, wusste ich, dass ich es lesen muss.
Es spielt in einer Welt in der Magie und Hexen verfolgt werden und das Ausüben von Magie mit dem Tod bestraft wird. Die Magie hat die Pest ausgelöst und seitdem versuchen die extra dafür ausgebildeten Hexenjäger die Magie auszurotten. Alles spielt in einer mittelalterlich angehauchten Welt und so erlebt der Leser hier eine Mischung aus einem Fantasy- und einem historischen Roman, was eine gelungene Mischung ist.

Die Idee der Hexenjäger, wie sie ausgebildet werden, was es für Hexen gibt und wieso Elizabeth von einem Hexenmeister gerettet wird, finde ich durchweg gelungen. In diesem Buch passiert so unglaublich viel und ich wusste nur selten was mich als nächstes erwartet. Die eine oder andere Entwicklung konnte ich zwar ab einem gewissen Punkt vorhersehen, aber das hat meinem Lesegenuss keinen Abbruch getan.
Wie für solche Bücher typisch, gibt es auch hier eine Liebesgeschichte, die mich ebenfalls überzeugen konnte. Ich habe ja zuerst befürchtet, dass es hier eine Dreiecksgeschichte geben wird, weil Elizabeth zu Beginn in Caleb verliebt ist, aber das passiert zum Glück nicht und ihre Gefühle entwickeln sich realistisch und glaubhaft.

Sowieso finde ich, dass Elizabeth sehr authentisch ausgearbeitet ist. Sie wirkt zwar manchmal etwas älter als 16 Jahre, aber bei ihrer Vergangenheit und dem was sie als Hexenjägerin durchmachen musste, finde ich das einfach realistisch. Sie war mir gleich sympathisch und obwohl sie von Hexen gerettet wird, blieb sie ihrem Glauben treu und ihre ganze Weltanschauung veränderte sich erst nach und nach und nicht von jetzt auf gleich. Außerdem gefällt es mir, dass sie kämpfen kann, denn ich mag Bücher mit starken Frauen, die sich zu helfen wissen und sich nicht hinter Männern verstecken müssen.
Und auch alle anderen Figuren des Buches konnten mich überzeugen.

Ergänzt wird das Ganze durch einen ansprechenden und sehr atmosphärischem Schreibstil, der unglaublich gut Gefühle übermitteln kann und dabei leicht und locker zu lesen ist. Alles wird aus Elizabeths Ich-Perspektive geschildert, was ich sehr passend finde.

Das Ende ist wie auch der Rest der Buches unglaublich spannend und so fühlte ich mich das ganze Buch über wunderbar unterhalten. Das Ende bietet einen guten Abschluss und ich finde es erfrischend mal ein Buch zu lesen, das am Ende keinen fiesen Cliffhanger hat. Dennoch bin ich sehr gespannt auf die Fortsetzung, denn für mich war „Witch Hunter“ ein echtes Highlight.


Für mich stimmte bei „Witch Hunter“ einfach alles. Eine gelunge Idee mit einem tollen Setting wurde mit einer überzeugenden Protagonistin und einem durchweg spannenden Plot kombiniert und sogar die Liebesgeschichte mochte ich sehr. Ich kann es gar nicht erwarten, dass der zweite Band erscheint und kann dieses Buch jedem empfehlen, der historische Romane gemischt mit Fantasy mag.

6 Replies to “[Rezension] „Witch Hunter“ von Virginia Boecker”

  1. Hallo Mandy,

    Witch Hunter ist auch mein Highlight für den Januar. Ich kann deine Rezension nur so unterschreiben. :)
    Kann es auch kaum erwarten Teil 2 endlich zu lesen!

    Ganz liebe Grüße
    Rebecca von book-a-loo.blogspot.com

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