[Rezension] „Die Erwählten von Aranea Hall“ von Susanne Gerdom

 
 
 

Liv wird gegen ihren Willen nach „Aranea Hall“ verfrachtet. Sie möchte nichts sehnlicher als fliehen und zu ihren Freunden zurück, denn sie ist der festen Überzeugung, dass es sich dabei um eine Besserungsanstalt handelt. Doch „Aranea Hall“ ist ein luxeriöses Internat mit ungewöhnlichen Fächern und gegen ihren Willen gefällt es ihr nach und nach dort. Allerdings findet sie heraus, dass dort einges nicht mit rechten Dingen zugeht und die Schüler scheinen auch alle eine besondere Fähigkeit zu besitzen nur sie nicht. Was steckt wirklich hinter „Aranea Hall“?

 

Da ich Susanne Gerdoms Bücher in der Regel liebe, war ich schon gespannt auf ihr neuestes Buch, denn sie sprüht immer voll neuer Ideen und tollen Geschichten. Auch „Die Erwählten von Aranea Hall“ hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn ich gestehen muss, dass ich manchmal etwas mehr erwartet hätte und ich mir bei den Zusammenhängen viel mehr zusammengesponnen habe als dann zum Schluss dabei rauskam.

Dennoch, wer Internatsgeschichten mag, die mystisch und geheimnisvoll angehaucht sind, kommt hier voll auf seine Kosten. Der Plot hat einiges zu bieten und wirft lange Zeit viele Fragen auf, die erst zum Schluss wirklich komplett geklärt wurden. Dieses Geheimnisvolle konnte mich wirklich in seinen Bann ziehen.
Ich mochte aber vor allem die Atmosphäre des Buches und die Beschreibungen des Internats. Die Atmosphäre war durchweg irgendwie leicht bedrohlich und die Beschreibungen des Internats sehr bildlich und faszinierend.

Liv ist keine einfache Protagonistin, aber gerade das mochte ich an ihr. Sie ist störrisch und immer auf Krawal aus, sie rebelliert und macht es niemandem einfach. Ich fand ihre sarkastische und schlagfertige Art sehr erfrischend. Als sie auf dem Internat eintrifft, trifft sie auf ein Mädchen, das genauso aussieht wie sie und ihr das Leben zur Hölle machen möchte.
Natürlich gibt es auch den typischen Bad Boy, was zwar ein totales Klischee ist, aber ich mochte es hier sehr gerne. Denn Jayce bringt Pfeffer in den Plot.
Auch ansonsten konnten mich die Figuren des Buches überzeugen.

Der Schreibstil ist gewohnt großartig mit wie schon erwähnt tollen Beschreibungen. Dazu kommen starke Emotionen und eine fesselnde Schreibweise. In die Bücher der Autorin kann ich immer vollkommen versinken, auch wenn ich hier über zwei, drei Wörter gestolpert bin, die ich in einem Jugendbuch nicht erwartet hätte und die ich erst mal nachschlagen musste. Der Plot wird komplett aus Livs Ich-Perspektive geschildert, was ich sehr passend fand.

Das Ende bietet einen stimmigen Abschluss bei dem die wichtigsten Fragen geklärt wurden. Dennoch bietet es einiges an Potenzial für eine Fortsetzung.

„Die Erwählten von Aranea Hall“ kann ich jedem empfehlen, der die Nase noch längst nicht voll davon hat, Internatsgeschichten mit einem großen Geheimnis zu lesen. Mir hat es insgesamt richtig gut gefallen und ich hätte nichts gegen eine Fortsetzung.

4 Replies to “[Rezension] „Die Erwählten von Aranea Hall“ von Susanne Gerdom”

  1. Huhu!

    Ich mochte bisher alle Bücher, die ich von Susanne gelesen habe, deswegen möchte ich das hier auch noch unbedingt lesen. :-) Und ich liebe Internatsgeschichten einfach.

    Schöne Rezension, die macht Lust auf mehr! Ich habe deinen Beitrag HIER für meine Kreuzfahrt durchs Meer der Buchblogs verlinkt!

    LG,
    Mikka

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