[Rezension] „No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam“ von Natasha Friend

Das Copyright vom Cover liegt beim Magellan Verlag.
 

Für Hollis spielte ihr Vater nie eine Rolle in ihrem Leben. Er war lediglich ihr Samenspender. Doch als ihr Halbbruder Milo in ihr Leben tritt, ändert sich das nach und nach. Zusammen spüren sie ihre anderen Halbgeschwister auf und haben immer mehr Kontakt. Doch von ihrem Vater möchte Hollis immer noch nichts wissen, doch Milo sieht das anders…

 

Dieses Buch gehört zu den wahren Schätzen im Jugendbuchbereich. Schon als ich zum ersten Mal davon hörte, wurde ich durch den ungewöhnlichen Titel neugierig und auch der Inhalt kann mehr als überzeugen. Für mich war es definitiv mein Monatshighlight.
Es befasst sich mit einem Thema, das ich noch nie in der Form gelesen habe. 
Es geht nämlich um fünf Kinder, die durch eine Samenspende von dem gleichen Mann entstanden sind. Künstliche Befruchtung durch einen Spender gibt es ja häufiger, aber man macht sich selten Gedanken, wie so eine Situation eigentlich für die daraus enstandenen Kinder ist. Aber dieses eigentlich ernste Thema wird mir viel Humor und Charme erzählt, was ich sehr gelungen fand.

Im Mittelpunkt stehen Hollis und Milo. Hollis wurde von einem lesbischen Pärchen aufgezogen und eine ihrer Mütter ist gestorben. Sie verdrängt ihre Trauer und lässt nichts an sich heran, was sie zuerst schwer einschätzbar macht. Aber wenn man ihre innere Barriere durchbrochen hat, kann man gar nicht anders als sie zu mögen. Außerdem hat sie eine tolle sarkastische Art und einen ganz besonderen Humor, der sich durch das ganze Buch zieht.
Milo dagegen hat mit diversen schlimmen Allergien zu kämpfen, durch die er schon des Öfteren fast gestorben ist. Das ist auch der Grund, wieso er seinen Vater finden möchte, denn seine Allergien könnten in seinen Genen stecken. Er gibt nicht auf und ich mochte seine Art und wie er Hollis nach und nach näher kommt.
Aber auch die anderen Geschwister und besonders Milos besten Freund mochte ich sehr. 

Durch ihn gibt es zu dem eigentlichen Plot rund um die Halbgeschwister und die Suche nach ihrem Vater eine authentische und wunderschöne Liebesgeschichte, die das Ganze gut ergänzt.

Der Plot wird abwechselnd aus der personalen Erzählperspektive von Hollis und Milo erzählt, was ich sehr passend finde. Neben dem wie schon erwähntem Humor, schafft es die Autorin aber auch mit viel Einfühlungsvermögen diese Geschichte an den Leser zu bringen. Alles ist sehr emotional zu lesen und ich fand des Schreibstil wirklich toll.

Dieses Buch beschreibt eine ganz besondere Familiengeschichte und zeigt, was eine Familie wirklich ausmacht. Es ist ein Buch mit einer tollen Botschaft, das zwar recht offen endet, aber wenn ich so darüber nachdenke, finde ich das Ende perfekt und so kann ich dieses Buch einfach nur empfehlen.

 

Für mich war dieses Buch ein echtes Highlight. Mit viel Humor beschreibt die Autorin ein recht ernstes Thema auf eine einfühlsame und emotionale Art, die mich vollkommen in seinen Bann ziehen konnte. Wer auf der Suche nach einer außergewöhnlichen Familiengeschichte ist, sollte sich das Buch nicht entgehen lassen.

9 Replies to “[Rezension] „No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam“ von Natasha Friend”

  1. Hi Mandy!
    Das Buch klingt tatsächlich ziemlich ungewöhnlich, endlich mal etwas anderes auf dem Jugendbuchmarkt! :)
    Kennst du den Film "Starbuck"? Daran erinnert mich das Buch ein wenig :D
    Auf jeden Fall wird hat es sich einen Platz auf meiner Wunschliste verdient, danke für den tollen Buchtipp! :)
    Liebe Grüße,
    Hannah

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