[Rezension] „Wédora- Schatten und Tod“ von Markus Heitz

Das Copyright vom Cover liegt bei Droemer Knaur.

Die Wüstenmetropole Wédora hat noch längst nicht alle seine Geheimnisse offenbart. Liothan und Tomeija, die es dorthin geschafft haben, schlagen ganz unterschiedliche Wege ein.
Liothan, der eigentlich seine Magie trainieren soll, verfällt den Verlockungen der Unterwelt.
Tomeija dagegen wird zur obersten Gesetzeshüterin. Doch damit nicht genug, es droht Krieg und auf einmal befinden sich Liothan und Tomeija mittendrin.

 

Da mir schon der erste Band dieser Reihe gut gefallen hatte, war ich gespannt auf die Forsetzung, auch wenn ich zuerst unsicher war, ob ich gut ins Buch reinkomme, weil es schon länger her ist, dass ich Band eins gelesen habe. Doch zu Beginn werden erst einmal die wichtigsten Ereignisse des Vorbandes zusammengefasst, was ich sehr gut fand.

So konnte ich schnell wieder in die Welt des Buches eintauchen. Man begleitet alte und neue Figuren und erlebt hier eine Rollenspielgeschichte der Extraklasse. Denn der Plot liest sich wie ein klassischens Rollenspiel und Fans davon werden hier Parallelen finden. Mir war das manchmal etwas zu viel, weil so vieles klassisch, klischeehaft und vorhersehbar war. Dennoch gab es auch viele spannende Wendungen und insgesamt einen spannende Plot, der sehr unterhaltsam ist. Für meinen Geschmack hätte es sich nur gerne etwas weniger wie ein Rollenspiel lesen lassen dürfen.
Die Welt des Buches gefiel mir sehr, auch wenn alles sehr komplex ist, sodass man beim Lesen auf jeden Fall auch etwas aufpassen muss, um die Zusammenhänge zu verstehen. Dennoch bleiben viele Fragen offen, was ich aber nicht weiter schlimm fand, denn auch die Magie des Buches gefiel mir sehr.

Die Figuren des Buches fand ich spannend, jeder hat seine Ecken und Kanten und alle sind tiefgründig und ich hatte Spaß daran mehr über sie zu erfahren. Vor allem bietet die Entwicklung von Liothan und Tomeija einiges an Konfliktmaterial, das wunderbar genutzt wurde. Aber auch die neuen Figuren bereichern die Geschichte, denn sie sind facettenreich und haben so einiges zu bieten.

Der Schreibstil ist wie gewohnt großartig zu lesen, voller Emotionen und atmosphärischen Beschreibungen. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Der Plot wurde hauptsächlich aus der personalen Erzählperspektive von Liothan und Tomeija geschildert, es gibt aber auch einige wenige Perspektivwechsel. Ich hatte beim Lesen immer wieder Gänsehaut. Allerdings gibt es viele unbekannte Begriffe und Bezeichnungen, die zwar in einem Glossar erklärt werden, aber den Lesefluss doch etwas stören können.

Das Ende fand ich ziemlich cool, allerdings würde ich mir noch einen dritten Band wünschen, damit wirklich alle Fragen geklärt sind, aber dennoch kann ich auch gut mit diesem Finale leben. Es war wirklich ein tolles Fantasybuch.

„Wédora- Schatten und Tod“ entführt den Leser in eine spannende Wüstenstadt, voller Magie und Gefahren. Ich kann dieses Buch vor allem Rollenspielfans empfehlen, auch wenn mir der Rollenspielanteil etwas zu hoch war.

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