[Rezension] „Das Lied der Krähen“ von Leigh Bardugo

Das Copyright vom Cover liegt bei Droemer Knaur.
 


 

Sechs Außenseiter, die allesamt am Rande der Gesellschaft leben, brechen aus Ketterdam zu einer unmöglichen Mission auf. Unter der Führung von Kaz müssen Inej, Nina, Matthias, Jesper und Wylan einen gefährlichen Magier aus dem Eistribunal, dem bestgesichersten Gefängnis der Welt, befreien. Dieses Gefängnis soll absolut einbruchssicher sein, haben die sechs eine Chance den Auftrag zu erfüllen?

 

Schon als ich zum ersten Mal von diesem Buch gehört habe, wusste ich, dass ich es lesen muss. Ich habe schon die Grischa-Trilogie der Autorin geliebt und so war ich gespannt auf diese neue Reihe, die in der gleichen Welt spielt, aber doch ganz anders ist. Es gibt hier ebenfalls Grischa und wenn man die eigentliche Trilogie kennt, fällt einem der Einstieg leichter, weil man nicht mit so vielen unbekannten Begriffen bombadiert wird. Dennoch kann man dieses Buch auch ohne Vorkenntnisse lesen.

Die Welt des Buches fand ich unglaublich toll, nicht nur die Grischa mit ihren Fähigkeiten, sondern auch die die Welt an sich, denn sie ist komplex. Man muss sich als Leser zuerst einmal darin zurechtfinden, was man schon an den zwei verschiedenen Karten merkt, aber auch an verschiedenen Beschreibungen und Erklärungen. Das gefiel mir wirklich gut.

Bevor der eigentliche Plot losgeht, begleitet man zunächst die unterschiedlichen Figuren. Dabei wird der Plot aus fünf verschiedenen Perspektiven geschildert, sodass man die verschiedenen Figuren und ihre Hintergründe sehr gut versteht. Dass macht die Protagonisten unglaublich tiefgründig und vielschichtig. Und obwohl Kaz, Inej, Nina, Matthias, Jesper und Wylan auf den ersten Blick nicht unbedingt Sympathieträger sind, mochte ich sie doch sehr. Dabei ist jeder der sechs unterschiedlich und jeder hat seine Ecken und Kanten, aber auch besondere Fähigkeiten.

Nachdem man die Protagonisten näher kennengelernt hat, geht es auch schon mit dem eigentlichen Plot rund um die Befreiung des Magiers los. Dabei gefiel mir alleine schon die Vorbereitung auf das Ganze und mit zunehmender Seitenzahl wird der Plot unglaublich spannend, actionreich und gefährlich. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, was vor allem daran lag, dass das Buch vor lauter Überraschungen und Wendungen nur so trieft. So wird es zu keiner Zeit langweilig.

Der Schreibstil zeichnet sich teils durch einen bissigen und sarkastischen Humor, schlagfertigen Dialogen, aber auch durch atmosphärische Beschreibungen und einer ganz besonderen Sprache aus. Dazu kommt, dass die Autorin Emotionen eindrucksvoll vermitteln kann und so den Leser die verschiedenen Gefühle ihrer Protagonisten hautnah miterleben lässt.

Das Ende war ebenfalls grandios und so kann ich die Fortsetzung dazu kaum erwarten und hoffe, dass sie schon bald übersetzt wird.  

„Das Lied der Krähen“ gehört definitiv zu meinen Highlights. Ein gelungenes Setting, gepaart mit vielschichtigen Protagonisten, einem besonderen Schreibstil und einem Plot der durchweg zu fesseln weiß, bietet mehr als gelungene Unterhaltung und ich habe es wirklich verschlungen. Ich kann dieses Buch jedem Fantasyfan wärmstens empfehlen.

6 Replies to “[Rezension] „Das Lied der Krähen“ von Leigh Bardugo”

  1. Hi Mandy!

    Gut, dass ich mir das Buch letztens gekauft habe, hihi! Ich hab schon viele gute Meinungen zu dem Buch gehört, aber auch ein paar kritischere, die gar nichts mit dem Buch anfangen konnten. Da ich die Grischa Bücher nicht kenne (bzw. sie noch subben), bin ich sehr gespannt, wie mir das Buch gefallen wird, aber die Ausschnitte, die ich bisher so gelesen/gehört habe, gefielen mir schon recht gut :)

    Liebe Grüße
    Laura

    1. Hi Laura,
      ich denke nicht, dass du den Kauf bereuen wirst und wünsche dir ganz viel Spaß mit Kaz, Inej, Nina, Matthias, Jesper und Wylan. :) Und die Grischa-Reihe musst du lesen. xD Sie ist so anders und gerade das mochte ich.
      Liebe Grüße
      Mandy

  2. Hallo Mandy,

    ich habe bisher fast auch nur Gutes gehört, weshalb es vor kurzem beim mir eingezogen ist :) Da ich es als nächstes lesen werde, habe ich mir nun nur dein Fazit durchgelesen, was mich nur umso neugieriger macht ;)

    Liebe Grüße,
    Uwe

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