[Rezension] „Wintersong“ von S. Jae-Jones

Das Copyright vom Cover liegt beim ivi Verlag.

Liesl und ihr Bruder Josef sind mit den Sagen des Erlkönigs aufgewachsen. Es heißt, dass er an dem Tag an dem das alte Jahr stirbt ins Reich der Sterblichen gelangt, immer auf der Suche nach einer neuen Braut. Als Liesls Schwester jedoch verschwindet, kann sie das nicht akzeptieren und versucht alles um sie zurückzuholen.

Ich muss gestehen, dass ich die originale Geschichte des Erlkönigs gar nicht genau kenne, dennoch war ich neugierig auf dieses Buch, da mich das Thema interessierte. Die Idee dahinter finde ich auch durchaus gelungen. Das Buch hat eine düstere, kühle Atmosphäre und ich fand Liesls Abenteuer schon interessant.

Allerdings habe ich nur schwer Zugang zu dem Buch gefunden. Zum einen wurde ich mit Liesl nicht warm, die nur ihren Bruder unterstützt und für die Probleme ihrer Schwester kein Verständnis hat. Zwar macht sie in dem Buch eine interessante Entwicklung durch, aber dennoch war sie einfach nicht mein Fall.
Auch die Liebesgeschichte des Buches konnte ich nur schwer nachvollziehen, da der Erlkönig nichts sympathisches an sich hat. Zwar finde ich es interessant, wie die Musik im Mittelpunkt steht, aber die Annäherung von Liesl und dem Erlkönig konnte ich nicht wirklich nachvollziehen. 

Außerdem hat es mich irritiert, dass die ganze Zeit vom Kobaldkönig die Rede war. Für mich war der Erlkönig immer ein Elfenkönig und so hatte ich Probleme mir alles bildlich vorzustellen. 
Hinzu kommt, dass der Schreibstil nicht ganz mein Fall war. Er war sehr poetisch gehalten, wirkte aber schwerfällig und voller Lyrik und ich habe mich schwer getan an dem Buch dran zu bleiben. Dabei fand ich viele Stellen auch wirklich wunderschön geschrieben, aber irgendwie war es mir einfach ein bisschen zu viel.

Der Plot an sich gefällt mir trotz meiner Kritik recht gut, auch wenn ich vieles vorhersehbar fand. Ich glaube, dass das Buch eher etwas für Klassik- und Musikfans ist und ich einfach die falschen Erwartungen an das Buch hatte.

„Wintersong“ war irgendwie ganz anders als ich erwartet hätte und leider nicht wirklich mein Fall, so dass ich nur ganz, ganz knappe drei Sterne vergebe. Ich mag die Grundidee dahinter, aber es ist wohl eher etwas für Klassik- und Musikfans und war für mich einfach nicht das Richtige. Die Fortsetzung werde ich wohl auch nicht lesen.

6 Replies to “[Rezension] „Wintersong“ von S. Jae-Jones”

  1. Guten Morgen Mandy und ein Frohes Neues Jahr!

    Sehr schade dass du damit nicht so zurechtgekommen bist! Aber ich kann mir gut vorstellen dass da einige Probleme haben. Ich war sehr begeistert!

    Ich glaube, dass der Koboldkönig und der Erlkönig zwei verschiedene Parts sind, wie genau wird hoffentlich im zweiten Teil aufgeklärt.
    Ich fand schon, dass Liesl Verständnis für ihre Schwester hatte, aber wenn man sein ganzes Leben lang immer zurücksteht ist es schon schwer und man gerät in einen inneren Konflikt, ich fand das sehr gekonnt dargestellt.
    Der Erlkönig oder Koboldkönig an sich hatte schon was faszinierendes und es ist ja auch seine Magie, erstmal, die Liesl so an ihn bindet.

    Aber gut, das Buch kann und wird nunmal nicht jedem gefallen ;)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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