[Rezension] „Arkadien erwacht“ von Kai Meyer

Das Copyright vom Cover liegt beim Carlsen Verlag.

 

Die 17-jährige Rosa fliegt nach Sizilien um ihre Schwester zu besuchen, die mittlerweile dort lebt. Besonders wohl fühlt sie sich dabei nicht. Vor allem, da die Familie ihres verstorbenen Vaters zur italienischen Mafia gehört. Dann lernt sie Alessandro kennen und obwohl beide Familien verfeindet sind, trifft sie sich mit ihm. Nach und nach wird Rosa klar, dass sich so einige Geheimnisse um deren Familien ranken und sie möchte ihnen auf den Grund gehen.

 

Dieses Buch hatte ich viel zu lange ungelesen zu Hause, aber dennoch war ich neugierig, weil ich Kai Meyers Bücher meistens mag. Hier entführt er den Leser nach Sizilien und mit seinem bildhaften Schreibstil hatte ich das Gefühl alles hautnah mitzuerleben.

Der Plot ist insgesamt sehr spannend und geheimnisvoll und immer wieder habe ich mich gefragt, ob es hier einen Fantasyhintergrund gibt. Ob es nun einen Fantasyhintergrund gibt, werde ich hier nicht verraten um nicht zu spoilern, aber ich mochte die Grundidee des Buches sehr.
Zwar bin ich kein Fan von Mafiageschichten, weshalb ich das Buch auch nicht komplett gelungen fand, aber dennoch konnte es mich gut unterhalten. Es gab so manche spannende Wendung und hin und wieder konnte der Autor mich überraschen.
Natürlich steht hier auch eine Liebesgeschichte im Fokus, die mich insgesamt sehr mitreißen konnte, auch wenn mir manches zu schnell ging.

Rosa war eine Protagonistin, die ich zuerst nicht mochte, da sie übellaunig ist, am Flughafen stiehlt und auch sonst nicht einfach ist. Erst als ich ihre Vergangenheit kennengelernt habe, konnte ich sie besser verstehen und irgendwann mochte ich sie sehr. Sie macht in dem Buch eine großartige Entwicklung durch, die mir wirklich gut gefallen hat.
Alessandro dagegen konnte ich bis zum Schluss nicht einschätzen. Auf den ersten Blick wirkt er sympathisch, aber ich bin mir nicht sicher, ob er wirklich so ist, wie er sich nach außen gibt. Er bleibt mir dafür etwas zu blass beschrieben.
Toll fand ich aber, dass alle Figuren des Buches ihre Ecken und Kanten haben. 

Der Schreibstil ist wie schon erwähnt sehr bildhaft, aber auch emotional und leicht und locker zu lesen. Alles wird aus der personalen Erzählperspektive von Rosa geschildert, was ich sehr passend fand.

Das Ende bietet einen guten Abschluss, macht aber auch neugierig auf die Fortstezung, die ich zwar nicht unbedingt direkt lesen möchte, aber irgendwann bestimmt.  

 

Wer Mafiageschichten mit einer Liebesgeschichte mag, kommt hier definitiv auf seine Kosten und obwohl Mafiageschichten nicht wirklich zu meinen Favouriten gehören, fühlte ich mich hier gut unterhalten. Vor allem da in dem Buch noch viel mehr steckt, als man zunächst denkt.

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