[Rezension] „Die Klinge des Schicksals“ von Markus Heitz

Das Copyright vom Cover liegt bei Droemer Knaur.

         

Danéstra ist eine Kriegerin und bekannt als die Klinge des Schicksals. Sie taucht an den verschiedensten Orten einfach auf und muss dann für das Richtige kämpfen. Als sie dabei auf Kalenia trifft, die ihr eine Geschichte erzählt, die die ganze Menschheit betrifft, zögert sie nicht lange und hilft ihr. Denn der Wald in Yarkin ist kein gewöhnlicher Wald und nachdem er lange Zeit still verharrt hat, breitet er sich immer weiter aus und die Menschheit hat gegen diesen Wald keine Chance. Nicht einmal die mächtigsten Magier können etwas gegen ihn ausrichten und er droht ganz Nankan zu zerstören.

 

Was habe ich mich auf das neue Werk von Markus Heitz gefreut. Er entführt den Leser in eine völlig neue Welt und den Weltenentwurf fand ich sehr gelungen, auch, wenn ich etwas gebraucht habe um mich in dieser Welt zurechtzufinden. Dabei hat mir die Karte von Nankan, die vorne und hinten im Buch abgedruckt ist, sehr geholfen. Wieder einmal hat der Autor gezeigt, dass er ungewöhnliche Ideen hat und dabei unglaubliches erschaffen kann. Allerdings kam mir auch manches bekannt vor, wie z.B. die Grundidee des Waldes.

Die Idee der Klinge des Schicksals und was damit zusammenhängt, fand ich auf jeden Fall sehr gelungen. Danéstra arbeitet eigentlich als Gutsherrin, aber wenn das Schicksal jemanden helfen möchte, wird
Danéstra, wenn sie sich schlafen legt, einfach zu dem Ort hinteleportiert. Deshalb geht sie nur mit voller Rüstung schlafen. Am Anfang hat mich das etwas irritiert, weil ich zuerst die Zusammenhänge verstehen musste. Als sie dann auf Kalenia trifft, bleibt zuerst alles noch sehr geheimnisvoll, weil Kalenia vieles für sich behält. Dennoch begeben sie sich mit einigen Unterstützern auf eine Heldenreise wie sie im Buche steht.

Neben dem Handlungsstrang von Danéstra, gibt es aber noch zwei weitere, die parallel dazu stattfinden, aber auf den ersten Blick nicht viel mit Danéstras Aufgabe zu tun haben. Erst im Laufe des Buches entfalten sich die ganzen Zusammenhänge. 

Die Protagonisten des Buches sind sehr ungewöhnlich, allen voran Danéstra, die keine junge Frau mehr ist, erwachsene Kinder hat und eigentlich so ein hohes Alter erreicht hat, dass man ihr nicht unbedingt noch Heldentaten zutraut, aber sie gefiel mir gerade deshalb als Protagonistin sehr. Mit den anderen Figuren hatte ich zuerst mehr meine Probleme allen voran Kalenia, da sie so geheimnisvoll bleibt. Doch Markus Heitz konnte mich mit den Figuren des Buches immer wieder überzeugen. Sie sind vielfältig und großartig ausgearbeitet.

Der Schreibstil ist gewohnt großartig mit tollen Dialogen und bildhaften Beschreibungen. Teils ist das Buch recht brutal und blutig geschrieben, so dass es nicht unbedingt etwas für zartbesaitete ist, aber ich mag es, wie Markus Heitz schreibt, den Leser in fremde Welten entführt und dabei ein wahres Kopfkino entstehen lässt.

Der Plot an sich ist unterhaltsam, teils empfand ich ihn als vorhersehrbar, aber es gibt auch einige Wendungen, die mich überraschen konnten und lange Zeit konnte ich nicht einschätzen, was denn nun das Geheimnis des Waldes ist. 
„Die Klinge des Schicksals“ ist ein düsteres Buch voller Magie, voller Action, voller Kämpfe und teils schrägem Humor. Allerdings muss ich sagen, dass es auch Passagen gab, die ich als ziemlich langweilig empfunden habe, so dass ich mich zwingen musste weiterzulesen. Dagegen gibt es andere Passagen durch die ich nur so durchgeflogen bin.
Das Ende des Buches gefiel mir aber sehr gut und ich bin gespannt auf weitere Werke des Autors.

 
„Die Klinge des Schicksals“ ist zwar nicht mein liebstes Buch von Markus Heitz, aber dennoch habe ich es gerne gelesen. Es ist ein düsteres Buch, das teils sehr brutal ist und mit ungewöhnlichen Protagonisten daherkommt. Fans von Dark Fantasy-Romanen kommen hier defintiv auf ihre Kosten.

2 Replies to “[Rezension] „Die Klinge des Schicksals“ von Markus Heitz”

  1. Hallo Mandy,

    auf deine abschließende Meinung zu diesem Buch habe ich mich schon gefreut und es klingt ganz nach meinem Geschmack. Deshalb habe ich mir heute Morgen das Hörbuch herunter geladen und freue mich schon es bald zu hören.

    Liebe Grüße,
    Uwe

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