[Rezension] „Kinder des Nebels- Die Nebelgeborenen 1“ von Brandon Sanderson

Das Copyright vom Cover liegt beim Piper Verlag.
 
Das einfache Volk wird vom Adel beherrscht. Der Oberste Herrscher Lord Ruler, ein gottgleiches, unsterbliches Wesen, herrscht unbarmherzig und das Volk der Skaa wird unterdrückt und als Sklaven behandelt. Kelsier möchte sein Volk befreien und alles ändern, denn er beherrscht mächtige Magie. Und so versammelt er Rebellen um sich um den Herrscher zu stürzen.

Nachdem ich den fünten Band dieser Reihe gelesen hatte, der 300 Jahre nach den Geschehnissen rund um Kelsier spielte, war ich neugierig auf diese – für mich – Vorgeschichte. So habe ich mich sehr gefreut, als ich erfahren habe, dass es eine Neuausgabe geben wird und konnte diese gar nicht erwarten.

Zu Beginn wird man als Leser intensiv in die Welt eingeführt und lernt die besondere Magie der Allomantie kennen, die ich schon aus dem fünften Band kannte. Dieses Magiesystem konnte mich schon zuvor begeistern, da es anders ist. Es hat viel mit Metallen zu tun und wird hier sehr gut erklärt und mit dem Glossar am Ende des Buches noch weiter vertieft.

Dazu gibt es eine Karte, die hilft sich in der Welt des Buches zurechtzufinden, da es am Anfang doch sehr viele Begriffe sind und wenig passiert. Dabei fand ich die dargestellte Welt faszinierend, wenn auch trostlos. Die Welt ist eine Einöde und es gibt kaum noch Pflanzen. Dadurch, dass zu Beginn nur wenig passiert, ist der Anfang etwas zäh, aber hat man das überwunden, wird man mit einem spannende Fantasyroman belohnt. 

Kelsier dürfte als Skaa eigentlich gar keine Allomantie beherrschen, weil diese Magie eigentlich nur für die Verbündeten des Obersten Herrschers gedacht war. Doch in seltenen Fällen entkommen Skaa-Frauen, die zur Unterhaltung des Adels dienten und daraus kann dann ein Kind entstehen, dass die Allomantie beherrscht. So ist Kelsier nicht nur eine Rarität, sondern kann vielleicht wirklich die Skaa befreien. Als er auf das Straßenmädchen Vin trifft, nimmt er sie bei sich auf und lehrt sie, was er weiß.
Ich mochte die Figuren des Buches sehr, vor allem, weil sie sich weiterentwickeln und jeder seine Ecken und Kanten hat.

Der Plot wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was ich sehr passend fand. Und auch der Schreibstil an sich ist genial. Brandon Sanderson schreibt bildgewaltig, voller Emotionen und Tiefgang, aber auch sehr atmosphärisch und mit einem gewissen Witz und Sarkasmus. 

Das Buch ist spannend, vielfältig, es gibt unglaublich viel zu entdecken und überraschende Wendungen. Nach dem schon erwähnt zähen Einstieg, flogen die Seiten beim Lesen nur so dahin. Besonders toll finde ich, dass dieser Band in sich abgeschlossen ist, aber noch viel Potenzial für die Folgebände bietet.
Außerdem kommt Brandon Sanderson ganz ohne die typischen Fantasyklischees wie Zwerge, Drachen und ähnliches aus.

Mich konnte dieser Auftakt trotz des zähen Anfangs sehr gut unterhalten, sodass ich mich sehr auf die Fortsetzung freue. Besonders das Magiesystem hat es mir angetan und so kann ich diese Reihe jedem Fantasyfan empfehlen.

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