[Rezension] „Bernsteinstaub“ von Mechthild Gläser

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Bisher hat Ophelia nichts davon geahnt, dass es Zeitlose gibt. Doch als sie auf einmal seltsamen Staub sieht, erfährt sie, dass sie eine Zeitlose ist und die Zeitströme manipulieren kann. Von jetzt auf gleich muss sie ihr zu Hause verlassen um mit ihrer Gabe umgehen zu lernen. Allerdings spielt überall die Zeit verrückt und so muss sie zusammen mit den anderen Zeitlosen dem Geheimnis auf die Spur kommen.

Da ich die bisherigen Werke von Mechthild Gläser immer sehr mochte, war ich gespannt auf ihr neues Werk, das sich mit dem Thema Zeit befasst. Die Idee dahinter ist vielleicht nicht neu, aber die Umsetzung sehr gelungen. Ophelia und die anderen Zeitlosen können auf Zeitströmen reisen, diese sehen, die Zeit anhalten und noch viel mehr. Nur durch die Zeit reisen können sie nicht. Zudem gibt es den Herrn der Zeit, der eine wichtige Rolle in dem Buch einnimmt, da er einen Nachfolger benötigt.

Mir gefiel die Idee hinter allem sehr und ich konnte es gar nicht erwarten mehr über die Zeitlosen und deren Welt zu erfahren. Zusammen mit Ophelia taucht man Stück für Stück in diese magische Welt ein. Zudem fand ich es spannend wie die Zeit durcheinander gerät und was es für Folgen für die Menschen hat. Ein Großteil des Buches spielt in Rom, was ein wirklich tolles Setting ist.

Dabei gefiel mir auch Ophelia als Protagonistin unglaublich gut, da sie nicht aufgibt und versucht den Dingen auf den Grund zu gehen. Dennoch hat sie Ecken und Kanten und macht es einem zu Beginn nicht ganz leicht sie sympathisch zu finden, dennoch mochte ich sie. Ich finde es toll dargestellt, wie sie zuerst skeptisch ist und überfordert wirkt, aber nach und nach besser mit allem zurecht kommt. Neben Ophelia nimmt noch Leander einen großen Platz in dem Plot ein. Er ist sehr schweigsam und man erfährt erst nach und nach mehr über ihn, was ich aber sehr gut dargestellt fand. Er hat eine interessante Gabe, die ihn von anderen Menschen absondert. Die anderen Figuren bleiben etwas blass dargestellt, aber das fand ich nicht weiter schlimm.

Natürlich findet auch eine leichte Liebesgeschichte einen Platz in der Geschichte, aber auch Familie und Vertrauen sind wichtig. Es ist ein Buch mit vielen Facetten.

Der Schreibstil ist sehr atmosphärisch und leicht und locker zu lesen. Ich konnte mich wunderbar in Ophelia hineinversetzen und hatte das Gefühl alles hautnah zu erleben. Der Plot wird größtenteils aus Ophelias Ich-Perspektive geschildert, es gibt jedoch auch hin und wieder einen Perspektivwechsel, der Leanders Sicht als personaler Erzähler darstellt, was mir gut gefiel.

Der Plot an sich war phantasievoll und spannend. Dadurch, dass stets ein großes Geheimnis über allem schwebt und Ophelia und die anderen spannende Aufgaben zu bewältigen hatten, fühlte ich mich durchweg sehr gut unterhalten. Das Ende wiederum empfand ich als etwas vorhersehbar, da es ein typisches Mechthild Gläser Ende ist, was ich aber nicht schlecht finde. Ich mag es sehr, wie sie ihre Bücher beendet und habe Ophelias und Leanders Geschichte sehr genossen.

„Bernsteinstaub“ konnte mich wirklich sehr gut unterhalten. Ich mochte die Idee der Zeitlosen und alles was damit zusammenhängt. Es ist ein Buch in dem es nicht um Zeitreisen geht, aber um vieles andere, was mit der Zeit zu tun hat. Von mir bekommt es sehr, sehr gute vier Sterne, da ich mich durchweg sehr gut unterhalten fühlte.

4 Replies to “[Rezension] „Bernsteinstaub“ von Mechthild Gläser”

  1. Huhu Mandy,

    schön das ihr alle so begeistert von dem Buch seid. Aber bei Mechthild kann man ja fast nichts anderes erwarten. Das Setting hört sich auf jeden Fall richtig klasse an!

    Liebe Grüße
    Sandra

    1. Huhu Sandra,
      das stimmt, mich hat noch kein Buch von ihr enttäuscht. :) Und das Setting fand ich einfach nur toll.
      Liebe Grüße
      Mandy

  2. Hallo Mandy,

    hier sind wir, was die Geschichte und die Charaktere betrifft, uns einig :)

    Mir hat das Buch auch richtig gut gefallen und die Ideen, die Mechthild hier eingebracht hat, gefielen mir richtig gut.

    Liebe Grüße,
    Uwe

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