[Rezension] „Mortal Engines- Krieg der Städte“ von Philip Reeve

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Nach der Zerstörung der Erde durch den sogenannten 60-Minuten-Krieg, gibt es nur noch fahrende Städte, die zur Gewinnung von Rohstoffen aufeinander Jagd machen und andere Städte zerstören. Der 15-jährige Tom lebt in der Stadt London. Als er den Mord an den Obersten Historiker Londons, Thaddeus Valentine, verhindert und das Mädchen verfolgt, das Valentine töten wollte, entkommt diese. Als Valentine bei ihm ankommt, stößt er Tom kurzerhand ebenfalls in den Versorgungsschacht durch den das Mädchen entkam und für Tom beginnt das Abenteuer seines Lebens.

Ich muss gestehen, dass ich auf diese Buchreihe erst so richtig aufmerksam wurde, als ich den Trailer zum Kinofilm gesehen habe. Dieser hat mich so neugierig gemacht, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Das Setting finde ich unglaublich interessant. Schnell wird klar, dass es nur noch die fahrenden Städte gibt und nach und nach wird erklärt, wie es dazu gekommen ist und wie das Ganze funktioniert. Dadurch hat das Ganze eine Steampunk-Flair, der mich direkt begeistern konnte. Zudem liebe ich London und fand es interessant, wie die bekannten Elemente in die fahrende Stadt eingebaut wurden. Diese Zukunftsvision war total nach meinem Geschmack und ich bin echt begeistert von der Umsetzung.

Als Tom sich dann durch die Welt zwischen den Städten durchschlagen muss, erfährt man als Leser auch mehr über die restliche Welt und nach und nach wird klar, das vieles nicht so ist, wie Tom bisher dachte. Leider muss ich sagen, dass mir die Figuren des Buches etwas zu blass blieben, angefangen bei Tom, der sowieso sehr passiv agiert, bishin zu Hester Shaw, die Valentine ermorden wollte. Dabei haben die Figuren so viel Potenzial. Dennoch mochte ich sie auf ihre Art sehr gerne.

Spannend fand ich, dass es neben den fahrenden Städten auch Piraten, Luftschiffe, Kopfgeldjäger und ähnliches gibt und Tom und Hester auf so manche Gefahren treffen. Es ist ein actionreiches, teils recht blutiges Buch mit so einigen Leichen, allerdings hat es im Mittelteil so einigen Längen. Mich konnte es dennoch fesseln und begeistern. Zudem gibt es so einige Wendungen, die mich überrascht haben.

Der Schreibstil gefiel mir ebenfalls sehr. Alles ist atmosphärisch geschrieben und so konnte ich mir die Welt des Buches sehr gut vorstellen. Auch konnte ich die Emotionen der Figuren sehr gut nachvollziehen und das obwohl sie so blass blieben, damit hätte ich nicht gerechnet. Der Plot wird aus verschiedenen Perspektiven geschildert, was für einen guten Gesamtüberblick sorgt.

Das Ende ist stimmig und endet soweit abgeschlossen, was ich sehr erfrischend fand. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.

„Mortal Engines- Krieg der Städte“ ist ein gelungener Auftakt mit einem mehr als interessanten Setting. Mir hat es sehr gut gefallen und ich kann es jedem empfehlen, der Dystopien oder Science-Fiction mag und auch Steampunk-Elementen nicht abgeneigt ist.

2 Replies to “[Rezension] „Mortal Engines- Krieg der Städte“ von Philip Reeve”

  1. Hallo Mandy,

    eine schöne Rezi und die sehr neugierig auf das Buch macht. Allerdings werde ich hier dieses auslassen und mir nur den Kinofilm, auf den ich mich schon sehr freue, anschauen. Wirst du ihn dir auch anschauen?

    Liebe Grüße,
    Uwe

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