[Rezension] „Drachenglut“ von Jonathan Stroud

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Der Pfarrer der Gemeinde Fordrace hat große Pläne und lässt den Kirchplatz ausheben. Dabei wird ein altes keltisches Steinkreuz gefunden, das direkt geborgen wird. Doch damit wird etwas losgetreten. Denn das Kreuz sollte eigentlich einen Drachen bannen. So wird  der 12-jährige Michael McInyre das Ziel des Drachen. Er wird von der  Macht des Drachen durchdrungen und bekommt mächtige neue Fähigkeiten, allerdings will der Drachen frei sein und manipuliert die Menschen.

Da ich die „Lockwood & Co.“-Reihe des Autors geliebt habe und auch die „Bartimäus“-Bücher sehr mochte, war ich gespannt auf diese Neuauflage von „Drachenglut“, weil ich es bisher nicht kanne. Ich liebe Fantasybücher, in denen Drachen eine Rolle spielen und so waren meine Erwartungen hoch. Doch leider wurden sie eher enttäuscht.

Die Grundidee des Drachen, die Mächte, die er in Menschen entfesseln kann und auch die Bannung durch das Steinkreuz fand ich sehr faszinierend. Allerdings konnte mich der Plot nur zeitweise in seinen Bann ziehen. Vieles empfand ich als zu zäh, zu langweilig. Mir fehlte der typische, fast schwarze Humor des Autors und auch sonst merkt man irgendwie, dass es sich hierbei um eins der frühen Werke des Autors handelt und er einfach noch nicht das Niveau seiner späteren Werke erreicht hatte.

Ich konnte nur schwer Zugang zu den Protagonisten finden. Sie waren unnahbar und wirkten auf mich oberflächig, so konnte ich auch nicht wirklich mit ihnen fühlen. Michael fand ich ziemlich nervig, seine Schwester anstregend und sein Bruder, der ihm eigentlich helfen möchte, ist sehr schnell mit den Fäusten dabei. Auch der Pfarrer konnte mich nicht wirklich überzeugen.

Der Schreibstil ist ebenfalls noch nicht auf dem Niveau, wie ich es von dem Autor gewohnt bin, obwohl er auch nicht schlecht ist. Mir fehlte einfach das gewisse Etwas, da alles so farblos wirkte. Dabei fand ich den Perspektivwechsel, bei dem man verschiedene Sichten erlebt, sehr gut.

Erst zum Ende hin empfand ich das Buch als spannender und fesselnder, vielleicht waren meine Erwatungen auch einfach zu hoch. Das Ende war dann aber ziemlich gelungen, doch ganz mein Fall war das Buch einfach nicht.

Meine Erwartungen an dieses Buch waren hoch, wahrscheinlich zu hoch. Die Idee fand ich gut, aber ganz abgeholt hat es mich nicht. Dank des spannenden Endes, bekommt es von mir eine mittelmäßige Bewertung, ansonsten wäre sie wohl noch schlechter ausgefallen. Ich hoffe, das mich das nächste Buch des Autors wieder mehr überzeugen kann.

4 Replies to “[Rezension] „Drachenglut“ von Jonathan Stroud”

  1. Hi Mandy,

    schade, dass dich die Story nicht so packen konnte. Eigentlich wollte ich es auch lesen, da mir seine Lockwood Reihe richtig gut gefällt, aber ich glaube, dass ich ihr wohl eher Abstand nehmen werde. Schade irgendwie.

    Liebe Grüße Uwe

  2. Huhu liebste Mandy,

    zuerst dachte ich „oh cool, ein neues Buch des Autors“, denn dass eines seiner alten Werke neu aufgelegt wurde, ist total an mir vorüber gegangen. Wie sehr ich Drachengeschichten liebe, weißt du ja, daher ist es um so trauriger, dass diese nicht so überzeugen konnte. Auch wenn es wiederum toll ist, dass Jonathan Stroud sich so weiterentwickelt hat.

    Fühle dich nochmals feste gedrückt,
    Ally

    1. Huhu Ally,
      ich habe auch zu spät gemerkt, dass es „nur“ eine Neuauflage ist und dabei liebe ich Drachengeschichten genauso wie du. Aber du hast recht, es ist schön zu sehen, dass er sich so weiterentwickelt hat. Ich hoffe ja mal auf was komplett neues von ihm… *-*
      Liebe Grüße und fühl dich natürlich auch gedrückt
      Mandy

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