[Rezension] „Heliopolis- Die namenlosen Liebenden“ von Stefanie Hasse

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Loewe Verlag.

Akasha und ihre Freunde haben ihre Mission auf der Erde erfolgreich beendet. Doch Akasha befindet sich im Zwiespalt. Dank den Geschehnissen auf der Erde, weiß sie nicht wem sie trauen kann und dabei hätte sie die Möglichkeit endlich die beiden magischen Kristalle zu vereinen und ihr Volk zu retten. Doch wem kann sie trauen, ihrem Vater und Herrscher über Heliopolis oder ihrer Mutter, der Rebellenanführerin? Und auch ihre Gefühle zu Riaz und Dante befinden sich im Zwiespalt.

Nachdem mir der erste Band rund um Akasha, Dante, Riaz und Heliopolis richtig gut gefallen hatte, war ich gespannt auf diese Fortsetzung. Sie beginnt mit einer kurzen Zusammenfassung der Geschehnisse des ersten Bandes, was ich als Einstieg sehr gelungen fand. Anders als der erste Band, der zum Großteil auf der Erde spielte, spielt diese Fortsetzung fast komplett in Heliopolis. Das Setting fand ich komplett faszinierend. Auch finde ich es toll, dass man nun mehr über die Kristalle, die Hintergrundgeschichte von Heliopolis und zu der Magie der Begabten erfährt. Die Krankheit, die das Leben in Heliopolis bedroht, konnte mich ebenfalls faszinieren.

So begleitet man Akasha und ihre Freunde, die versuchen eine Möglichkeit zu finden eine Impfung für die Menschen herzustellen ohne, dass sie ihrem Vater verrät, dass sie auf der Erde erfolgreich war. Ihre innere Zerissenheit war auf jeder Seite spürbar. Da alles aus Akashas Ich-Perspektive geschildert wird, konnte ich ihre Gefühle hautnah miterleben und habe mit ihr gefühlt und gelitten. Und obwohl mich die anfängliche Dreiecksgeschichte hier etwas genervt hat und ich erst aufatmen konnte, als sich Akasha endlich sicher war, was sie will, konnte mich das Buch auf der emotionalen Ebene doch fesseln.

Neben Akashas Geschichte erfährt man Kapitelweise, aber noch die Geschichte einer anderen Prinzessin und später Königin aus der Vergangenheit. Erst nach und nach wird klar, um wen es sich wirklich handelt und was das mit allem anderen zu tun hat, was ich sehr gelungen fand. Untermalt wird das Ganze durch eine bildhaften und emotionalen Schreibstil, der leicht und locker zu lesen ist und mich in seinen Bann ziehen konnte.

Ansonsten muss ich aber sagen, dass mir diese Fortsetzung zu vorhersehbar war. Auch, wenn ich sie als spannend empfunden habe, waren mir viele Wendungen viel zu früh klar, was mir etwas den Lesespaß genommen hat. Dennoch finde ich es gelungen, wie sich alles auflöst und ich habe sehr gerne Akasha auf ihrem Weg das Richtige zu tun begleitet. Vor allem, da ich die Protagonisten sehr gerne mochte. Allen voran Dante, der so viel tiefgründiger ist als man zunächst denkt.

Das Ende bietet einen runden Abschluss, viele Emotionen und eine Szene, die mir ein glückliches Lächeln ins Gesicht gezaubert hat. Trotz meiner Kritik, war dieser zweite Band ein würdiges Finale eine tollen Dilogie und ich bin gespannt, was die Autorin als nächstes schreiben wird.

Ich empfand diese Fortsetzung als zu vorhersehbar und auch die Dreiecksgeschichte war nicht ganz mein Fall. Doch die Idee, das Setting, die Protagonisten und der Schreibstil waren nach meinem Geschmack und alles in allem handelt es sich hierbei um ein würdiges Finale eine tollen Fantasyreihen, die ich auf jeden Fall empfehlen kann.

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