[Rezension] „Agatha Oddly- Das Verbrechen wartet nicht“ von Lena Jones

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Loewe Verlag.

Die dreizehnjährige Agatha ist immer auf der Suche nach einem richtigen Fall. Denn anstatt ihre Zeit in einer Londoner Eliteschule zu verschwenden, möchte sie lieber Verbrecher stellen. Eines Tages stolpert sie dann wirklich über einen Fall, als eine ältere Dame von einem Motorradfahrer angefahren wird und Agatha ein seltsames Tattoo an ihrem Handgelenk entdeckt. Zusammen mit ihrem besten und einzigen Freund Liam beginnt sie zu ermitteln und versinkt immer mehr in die dunklen Machenschaften Londons.

Dieses Buch konnte vor allem durch das Setting meine Neugierde wecken. Ich liebe London als Stadt ungemein und war schon mehrere Male dort, sodass mir die Schauplätze in solchen Büchern immer sehr vertraut sind. Zudem mochte ich schon als Kind Detektivgeschichten, wie „5 Freunde“ und ähnliche, sehr und war gespannt, was mich hier erwartet. Und ich wurde nicht enttäuscht. Als Leser erhält man hier eine süße und spannende Detektivgeschichte für jüngere Leser, die mich aber auch sehr gut unterhalten konnte.

Agatha erinnert mich etwas an den Sherlock Holmes aus der Fernsehserie, da in dem Text immer wieder einzelne Begriffe auftauchen von Dingen, die der kleinen Detektivin auffallen, wie z.B. „Frischer Haarschnitt“ oder „Teures Hemd: Seide“, zudem hat sie die Fähigkeit sich aus Gesprächen einfach „wegzuzappen“ und stellt sich dann z.B. ein Gespräch mit Hercule Poirot, einem berühmten Detektiv aus Agatha Christies Werken, vor. Das macht sie etwas schrullig, aber nur umso liebenswerter. Zudem ist sie tough, schlau und nicht auf den Mund gefallen und zudem ganz schön mutig. Dank eines Stipendiums darf sie eine Londoner Eliteschule besuchen, an der sie sich jedoch ziemlich fehl am Platz fühlt. Ihr einziger Freund Liam steht ihr immer zur Seite und auch wenn er sich deutlich weniger wohl in der Rolle als Detektiv fühlt, fand ich es toll wie er Agatha unterstützt. Zudem kann sich Agatha immer auf ihren Vater verlassen, auch wenn sie ihre verstorbene Mutter oft vermisst.

Der Plot hat einiges zu bieten und offenbart weit mehr als man zunächst denkt. Neben dem Fall geht es auch um Familie, Freundschaft und Zusammenhalt. Vieles bleibt lange im Dunkeln und zusammen mit Agatha setzt man schließlich die meisten Puzzleteile zusammen, auch wenn ich manches etwas an den Haaren herbeigezogen finde. Dennoch finde ich die Verstrickungen und die Gedankengänge der Autorin spannend. Gerade jüngere Leser dürften an den Ereignissen des Buches ihre Freude haben.

Der Schreibstil passt ebenfalls zur gedachten Zielgruppe und da alles aus Agathas Ich-Perspektive geschildert wird, kann man sich wunderbar in sie hineinversetzen. Ich mag den locker, spritzigen Schreibstil sehr gerne und so flogen die Seiten beim Lesen nur so dahin.

Das Ende bietet einen runden Abschluss, macht aber auch neugierig auf die Fortsetzung und Agathas nächsten Fall.

Ich kann dieses Buch jedem Hobby-Detektiv oder die, die es werden wollen definitiv empfohlen. Besonders das Setting und Agatha als Protagonistin konnten mich überzeugen und man bekommt hier mehr geboten als man zunächst denkt.

© Dominiks Fotoknipserei

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