[Rezension] „Sturmwächter- Das Geheimnis von Arranmore“ von Catherine Doyle

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Eigentlich möchte der 11-jährige Fionn seinen Sommer nicht auf der Insel Arranmore bei seinem Großvater verbringen. Doch ihm bleibt nichts anderes übrig und zusammen mit seiner Schwester Tara reist er dorthin und das obwohl er Angst vor dem Meer hat. Dort erfährt er, dass es Magie gibt, diese in Kerzen eingefangen werden kann und dass die Insel ein großes Geheimnis verbirgt. Nach und nach erfährt er mehr darüber und auch über sein Familiengeheimnis, bishin zu dem zu frühen Tod seines Vaters.

Schon als ich zum ersten Mal von diesem Buch gehört hatte, wurde ich neugierig und ich muss sagen, dass es mir sehr gut gefallen hat, auch wenn ich eigentlich nicht mehr zur Zielgruppe gehöre. Es ist ein etwas schwermütiges, teils deprimierendes Buch, aber es beinhaltet eine ganz besondere Magie. Denn die Idee der Kerzen, des Sturmwächters und was mit den Kerzen möglich ist, aber auch das Geheimnis der Insel und die restliche Magie, konnte mich in seinen Bann ziehen.

Überschattet wird alles von Fionns Vergangenheit, da sein Vater früh ertrunken ist und seine Mutter nur noch ein Schatten ihrer selbst ist. Seine Schwester stößt ihn immer wieder von sich und ist mitten in der Puberträt und zum ersten Mal richtig verliebt. So hat Fionn es nicht leicht, ohne Freunde auf einer fremden Inseln. Diese düstere Stimmung wurde hier wunderbar vermittelt, aber im Laufe des Buches entwickelt sich die Geschichte in eine andere Richtung.

Es geht viel um Familie, Geheimnisse, aber auch Liebe und Zusammenhalt und kombiniert mit der Magie der Kerzen, bekommt man hier einiges geboten. Zudem fand ich die Darstellung der Insel sehr gelungen. Ich hatte das Gefühl alles hautnah zu erleben und fand es spannend zusammen mit Fionn die Insel zu erkunden, denn auch die Insel an sich ist magisch. Insgesamt fand ich das Buch spannend, auch wenn mir hin und wieder etwas gefehlt hat. Vieles bleibt unbeantwortet oder nur am Rande erklärt, was ich für ein Kinderbuch nicht so schlimm finde, aber ich hätte mir etwas mehr Erklärungen gewünscht.

Der Schreibstil ist leicht und locker zu lesen und sehr atmosphärisch. Die Sprache passt zu der gedachten Zielgruppe. Alles wird aus Fionns personaler Erzählperspektive geschildert, bis auf einen sehr spannenden Prolog, der neugierig auf die Geschichte macht. Fionn als Protagonisten fand ich sehr sympathisch und konnte jederzeit mit ihm fühlen. Seine Schwester dagegen fand ich nervig und die anderen Figuren blieben mir etwas zu blass.

Das Ende könnte an sich so stehen bleiben, auch wenn noch vieles offen ist, dennoch wäre auch eine Fortsetzung möglich, über die ich mich sehr freuen würde.

Mich konnte hier besonders die Magie des Buches überzeugen, aber auch sonst bekommt man ein spannendes Kinderbuch geboten, das allerdings schwermütig und teils deprimierend ist. Ich fand es sehr unterhaltsam und hoffe auf eine Fortsetzung. Von mir bekommt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

2 Replies to “[Rezension] „Sturmwächter- Das Geheimnis von Arranmore“ von Catherine Doyle”

  1. Hallo Mandy,

    schön, dass dir die Geschichte und das Buch gut gefallen haben. Mich haben der Handlungsort Irland sowie die Idee der Kerzen sofort gereizt, als wir es vorgestellt bekamen. Ich möchte das Buch daher auf jeden Fall lesen und mal schauen, wann es bei mir einziehen wird.

    Liebe Grüße,
    Uwe

    1. Hi Uwe,
      das mit den Kerzen fand ich auch total gut umgesetzt und ich bin gespannt wie es dir gefallen wird, wenn es bei dir einzieht. :)
      Liebe Grüße
      Mandy

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