[Hörbuch-Rezension] „Die Muschelsammlerin- Deine Bestimmung wartet“ von Charlotte Richter

Mariel ist eher eine Außenseiterin in Amlon. Doch sie hat immer gewusst, dass eines Tages ihr Seelenpartner zu ihr kommen wird. Denn sie hat schon viele Male von ihm geträumt. Als der Tag der Verbindung ansteht, hofft sie darauf endlich vollständig zu werden. Aber ihr Seelenpartner kommt nicht und so wird Mariel eine Ausgestoßene, eine Sonderbare und muss ihre Heimat verlassen. Sie beschließt ihr Glück in Nurnen zu suchen und ihren Seelenpartner zu finden, denn nur so darf sie nach Amlon zurückkehren.

Als ich zum ersten Mal von diesem Hörbuch gehört hatte, wurde ich direkt neugierig, da ich mir unter dem Klappentext nicht viel vorstellen konnte. Die Idee von Amlon, einem Reich in dem alles perfekt ist und jeder seinen Seelenpartner und damit seine große Liebe gefunden hat, fand ich interessant. Dann gibt es die Ausgestoßenen, die keinen Seelenpartner haben und auf eine andere Insel verbannt werden. Und zu guter Letzt erlebt man das Land Nurnen, aus dem die Seelenpartner stammen. Wie Amlon und Nurnen verknüpft sind und was es mit den Seelenpartnern auf sich hat, erfährt man dann im Laufe des Hörbuches.

Die Idee hinter allem mochte ich, allerdings konnte mich der Plot nicht immer überzeugen. Mir war manches zu abgedreht, anderes wiederum zu vorhersehbar. Oft wusste ich zu früh, was Mariel als nächstes erwartet. Erst ziemlich am Ende konnte der Plot mich richtig überraschen, weil es eine Wendung gab mit der ich so nicht gerechnet hätte. Beim Rest plätschert die Handlung etwas vor sich hin, es gibt aber starke Emotionen und Freundschaften, die entstehen, was mir dann wieder gut gefallen hat.

Mariel ist bei ihrer Suche nach dem Seelenpartner nicht alleine. Zusammen mit Sander, Tora und Tammo begibt sie sich nach Nurnen. Tammo ist ihr bester Freund und sie versucht im stets zu helfen, Sander kennt sie erst seit kurzem und sie entwickelt Gefühle für ihn, die sie nicht haben sollte. Dies sorgte für einen interessanten Zwiespalt. Mit Tora verband Mariel  zuerst nichts außer Ablehnung, aber hier ensteht eine tolle und tiefe Freundschaft. Ich fand die Figuren insgesamt sehr gut ausgearbeitet und habe deren Schicksal gerne verfolgt. Zumal hier das Thema Selbstakzeptanz einen großen Stellenwert hat.

Die Hörbuchsprecherin passte sehr gut zu der Geschichte und konnte die Emotionen von Mariel sehr gut verdeutlichen. Sie passte auch zu dem angenehmen und sehr atmosphärischen Schreibstil. Ich mochte ihre Stimmfarbe und wie sie die Figuren des Hörbuches vor meinem inneren Auge zum Leben erwecken konnte.

Das Ende gefiel mir recht gut und ich war zwiegespalten, wie ich das Hörbuch finden soll. Es war nicht schlecht, aber es hat einfach nicht ganz meinen Geschmack getroffen. Vieles bleibt am Ende offen, was ich hier sehr passend finde.

Bei diesem Hörbuch bin ich sehr zwiegespalten. Ich mochte die Idee, aber der Plot konnte mich nicht ganz überzeugen. Es hat einfach nicht ganz meinen Geschmack getroffen, aber ich bin sicher, dass es viele Hörbuchhörer begeistern können wird.

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