[Rezension] „Arthur und der schreckliche Scheuch“ von Jenny McLachlan

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Dragonfly (HarperCollins) Verlag.

Früher standen sich Arthur und seine Zwillingsschwester Rose sehr nahe. Sie konnten stundenlang miteinander spielen und haben ihr eigenes Land erschaffen. Beinahe hatte Arthur das Fantasieland Arro vergessen, doch dann ist er sich sicher auf dem Dachboden von seinem Opa einen Zauberer gesehen zu haben und als Arthur und Rose den Dachboden entrümpeln sollen, stoßen sie auf den alten Eingang von Arro. Doch Rose glaubt nicht daran, dass Arro wirklich existiert, bis zuerst ihr Opa und schließlich Arthur verschwinden. Arthur und Rose läuft die Zeit weg, denn ausgerechnet Scheuch, der schreckliche Vogelscheuchenmann hat den Opa der Zwillinge entführt. Doch die beiden sind nicht alleine.

Ich liebe die Idee hinter diesem Buch, denn wer träumt nicht einmal selbst davon sein eigenes Land zu erschaffen, wie es hier die Zwillinge Arthur und Rose getan haben? Und so konnte ich es gar nicht erwarten dieses Kinderbuch in den Händen zu halten. Man begleitet die Zwillinge Rose und Arthur, die sich einmal sehr nahe standen, aber sich nun auseinander gelebt haben. Rose ist schon eher auf der Schwelle zum Erwachsen werden, hat andere Interessen und Freunde. Arthur ist noch eher ein Kind und möchte einfach nur mit Rose spielen. Ich mochte die Darstellung der Zwillinge sehr, vor allem da sie so grundverschieden sind, aber in diesem Buch wieder zueinander finden. Am besten hat mir allerdings der Opa der Zwillinge gefallen, der sieht, wie Arthur unter dem vermeintlichen Verlust seiner Schwester leidet und der einen Weg findet die Beiden wieder zu vereinen, auch wenn er dann in Gefahr gerät.

Neben den dreien gibt es aber noch andere ziemlich coole Figuren, wie den Minja Min, der ein Ninja-Magier ist, das Schaukelpferd Prosecco, das Arthur nicht leiden kann, oder der Drachen Kokelores. Und als Antagonist gibt es den Vogelscheuchenmann Scheuch, der den Opa von Arthur und Rosa gefangen hält und seine ganz eigene Geschichte und seinen ganz eigenen Hintergrund hat. Ich konnte sein Verhalten hier sogar sehr gut nachvollziehen, womit ich nicht gerechnet hätte.

Aber am besten hat mir die Welt Arro gefallen. Die Beschreibungen waren so detailreich, so wunderschön und das ganze Reich voller Fantasie und Ideenreichtum. Ich habe es geliebt mit den Zwillingen das Land zu erkunden und zu erfahren, was sie sich als kleine Kinder ausgedacht haben. Es gibt die merkwürdigsten Wesen und so einiges zu entdecken. Unterstützt wird das Ganze durch einen altersgerechten Schreibstil, der wunderbar zur gedachten Zielgruppe passt und mit viel Humor und Spannung die Geschichte erzählt. Das Buch wird komplett aus Arthurs Ich-Perspektive geschildert, sodass man sich wunderbar in ihn hineinversetzen kann.

Ich liebe den Ideenreichtum der Autorin und dass sie mich hier immer wieder überraschen konnte und das obwohl es sich hierbei um ein Kinderbuch handelt. Das Ende ist zwar ein Stück weit vorhersehbar, aber ein anderes Ende hätte hier auch einfach nicht gepasst. Ich freue mich schon darauf, wenn mein Sohn alt genug ist um das Buch zu lesen und er in die Welt von Arro eintauchen kann, denn ich denke, dass auch er das Buch lieben wird. Mir hat es jedenfalls richtig, richtig gut gefallen.

Wer schon einmal davon geträumt hat seine eigene Welt zu erschaffen, sollte nicht lange zögern und zusammen mit Arthur und Rosa nach Arro reisen. Bei diesem Buch stimmt einfach alles und für mich war es ein Highlight im Kinderbuchbereich.

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