[Rezension] „Die Legende von Greg 1- Der krass katastrophale Anfang der ganzen Sache“ von Chris Rylander

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Bisher dachte Greg, dass er nur ein normaler und etwas unbeliebter Junge ist, der dank eines Familienfluchs jeden Donnerstag Pech hat. Doch als sein Vater von einem Bergtroll entführt wird, erfährt er die Wahrheit. Er ist ein Zwerg und sein bester und einziger Freund Edwin ist ein Elf. Seine ganze Welt wird auf den Kopf gestellt. Zwerge und Elfen hassen sich, doch Greg vertraut Edwin. Schnell hat Greg nur ein Ziel, seinen Vater finden und dafür nimmt er die Zwergenausbildung sehr ernst. Unterstützt wird er von neuen Freunden und einer Axt, die mit ihm spricht. Doch ein Krieg mit den Elfen droht.

Schon als ich zum ersten Mal von diesem Buch gehört hatte, war mir klar, dass ich es lesen muss. Denn ich liebe die Bücher von Rick Riordan und als es hieß, diese Reihe wäre perfekt für Percy-Jackson-Fans waren meine Erwartungen an diesen Auftaktband immens hoch. So hatte es das Buch nicht leicht meinen Erwartungen gerecht zu werden. Aber im Großen und Ganzen gefiel es mir sehr.

Zu Beginn hatte ich wirklich das Gefühl, dass der Humor stark in Richtung der Bücher von Rick Riordan geht. Das lässt mit der Zeit etwas nach, aber dennoch fand ich das Buch sehr unterhaltsam. Greg und sein bester Freund Edwin lieben schlechte Wortspiele und haben einen ganz eigenen Humor. Zudem sind sie wohl die einzigen Jungen, die gerne Schach spielen und obwohl sie so gegensätzlich sind, können sie sich auf einander verlassen. Nur als Greg die Wahrheit über seine Herkunft erfährt und auch, dass Edwin ein Elf ist, weiß er nicht mehr was er denken soll. Ich mochte die Darstellung der Protagonisten sehr.

Als Gregs exzentrischer Vater entführt wird, bricht für ihn einerseits eine Welt zusammen, andererseits lernt er eine neue Welt kennen. In einem Höhlensystem unter Chicago lernt er andere Zwerge kenne, fühlt sich zum ersten Mal als würde der dazugehören, findet Freunde und eine Bestimmung. Mir gefiel es sehr, wie der Autor bekannte Wesen wie Zwerge und Elfen, aber auch Trolle und andere in die heutige Zeit transferiert. Und auch wenn viele Ideen, wie eine sprechende Waffe, nicht neu sind, mochte ich die Kombination aus allem. Besonders toll finde ich, dass man hier nicht einfach sagen kann, wer zu den Guten gehört und wer zu den Bösen. Es gibt gute und böse Zwerge und Elfen und das muss Greg erst einmal herausfinden.

Allerdings fehlte mir im Mittelteil etwas die Spannung und ich hatte das Gefühl, dass das Buch etwas auf der Stelle tritt. Bis auf den Mittelteil fand ich das Buch aber spannend und wie schon erwähnt sehr unterhaltsam. Es gibt viele Wendungen, mit manchen habe ich gerechnet, mit anderen wiederum nicht. Der Schreibstil ist neben dem erwähnten Humor sehr leicht und locker zu lesen und zudem sehr atmosphärisch. Besonders die Beschreibungen des Höhlensystems konnten mich faszinieren. Zudem wird der Plot aus Gregs Ich-Perspektive geschildert und als Leser wird man hin und wieder direkt angesprochen, sodass ich das Gefühl hatte wirklich hautnah mit dabei zu sein.

Das Buch dreht sich neben dem Fantasyaspekt und dem bald drohenden Krieg um Familie, Freundschaft, Vertrauen und Zusammenhalt und das mochte ich sehr. Das macht das Buch überraschend vielfältig. Das Ende ist ziemlich fies, da es eine erschreckende Wendung gibt und ich am liebsten direkt weiterlesen würde.

Alles in allem konnte mich dieser Auftakt sehr gut unterhalten. Und auch wenn die Aussage, dass das Buch perfekt für Percy-Jackson-Fans geeignet ist, die Erwartungen sehr hochschraubt, konnte mich Gregs Geschichte auf jeden Fall von sich überzeugen. Hier werden Zwerge und Elfen in die heutige Zeit geholt und mit viel Humor und Spannung müssen Greg und seine Freunde ihre Aufgaben bewältigen. Von mir gibt es definitiv eine Leseempfehlung.

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